UEFA EURO 2016: Die acht Play-off-Teilnehmer

In der kommenden Woche werden die letzten vier Plätze bei der UEFA EURO 2016 vergeben. Wir haben unsere UEFA.com-Korrespondenten vor Ort gefragt, wie sie die Lage einschätzen.

Gábor Király steht vor seinem 100. Länderspiel
Gábor Király steht vor seinem 100. Länderspiel ©Getty Images

In den kommenden Tagen entscheidet sich, wer die letzten vier Startplätze bei der UEFA EURO 2016 bekommt. Vor den Play-off-Partien haben wir die UEFA.com-Korrespondenten vor Ort gefragt, wie es in den Lagern der EM-Anwärter aussieht.

Norwegen- Ungarn: Wer kommt weiter?
Norwegen- Ungarn: Wer kommt weiter?

Norwegen - Ungarn
(Donnerstag & Sonntag)
Eivind Aarre über Norwegen: Marcus Pedersen hat mit der U21-Auswahl im Play-off 2012 gegen Frankreich gewonnen und schickt sich nun an, auch Ungarn auszuschalten. "Für Norwegen sind es wohl die wichtigsten Spiele seit zehn Jahren", so der Strømsgodset-Stürmer.

Matthew Watson-Broughton über Ungarn: Ungarn hat in letzter Zeit viel in die Infrastruktur investiert und die Qualifikation für die UEFA EURO 2016 wäre der Beleg, dass man auf dem richtigen Weg ist. Seit 1972 war die einstige Fußball-Übermacht nicht mehr bei der EM. Aber Gábor Király, der in Oslo sein 100. Länderspiel bestreiten könnte, will nicht zu weit in die Zukunft blicken: "Es zählt erst einmal nur das Hinspiel. Wir müssen unsere Fähigkeiten auf den Rasen bringen und an uns glauben."

Alles oder nichts
Alles oder nichts

Bosnien und Herzegowina - Republik Irland
(Freitag & Montag)
Fuad Krvavac über Bosnien und Herzegowina: Das Hinspiel in Zenica ist ausverkauft. Auch wenn das Stadion die doppelte Größe hätte, wären wohl keine Tickets mehr da. Die Fans sind voller Hoffnung und Zuversicht, aber eine Frage bleibt: Wie schwer wiegt der Ausfall von Muhamed Bešić, der im Heimspiel gesperrt ist?

Aidan Fitzmaurice über die Republik Irland: Irland plagen eine Menge Verletzungssorgen. Shane Long, Torschütze beim Sieg gegen Deutschland, gehört ebenfalls zu den angeschlagenen Spielern. Er könnte durch Daryl Murphy von Ipswich Town ersetzt werden. Der 32-Jährige erzielte letzte Saison in der zweiten englischen Liga 27 Tore, blieb bis zum Wochenende aber 14 Partien ohne Tor. Gegen Rotherham United meldete er sich dann mit einem Dreierpack zurück.

Wer fährt nach Frankreich?
Wer fährt nach Frankreich?

Ukraine - Slowenien
(Samstag & Dienstag)
Igor Linnyk über die Ukraine: Die 35 000 Tickets für das Hinspiel zu Hause waren in einem Tag ausverkauft. Bislang hat die Nationalmannschaft die lautstarke Unterstützung in der Arena Lwiw immer mit Leistung zurückbezahlt: 13 Spiele hat die Ukraine dort bestritten, es gab elf Siege und zwei Unentschieden. Zuletzt verpasste man ganz knapp die Qualifikation für die WM 2014, doch diesmal rechnen die Fans fest mit einem anderen Ausgang. Trainer Mykhailo Fomenko sagte: "Die Ukraine hat bisher alle Endrunden-Play-offs verloren, aber das ist Vergangenheit. Wir leben in der Gegenwart und konzentrieren uns auf die Zukunft."

Rok Šinkovc über Slowenien: Das neue nationale Fußballzentrum diente erstmals als Treffpunkt für die Mannschaft, allerdings fehlte Robert Berić, der sich eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. Mišo Brečko wird mit einer Gesichtsmaske spielen - der Verteidiger erlitt im Einsatz für Nürnberg einen Nasenbeinbruch.

Skandinavisches Duell
Skandinavisches Duell

Schweden - Dänemark
(Samstag & Dienstag)
Sujay Dutt über Schweden: "Pontus Wernbloom hat sich gestern [beim 1:2 von ZSKA Moskau gegen Krasnodar] an der Leiste verletzt", berichtete Schwedens Trainer Erik Hamrén. "Er fällt mindestens zehn Tage aus." Eine Nachnominierung ist aber nicht geplant: "Wir haben genug zentrale Mittelfeldspieler, außerdem haben wir wie immer 23 Spieler im Kader."

Peter Bruun über Dänemark: Die Qualifikation der Dänen hat bei den Fans viel Unmut ausgelöst, aber vor dem Spiel gegen Nachbar Schweden stehen die Anhänger voll hinter ihrer Mannschaft. Die Tickets waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Morten Olsen konnte seine Mannschaft am Montagnachmittag in Kopenhagen in Empfang nehmen und ist guten Mutes: "Wir werden im Training dafür sorgen, dass wir alle aneinander und an unsere Fähigkeiten glauben."

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