Österreich holt vorzeitig den Gruppensieg

Schweden - Österreich 1:4 Eindrucksvoll holte sich die Mannschaft von Marcel Koller gegen den großen Konkurrenten das Ticket nach Frankreich

Tore von David Alaba, Martin Harnik und Marc Janko verschafften Österreich das 4:1 gegen Schweden und einen Platz bei der UEFA EURO 2016.
  • Mit einer historischen Glanzleistung fixierte das österreichische Nationalteam die Teilnahme an der UEFA EURO 2016
  • Schweden wurde auswärts mit 4:1 bezwungen
  • David Alaba, Marc Janko und ein doppelter Martin Harnik ließen die Alpenrepublik jubeln
  • Zlatan Ibrahimović gelang nur noch Ergebniskosmetik

Die ungeschlagenen Österreicher benötigten vorab nur einen Punkt zur fixen Qualifikation, Schweden war nach der Niederlage gegen Russland unter Zugzwang. Deswegen stand im Vorfeld der Begegnung auch nur eine Aufstellungs-Frage im Fokus: Kann er spielen oder nicht? Die Rede war natürlich von Zlatan Ibrahimović. Er konnte.

Als der Superstar erstmals in Erscheinung trat, stand es aber schon 1:0 für die Gäste. Kim Källström brachte Zlatko Junuzović im Strafraum zu Fall, David Alaba trat zum fälligen Elfmeter an und hob diesen mit viel Gefühl und starken Nerven ins Netz (9.).

Davon angestachelt drängte Schweden auf den Ausgleich. Ibrahimović machte sich zweimal mit einem Freistoß bemerkbar. Einmal entschärfte Robert Almer, einmal explodierte die Kugel knapp neben der rechten Stange. Auf diese Drangperiode gab Österreich aber die einzig richtige Antwort. Marc Janko verlängerte eine regelrechte Einwurf-Flanke von Christian Fuchs mit dem Kopf, Martin Harnik kam herangebraust und drückte den Ball über die Linie – 2:0 (38.).

Vor der Pause hätte Österreich in der hart geführten, temporeichen Begegnung endgültig alles klar machen können. Marko Arnautović scheiterte ebenso an Andreas Isaksson wie abermals Harnik. Auch im zweiten Durchgang hielt der schwedische Schlussmann sein Team im Spiel. Herrlich bediente Fuchs mit seinem Querpass Alaba, mit einem Blitzreflex verhinderte Isaksson aber den dritten Treffer. Angespornt von der Leistung seines Gegenübers wuchs auch Almer über sich hinaus. Marcus Berg tauchte vor dem ÖFB-Keeper auf, der behielt aber die Nerven. Alles in allem biss sich aber die blau-gelbe Offensive die Zähne an der bärenstarken rot-weiß-roten Defensive aus. Angeführt von Aleksandar Dragović lieferte die Abwehr der Österreicher eine unglaublich disziplinierte Leistung.

Dem 3:0 waren die Gäste immer viel näher, als die Hausherren dem Anschlusstreffer. Marc Janko belohnte schließlich die Geduld. Nach Idealpass von Alaba schirmte der FC-Basel-Stürmer den Ball perfekt ab und vollendete trocken zur überfälligen Entscheidung (77.). Per Abstauber machte Harnik mit seinem zweiten Tor noch den Deckel drauf. Die Ergebniskosmetik von Ibrahimović spielte dann in der Nachspielzeit keine Rolle mehr.

Wenig später besiegelte die Pfeife von Carlos Velasco Caballo den fußballhistorischen Moment für Österreich. Erstmals qualifizierte sich die ÖFB-Elf aus eigener Kraft für eine Europameisterschafts-Endrunde. Außerdem steht die Mannschaft von Marcel Koller schon vorzeitig als Sieger der Gruppe G fest. Wie man sich denken kann, kannte die Freude keine Grenzen.

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