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European Qualifiers: Niederlande fahren zur WM, die Türkei geht in die Play-offs

In einer enorm spannenden Gruppe buchten die Niederländer mit einem späten Sieg gegen Norwegen das WM-Ticket, die Türkei hievte sich noch in die Play-offs.

Die niederländischen Matchwinner Memphis Depay und Steven Bergwijn
Die niederländischen Matchwinner Memphis Depay und Steven Bergwijn AFP via Getty Images

Die Niederlande sicherten sich den letzten der zehn direkt vergebenen WM-Plätze, die Türkei schaffte immerhin noch den Sprung in die Play-offs.

UEFA.com fasst den 10. Spieltag zusammen.

Wer ist qualifiziert und wer spielt in den Play-offs?

Qualifiziert: Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Kroatien, Schweiz, Serbien, Spanien, Niederlande

Play-offs: Italien, Nordmazedonien, Polen, Portugal, Russland, Schottland, Schweden, Türkei, Ukraine, Wales, Österreich und Tschechien (beide über die UNL)

Alle Ergebnisse vom Dienstag

Gruppe D: Bosnien und Herzegowina - Ukraine 0:2, Finnland - Frankreich 0:2
Gruppe E: Tschechische Republik - Estland 2:0, Wales - Belgien 1:1
Gruppe G: Gibraltar - Lettland 1:3, Montenegro - Türkei 1:2, Niederlande - Norwegen 2:0

Orkun Kökçü gelang das Siegtor für die Türken
Orkun Kökçü gelang das Siegtor für die TürkenGetty Images

Niederlande lassen sich Zeit

Es dauerte bis zur 84. Minute im letzten Gruppenspiel, ehe die Niederländer ihr WM-Ticket buchen konnten, dann erlöste Steven Bergwijn die Oranje in Rotterdam mit einem Kracher ins norwegische Tor. Kurz darauf bediente er auch noch Memphis Depay, dem in der Nachspielzeit das 2:0 gelang. Damit ist das ohne den verletzten Erling Haaland angetretene Norwegen nur Gruppendritter und fährt nicht zur WM.

Zittersieg für die Türkei

Schon in der vierten Minute stockte den türkischen Fans der Atem, als Fatos Bećiraj die Gastgeber in Podgorica in Führung brachte. Doch noch in der ersten Hälfte konnte Kerem Aktürkoğlu für die Elf von Trainer Stefan Kuntz ausgleichen und im zweiten Durchgang war es der eingewechselte Orkun Kökçü, der sein Land mit seinem ersten Länderspieltor in die Play-offs schoss.

Ukraine und Wales jubeln

Lange durften die Finnen in Helsinki von Platz 2 und damit den Play-offs träumen, doch dann trafen Karim Benzema und Kylian Mbappé für die Franzosen und sorgten damit für eine Vorlage, die die Ukraine nicht ungenutzt ließ. In Bosnien und Herzegowina waren es Olexandr Zinchenko und Artem Dovbyk, die in der zweiten Hälfte für klare Verhältnisse sorgten.

Highlights: Montenegro - Türkei 1:2
Highlights: Montenegro - Türkei 1:2

In Wales war Kieffer Moore mit seinem Tor zum 1:1 gegen Belgien der gefeierte Mann, denn durch diesen Punktgewinn verdrängten die Waliser die Tschechen noch auf den dritten Platz, doch die haben sich schon durch die UEFA Nations League für die Play-offs qualifiziert.

Alle Ergebnisse vom Montag

Gruppe C: Nordirland - Italien 0:0, Schweiz - Bulgarien 4:0
Gruppe F: Österreich - Moldawien 4:1, Israel - Färöer Inseln 3:2, Schottland - Dänemark 2:0
Gruppe I: Albanien - Andorra 1:0, Polen - Ungarn 1:2, San Marino - England 0:10

Schweiz fängt Italien ab

Europameister Italien muss nach einem torlosen Remis in Nordirland in die Play-offs, weil die Schweizer gleichzeitig deutlich gegen Bulgarien gewannen und in Gruppe C noch an den Azzurri vorbeiziehen konnten. Noah Okafor, Ruben Vargas, Cédric Itten und Remo Freuler führten die Schweiz zur WM.

Highlights: Schweiz - Bulgarien 4:0
Highlights: Schweiz - Bulgarien 4:0

Kane feuert England zur WM

England war in San Marino in Torlaune und siegte mit 10:0. Vier Tore gingen auf das Konto von Harry Kane, womit der Angreifer jetzt bei 48 Länderspieltreffern steht.

  • Im Hampden Park von Glasgow verlor Gruppensieger Dänemark gegen Schottland und ließ als letztes Team erstmals Punkte liegen. John Souttar und Ché Adams erzielten die Tore.
  • Nach seinem Viererpack gegen San Marino ist Kane mit 12 Treffern der beste Torschütze der Qualifikation, einzig der Niederländer Memphis Depay konnte da mit ebenfalls 12 Treffern mithalten.

Alle Ergebnisse vom Sonntag

Gruppe A: Luxemburg - Republik Irland 0:3, Portugal - Serbien 1:2
Gruppe B: Griechenland - Kosovo 1:1, Spanien - Schweden 1:0
Gruppe H: Kroatien - Russland 1:0, Malta - Slowakei 0:6, Slowenien - Zypern 2:1
Gruppe J: Armenien - Deutschland 1:4, Liechtenstein - Rumänien 0:2, Nordmazedonien - Island 3:1 

Mitrović schockt Portugal

Highlights: Portugal - Serbien 1:2
Highlights: Portugal - Serbien 1:2

Überraschung in Lissabon: Ein Kopfballtreffer von Aleksandar Mitrović in der 90. Minute hat Serbien das WM-Ticket eingebracht. Portugal, das nach dem Führungstreffer von Renato Sanches eigentlich alles im Griff hatte, hätte ein Unentschieden für den Gruppensieg gereicht. Doch die Gäste kamen durch Dušan Tadić zum Ausgleich und erzielten in Person von Mitrović einen dramatischen Siegtreffer. Portugal muss nun in die Play-offs.

Morata schießt Spanien weiter
Im entscheidenden Duell gegen Schweden hatte Spanien die besseren Szenen, ohne dabei großartig zu glänzen. Nach einem Lattentreffer von Dani Olmo staubte Álvaro Morata zum 1:0-Endstand ab. Während Spanien nun seit 1978 jede WM-Endrunde erreicht hat, bleibt Schweden, bei denen Zlatan Ibrahimović eingewechselt wurde, noch der Weg über die Play-offs.

Russland hadert mit Eigentor
Kroatien ist auf den letzten Drücker noch an Russland vorbei gegangen und hat die Gruppe H gewonnen. Ein Eigentor von Russlands Fedor Kudryashov brachte die Kroaten erst kurz vor Schluss auf die Siegerstraße.

Highlights: Spanien - Schweden 1:0
Highlights: Spanien - Schweden 1:0

Und sonst?

  • Rumänien wird nächstes Jahr zwar nicht bei der WM dabei sein, schrieb aber trotzdem Geschichte. Der in der Schlussphase eingewechselte Enes Sali ist mit 15 Jahren und 264 Tagen der jüngste Nationalspieler Europas aller Zeiten.
  • Deutschland konnte auch das 18. Auswärtsspiel im Rahmen der WM-Qualifikation hintereinander gewinnen und feierte den siebten Sieg im siebten Spiel unter Hansi Flick.
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