Österreich bleibt im Rennen

Mehr Qual als Genuss – in Summe geht der 3:1-Sieg Österreichs aber in Ordnung. Israel und Andreas Herzog sind aus dem Quali-Rennen.

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Das Spiel in Kürze...

Ohne eine Handvoll Spieler, allen voran David Alaba und Stefan Lainer, tat sich Österreich lange Zeit schwer gegen das israelische Team, das von ÖFB-Rekordnationalspieler Andreas Herzog trainiert wird. Israel fand zu Beginn sogar besser in die Partie und spielte mutig nach vorne. Die Aufbauversuche beider Mannschaften waren aber durch viele Ungenauigkeiten und Fehler geprägt, vor allem schlichen sich viele Abspielfehler beim ÖFB-Team ein.

Die erste zählbare Torgelegenheit für die Gastgeber tat sich erst nach 25 Minuten durch Marcel Sabitzer auf. Valentino Lazaro sorgte kurz darauf für ein weiteres Raunen der Zuschauer. Doch anstatt in Führung zu gehen, sorgte ein Überraschungsschlag der Gäste für das 0:1. Eran Zahavy bekam knapp außerhalb des Strafraums zu viel Platz, zog aus heiterem Himmel ab und platzierte die Kugel perfekt im Kreuzeck.

Österreich gab sich aber nicht auf, fightete zunehmends und hatte fünf Minuten später durch Marko Arnautović sogar einen Stangentreffer. In der 41. Minute traf dann Valentino Lazaro, nach schöner Vorarbeit von Arnautović, zum Ausgleich. Kurz vor der Pause hätte Arnautović im Eins zu Eins mit Keeper Ofir Marciano sogar noch die Führung erzielen können, blieb aber ohne Erfolg.

Nach kurzem Abtasten nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger und einige Fouls verzögerten den Spielfluss. Zehn Minuten in Hälfte zwei waren gespielt, als Martin Hinteregger am Fünfer eine Flanke im Stil eines echten Strafraumstürmers eiskalt zum 2:1 verwandelte.

Nach der erstmaligen Führung für Österreich wurde das Spiel abermals zerfahren, über längere Strecken ging nichts auf beiden Seiten. Zwar versuchten die Israelis offensiver zu agieren, die Elf von Franco Foda hielt aber dagegen. Einige kleinere Konterchancen und eine Beinahe-Entscheidung durch Arnautović, der erneut an Marciano scheiterte, waren zunächst aber alles. Zwei Minuten vor Schluss machte Sabitzer den Sack zu und traf aus der Distanz und mit ein wenig Glück abgefälscht zum 3:1.

Spieler des Spiels: Martin Hinteregger

Gegen Nordmazedonien traf der Verteidiger ins eigene Tor, gegen Israel erzielte er im Strafraum in Manier eines Klasse-Stürmers die 2:1-Führung. In der Defensive tadellos und immer wieder auch Antreiber nach vorne, schließlich auch als Torschütze sehr viel wert.

Stimmen zum Spiel

Valentino Lazaro, Spieler Österreich

Ich denke, über allem steht heute der Sieg. Es war nicht das beste Spiel, dass wir in dem Länderspieljahr gezeigt haben, aber man hat gesehen, dass wir die drei Punkte unbedingt wollen. Es tut sehr gut zu sehen, dass wir weiter im Rennen sind.

Julian Baumgartlinger, Kapitän Österreich

Wir haben uns heute in eine Position gebracht, an die im März niemand mehr geglaubt hat, dass wir sie erreichen können. Wir sind heute nach dem Sonntagsschuss auch wieder zurückgekommen und nach den ersten zehn, 15 Minuten haben wir reingefunden. Das war eine tolle Leistung.

Martin Hinteregger, Österreich

Ich wollte das Tor unbedingt machen, das hat man, glaub ich, gesehen. Einfach super, ich hab mich durchgesetzt und dann den Ball einfach versenkt. Das war extrem wichtig für uns. Es war auch extrem wichtig, Israel, einen direkten Kontrahenten, heute zu besiegen.

Statistiken zum Spiel

3: Alle drei Wechsel der ÖFB-Auswahl waren verletzungsbedingter Natur. Laimer, Posch und Arnautović humpelten allesamt vom Feld.

10: Erhan Zahavi erzielte seinen zehnten Treffer in der laufenden Qualifikation für Israel.

26.200: Zuschauer wollten das Duell Österreich gegen Israel im Wiener Ernst-Happel-Stadion sehen.

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