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Schweiz behält ihre weiße Weste

Schweiz - Slowenien 1:0
Die Schweizer Nationalmannschaft blieb auch im letzten Spiel der Qualifikation ungeschlagen. Zum Abschluss gab es einen 1:0-Erfolg gegen Slowenien.

Granit Xhaka zeichnete mit einem Weitschuss für das 1:0 der Schweizer verantwortlich
Granit Xhaka zeichnete mit einem Weitschuss für das 1:0 der Schweizer verantwortlich ©Getty Images

Der erste Platz in der Gruppe E war den Schweizern nicht mehr zu nehmen. Ganz auf die leichte Schulter wollten die Eidgenossen das letzte Spiel in der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft allerdings nicht nehmen, lockte doch mit einem Sieg und einem Punktverlust entweder Kolumbiens, Italiens oder Uruguays sogar der erste Topf für die Auslosung der WM-Gruppen.

Trotzdem stellte Nationaltrainer sein Team auf sieben Positionen um, teils wegen Verletzungen oder Sperren. Yann Sommer spielte für Diego Benaglio im Tor und Reto Ziegler ersetzte auf der linken Abwehrseite Ricardo Rodriguez. In der Innenverteidigung kam es zum Revival des Duos Johan Djourou und Philippe Senderos, nachdem sich in letzter Zeit die Kombination Fabian Schär und Steve von Bergen abgezeichnet hatte. Im Mittelfeld kamen Blerim Dzemaili und Tranquillo Barnetta zum Einsatz. Vor ihnen durfte Admir Mehedi ran.

Unter den Augen von FIFA-Präsident Joseph Blatter konnte Slowenien weiterhin darauf hoffen, sich für den zweiten Gruppenrang und somit den Play-off-Platz zu qualifizieren. Aus eigener Kraft konnten es die Slowenen nicht schaffen, Island musste gegen Norwegen Punkte lassen. Vor allem aber brauchten sie gegen die Eidgenossen Punkte.

Die neu formierte Schweizer Mannschaft lies in den ersten 35 Minuten nach Hinten außer einem gefährlichen Abschluss durch Nejc Pečnik nichts zu, brachte allerdings auch vorne überhaupt nichts zu Stande. Lediglich ein Freistoß durch Ziegler kam auf das Tor der Slowenen, mehr war schlicht nicht zu sehen. Aus dem Spiel heraus verzeichneten die Schweizer in der ersten Halbzeit zwei Schüsse in Richtung des gegnerischen Tors: Mehmedi schoss beide Male vorbei – passend zur äußerst unterhaltungsarmen Partie. Daran änderte auch die gute Möglichkeit der Schweizer in der 54. Minute nichts: Haris Seferovic legte quer auf Barnetta, der am Ball vorbeirutschend das 1:0 verpasste.

Schließlich eröffnete ein Fehlpass Djourous den Slowenen eine Möglichkeit, die Sommer allerdings zu Nichte machte. Zwingend war auch diese Szene nicht, doch immerhin erwachte die Partie nun etwas. Nur Augenblicke später konnten die Schweizer zu viert gegen zwei Slowenen angreifen; dass Dzemaili bei seinem Abschluss dann ausrutschte, war sinnbildlich für die fehlende Gefährlichkeit der Eidgenossen.

Ebendieser Dzemaili war es dann, der in der 74. Minute auf Granit Xhaka auflegte. Die Nummer zehn der Schweizer zog von der Strafraumgrenze ab und erzielte das 1:0 für das Heimteam. In einer bis dahin wenig attraktiven Partie schaute endlich etwas Zählbares heraus.

Das konnte man von der Aktion der Slowenen nur wenige Minuten später nicht behaupten: Zlatan Ljubijankič köpfte nach einem Eckball an die Latte. Im Gegenzug verpassten Eren Derdiyok und Pajtim Kasami das 2:0, beide scheiterten am Schlussmann Samir Handanovič, dem inzwischen besten Slowenen. Es war nun plötzlich etwas los im Stade de Suisse; auch deshalb, weil Derdiyok kurz vor Ende der Partie einen Freistoß mit voller Wucht auf den gegnerischen Torhüter trat.

Bis zum Abpfiff passierte schließlich nichts mehr, die Schweiz blieb in der Qualifikation ungeschlagen und fährt mit einer weißen Weste zur Endrunde nach Brasilien.