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Endlich Frankreich besiegen

Veröffentlicht: Dienstag, 5. Februar 2013, 18.20MEZ
Am Mittwochabend versucht die deutsche Nationalmannschaft, in Paris endlich wieder einen Sieg gegen Frankreich zu landen. Dabei fehlen Bundestrainer Joachim Löw aber zahlreiche Stammspieler verletzt.
Endlich Frankreich besiegen
Die Franzosen sind für Deutschland eine echte Herausforderung ©AFP/Getty Images

Veröffentlicht: Dienstag, 5. Februar 2013, 18.20MEZ

Endlich Frankreich besiegen

Am Mittwochabend versucht die deutsche Nationalmannschaft, in Paris endlich wieder einen Sieg gegen Frankreich zu landen. Dabei fehlen Bundestrainer Joachim Löw aber zahlreiche Stammspieler verletzt.

Der Angstgegner Deutschlands schlechthin ist ja bekanntlich Italien, was einem jüngst im Halbfinale der UEFA EURO 2012 wieder schmerzhaft vor Augen geführt wurde, doch auch gegen den westlichen Nachbarn aus Frankreich verzeichnet die DFB-Elf eine unangenehme Bilanz. In 24 Partien gab es nur sieben Siege, aber elf Niederlagen. In den 1980ern konnte Deutschland zwar zwei Halbfinals bei der FIFA-WM gegen Frankreich für sich entscheiden, aber den letzten Sieg gegen die Franzosen gab es im August 1987 in einem Testspiel in Berlin mit 2:1. Seitdem setzte es in sechs Partien gleich fünf Niederlagen (1:2, 0:1, 0:1, 0:3, 1:2) und ein torloses Remis in Paris im Jahr 2005. Eben dort tritt die Mannschaft von Joachim Löw am Mittwochabend an und könnte einen Prestigeerfolg landen.

"Statistiken sind dazu da gebrochen zu werden. Wenn uns ein Sieg gelingen würde, wäre das ein guter moralischer Aspekt des Spiels für die Mannschaft", hofft Nationamannschaftsmanager Oliver Bierhoff denn auch. "Testspiele sind in diesem Jahr wichtig für uns, auch im Hinblick auf die anstehende WM-Qualifikation. Wir sind froh, in der Vorbereitung starke Gegner zu haben, wie zum Beispiel Frankreich."

Über das letzte Pflichtspiel spricht man bei der DFB-Elf nicht ganz so gerne, denn das war bekanntlich das unglaubliche 4:4 gegen Schweden in Berlin, bei dem man einen 4:0-Vorsprung noch aus der Hand gab. "Nach dem Remis gegen Schweden sind wir in der WM-Qualifikation ein wenig unter Zugzwang. Im März haben wir das Doppel-Länderspiel gegen Kasachstan. Dafür wollen wir uns Schwung holen. Das können wir, wenn wir gegen Frankreich überzeugend spielen und gewinnen. Und genau das haben wir vor", bekannte Sami Khedira vor dem ersten Länderspiel des Jahres. "Hinzukommt, dass wir mit Frankreich einen absoluten Topgegner haben. Es wird ein Spiel auf allerhöchstem Niveau, auf das ich mich sehr freue."

Dabei muss die deutsche Auswahl aber auf eine ganze Reihe an illustren Namen verzichten - Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Marco Reus, Mario Götze und Marcel Schmelzer fehlen mit größeren und kleineren Blessuren, so dass der Bundestrainer zum Ausprobieren und Umstellen gezwungen ist. "Man macht sich natürlich Gedanken als Trainer, jedoch haben wir einen sehr guten Kader zusammen. In so Spielen haben viele Spieler die Chance sich zu zeigen", findet Löw, der sich noch nicht auf eine Stammformation festlegen will: " Die Franzosen sind unter Trainer Deschamps auf einem hohen technischen und physischen Niveau. Dementsprechend müssen wir morgen eine klasse Leistung abrufen. Wir wollen den Konkurrenzkampf weiter forcieren und die Stabiliät zwischen Offensive und Defensive stärken." Nachdem es 2012 im Spiel seiner Schützlinge zu viele Aufs und Abs gab, soll 2013 nun zur "Verbesserung und Steigerung der Konzentration" genutzt werden.

Klar ist bereits, dass René Adler das deutsche Tor hüten wird und vermutlich dürfte Mario Gomez anstelle des verletzten Miroslav Klose die Speerspitze des deutschen Angriffs bilden. Für einen weiteren Spieler des FC Bayern München ist die Begegnung zwischen seiner Heimat und der Wahlheimat natürlich ein ganz besonderer Tag "Wir haben schon unsere Späße gemacht. Philipp [Lahm], Bastian [Schweinsteiger], Thomas [Müller] und die anderen. Wir hatten einiges zu lachen. Philipp und Thomas sind vermutlich meine direkten Gegner. Das wird ein schönes Duell mit den beiden", sagte Franck Ribéry. "Unsere Freundschaft spielt dann für 90 Minuten keine Rolle. Ich kenne ihr Spiel sehr gut, sie wissen aber auch, wie ich spiele. Ich bin nach wie vor Franzose, Frankreich ist meine Heimat. Aber natürlich habe ich für Deutschland ein anderes Gefühl entwickelt als für alle anderen Länder auf der Welt. Ich spreche inzwischen gut Deutsch, kenne die deutsche Mentalität. Wenn die deutsche Nationalmannschaft gewinnt, freut mich das. Aber nicht am Mittwoch."

Letzte Aktualisierung: 05.02.13 18.32MEZ

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http://de.uefa.com/worldcup/news/newsid=1916530.html#endlich+frankreich+besiegen

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