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Montenegro träumt von Brasilien

Veröffentlicht: Mittwoch, 17. Oktober 2012, 12.51MEZ
Montenegros Dejan Damjanović träumt nach seinem Siegtor gegen die Ukraine schon von der WM in Brasilien, doch er weiß auch, dass es noch ein langer Weg bis dorthin ist.
von Aleksandar Radović
aus Podgorica
Montenegro träumt von Brasilien
So sehen Sieger aus ©AFP/Getty Images

Veröffentlicht: Mittwoch, 17. Oktober 2012, 12.51MEZ

Montenegro träumt von Brasilien

Montenegros Dejan Damjanović träumt nach seinem Siegtor gegen die Ukraine schon von der WM in Brasilien, doch er weiß auch, dass es noch ein langer Weg bis dorthin ist.

Montenegros Trainer Branko Brnović erklärte nach dem 1:0-Sieg seines Teams in der FIFA-WM-Qualifikation gegen die Ukraine, dies "ist nur ein Schritt eines langen Weges", doch Torschütze Dejan Damjanović träumte schon mal davon, dass sein Tor "uns nach Brasilien bringen kann".

Damjanović traf in Kiew in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, die geschockte Ukraine rannte in der zweiten Hälfte vergebens gegen das montenegrinische Bollwerk an und konnte sich noch bei Torhüter Andrei Pyatov bedanken, der zehn Minuten vor Schluss einen Elfmeter von Stevan Jovetić parierte. Das noch immer unbesiegte Montenegro liegt in der Gruppe H gleichauf mit England – das aber mit einem Punktgewinn heute in Polen wieder alleiniger Tabellenführer wäre.

"Das war ein großer Sieg für uns, gegen eine große Mannschaft aus einem großen Land", schwärmte  Damjanović, der in der südkoreanischen K-League beim FC Seoul seine Brötchen verdient. "Unser Land ist 100 Mal kleiner als die Ukraine, aber Fußball ist ein wunderbarer Sport, in dem jeder in 90 Minuten dieselben Chancen hat. Wir haben einen sehr talentierten Kader und uns diesen Sieg redlich verdient. Ich freue mich, dass mein Tor entscheidend war und hoffe, dass es uns nach Brasilien bringen kann."

Er weiß aber auch: "Es ist viel zu früh, um so weit nach vorne zu blicken. Wir sind gerade erst am Anfang, aber als Sportler ist es doch normal, von so etwas Großem wie einer WM zu träumen und manchmal werden Träume ja auch wahr."

Brnović lobte nach dem Spiel vor allem seine Abwehr: "Wir waren sehr gut organisiert und haben sehr konzentriert gespielt, wir wussten, dass wir Platz für unsere Konter bekommen würden. Wir haben einen tollen Mannschaftsgeist gezeigt und das ist in einem so engen Spiel sehr wichtig."

Seine Mannschaft hat nun sieben Punkte nach drei Spielen auf dem Konto, doch damit ist der Trainer nicht zufrieden. "Ich muss gestehen, dass ich zwölf Punkte aus den ersten vier Spielen eingeplant hatte, aber nach dem Sieg ist unsere Ausgangslage in der Gruppe sehr, sehr gut", zeigte sich Brnović versöhnlich. "Wir müssen jetzt die Ruhe bewahren und mit beiden Beinen auf der Erde bleiben. Dieser Sieg ist wertlos, wenn wir im November nicht San Marino und im März nicht Moldawien schlagen. Nach diesen zwei Spielen können wir unsere Ziele neu definieren."

Montenegro war schon in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 nach zehn Punkten aus vier Spielen in einer ähnlichen Situation, wurde aber noch von England abgefangen. In den Play-offs scheiterte man dann an der Tschechischen Republik. "Ein guter Start ist sehr wichtig, aber das ist nur ein erster Schritt eines langen Weges. Wenn wir San Marino im November schlagen, sind wir 2012 in acht Spielen unbesiegt", sagte Brnović. "Deshalb haben wir allen Grund, vor diesen entscheidenden Spielen optimistisch zu sein."

Letzte Aktualisierung: 08.05.14 6.44MEZ

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