
Schon heute, zwei Jahre davor, beherrscht die FIFA-WM 2014 in Brasilien die Diskussionen der Schweizer Fußball-Fans. Die Enttäuschung, die UEFA Euro 2012 verpasst zu haben, ist der Vorfreude auf das Turnier am Zuckerhut gewichen – das spürt auch Ottmar Hitzfeld: “Leute rufen mir zu: ‘Wir wollen in Brasilien dabei sein. Ihr müsst es schaffen!‘“, erzählt der Nationaltrainer.
Die Zurufe der Fans sind für ihn Ansporn und Auftrag zugleich: “Wir wollen und müssen den Traum von Tausenden Schweizer Fußball-Fans erfüllen. Unser Ziel ist daher der Gruppensieg; wir wollen uns direkt qualifizieren. Dieses Selbstbewusstsein haben wir.“ Aber Hitzfeld wäre nicht Hitzfeld, würde er nicht auch sagen: “Das wird ein hartes Stück Arbeit.“
Erster Halt auf dem Weg nach Brasilien ist Ljubljana: In der slowenischen Hauptstadt werden die Schweizer Aufschluss erhalten, ob und wie leicht sich ihr Ziel realisieren lässt. “Slowenien wurde aus Topf zwei gezogen. Sie sind spielstark und schalten schnell um. Eine schwierige Aufgabe“, kündigt Hitzfeld an, um sogleich mit dem Selbstvertrauen des Erfolgstrainers anzufügen: “Trotzdem sind drei Punkte unser Ziel.“
Sicherheit gibt den Schweizern, dass sie glauben, die passende Startelf gefunden zu haben; rund ein Jahr hatte Hitzfeld Zeit, sie zu finden. Und weil ohnehin jeder weiß, wie sie aussehen wird, betreibt der Nationaltrainer auch keine Geheimniskrämerei: Vor Torwart Diego Benaglio werden in einem 4-2-3-1 Stephan Lichtsteiner, Johan Djourou, Steve von Bergen und Ricardo Rodriguez verteidigen. Als Sechser sind Valon Behrami und Gökhan Inler vorgesehen.
Und davor sollen die drei Bundesliga-Profis Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Tranquillo Barnetta mit ständigen Positionswechseln wirbeln – hinter Stoßstürmer Eren Derdiyok, einem weiteren Deutschland-Legionär. Gerade diese Namen lassen Hitzfeld hoffen: “Wir haben vorne sehr viel Qualität.“
Eher eine Randnotiz ist für ihn eine oft genannte Serie: Noch nie konnte sich die Schweiz für eine Endrunde qualifizieren, wenn sie das Quali-Startspiel verlor. Das sei zwar ein Hinweis, die Partie in Slowenien noch ernster zu nehmen, sagt Hitzfeld, große Bedeutung habe dies aber nicht: “Startspiele sind schließlich immer wichtig.“
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