
Didier Deschamps, Frankreichs Kapitän bei der siegreichen FIFA-WM 1998 und beim Triumph bei der UEFA-Europameisterschaft 2000, möchte diese Erfolge nun als Trainer der "Les Bleus" wiederholen.
Der 43-Jährige startet sein Abenteuer am Mittwoch mit einem Testspiel gegen Uruguay - der erste Auftritt der Franzosen seit dem Viertelfinalaus gegen Spanien bei der UEFA EURO 2012. "Das französische Nationaltrikot zu tragen, war mein größtes Erlebnis als Spieler", sagte er. "Es ist auch eine ungeheure Ehre, die französische Nationalmannschaft zu trainieren, unser erstes Ziel ist das Erreichen der WM-Endrunde."
Drei Jahre trainierte Deschamps Olympique de Marseille, er verabschiedete sich nach einer sehr durchwachsenen Saison mit dem Gewinn des französischen Ligapokals aus Marseille. In der Qualifikationsgruppe 1 zur WM in Brasilien bekommt es sein Team mit Welt- und Europameister Spanien zu tun, dazu noch mit Finnland, Belarus und Georgien. Deschamps zeigt sich wieder einmal als Pragmatiker: "Spanien ist der absolute Favorit, aber wir werden alles geben, um uns als Gruppensieger zu qualifizieren."
Deschamps, in seinen aktiven Jahren eine echte Führungspersönlichkeit, legt großen Wert auf Spieler, die mit ganzem Herzen bei der Sache sind. "Die Spieler müssen alles geben, weil wir die französischen Fans wieder dazu bringen müssen, die Nationalelf vorbehaltlos mit Stolz zu unterstützen", sagte er. "Es war schwer, eine gute Auswahl an Spielern zu treffen, da die Saison ja gerade erst wieder begonnen hat."
Deschamps möchte da weitermachen, wo sein ehemaliger Teamkollege und Vorgänger als Nationalcoach, Laurent Blanc, aufgehört hat. Nach der desaströsen WM 2010 gab es zuletzt ja einen deutlichen Aufwärtstrend. "Ich möchte diesen Weg weitergehen", sagte er. "Mein Ziel ist es, die gute Arbeit von Laurent fortzuführen. Aber natürlich werde ich manche Dinge auch etwas anders angehen."
So bot er Rio Mavuba nach fünfjähriger Unterbrechung die Chance auf ein Comeback im Nationalteam, zudem wird Deschamps wohl die Ein-Stürmer-Doktrin von Blanc abschaffen. "Das habe ich noch nicht entschieden", gab er sich allerdings vorsichtig, nachdem er Bafétimbi Gomis, Olivier Giroud und Karim Benzema in seinen ersten Kader berufen hatte.
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