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Schweiz – zwischen Zufriedenheit und Selbstkritik

Veröffentlicht: Donnerstag, 1. März 2012, 9.39MEZ
“Ich war beim 1:2 kurz unkonzentriert und habe wohl auch Messis Schnelligkeit etwas unterschätzt“, sagte François Affolter nach dem 1:3 der Schweiz gegen Argentinien.
von Michael Schifferle
aus Zürich
Schweiz – zwischen Zufriedenheit und Selbstkritik
François Affolter (hier gegen Pablo Zabaleta) verlebte einen rabenschwarzen Abend ©Getty Images
Veröffentlicht: Donnerstag, 1. März 2012, 9.39MEZ

Schweiz – zwischen Zufriedenheit und Selbstkritik

“Ich war beim 1:2 kurz unkonzentriert und habe wohl auch Messis Schnelligkeit etwas unterschätzt“, sagte François Affolter nach dem 1:3 der Schweiz gegen Argentinien.

Lange sah es nach einem Punktgewinn aus, am Ende machte mal wieder Lionel Messi, der dreifache Torschütze, den Unterschied. Auch wenn sich die Schweizer Protagonisten zu Recht für ein gelungenes Spiel rühmten, so entgingen auch ihnen die teils groben individuellen Fehler nicht, die am Ursprung der Pleite standen. François Affolter, der einen unglücklichen Abend erlebte, zeigte sich überaus selbstkritisch.

Ottmar Hitzfeld, Schweizer Nationaltrainer
Eine ärgerliche Niederlage, die wir unseren individuellen Fehlern in der Schlussphase zuzuschreiben haben. Ich will aber nicht François Affolter für diese Niederlage verantwortlich machen. Seine Gesamtleistung war in Ordnung, er hat ganz gut gespielt, aber sich dann am Ende wohl zu sicher gefühlt und im jugendlichen Überschwang Fehler gemacht. Er muss nun daraus lernen und noch konzentrierter spielen. Insgesamt hat man Fortschritte gesehen, wir hatten einige gute Aktionen und haben ein schönes Tor geschossen – das ist wichtig. Auch unsere Defensivleistung war lange Zeit in Ordnung, und das gegen überragende Gegenspieler.

François Affolter, Schweizer Abwehrspieler
Klar, ich bin sehr enttäuscht über das Resultat, das am Ende brutal ist. Und natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass ich meinen Anteil an der Niederlage habe. Ich war beim 1:2 kurz unkonzentriert und habe wohl auch Messis Schnelligkeit etwas unterschätzt. Aber ich bin noch jung und muss versuchen, die richten Schlüsse daraus zu ziehen.

Blerim Dzemaili, Schweizer Mittelfeldspieler
Wir haben eine ordentliche Partie gemacht, am Ende uns aber mit individuellen Fehlern um den eigentlich verdienten Lohn gebracht. Das ist schade. Es wäre etwas möglich gewesen, weil wir vor allem in der zweiten Halbzeit mutig gespielt haben. Aber gegen Argentinien brauchst du eine fehlerfreie Leistung, wenn du gewinnen willst. Und die haben wir heute nicht geliefert. Aber wir sind eine junge Mannschaft, da ist so etwas normal.

Admir Mehmedi, Schweizer Angreifer
Wir haben ein gutes Spiel gemacht, mutig nach vorne gespielt und ein weiteres Mal gezeigt, dass wir auch dem richtigen Weg sind. Dass gegen Argentinien alle Fehler gnadenlos bestraft werden, wussten wir. Aber wir werden das Positive mitnehmen. Hochs und Tiefs gehören zur Entwicklung einer Mannschaft nun mal dazu.

Letzte Aktualisierung: 07.12.12 0.54MEZ

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