Auf dem Weg nach China
Freitag, 18. November 2005
Artikel-Zusammenfassung
uefa.com liefert Ihnen einen Überblick über den momentanen Stand in den Qualifikationsgruppen für die FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen.
Artikel-Aufbau
Mit dem Sieg von England in den Niederlanden gestern Abend ging die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen für dieses Jahr zu Ende. Die Engländerinnen haben in der Gruppe 5 damit weiterhin eine weiße Weste. Mit Deutschland, dem UEFA-Fraueneuropameister des Jahres 2005, und Norwegen, dem Finalgegner der Deutschen, legten noch zwei weitere Teams einen perfekten Start hin. uefa.com liefert Ihnen einen Überblick über die bisherigen Geschehnisse.
Gruppe 1
Der norwegische Trainer Bjarne Berntsen erklärte gegenüber uefa.com, er sei "zufrieden mit der Entwicklung", die seine Mannschaft 2005 genommen habe - nicht zuletzt wegen des Finaleinzugs bei der EURO 2005™ in England. Die Skandinavierinnen zeigen nun in der WM-Qualifikation weiterhin gute Leistungen. Bisher haben sie alle drei Spiele gewonnen, bei einem Torverhältnis von 9:1. Den letzten Erfolg gab es gegen die Italienerinnen, die unter ihrem neuen Trainer Pietro Ghedin immerhin auch die beiden ersten Partien gewinnen konnten. Sollten die "Azzurre" eine realistische Chance auf den Gruppensieg und damit das Ticket nach China haben wollen, müssen sie das Rückspiel gegen Norwegen am 23. September nächsten Jahres unbedingt gewinnen. Die nächste Begegnung steigt am 25. März. Dann muss Norwegen bei den noch punktlosen Griechinnen antreten.
Gruppe 2
Schweden kam am ersten Spieltag gegen Island überraschenderweise nicht über ein Unentschieden hinaus. Danach fing sich die Mannschaft jedoch und gewann mit 6:0 gegen Belarus und mit 4:1 gegen Portugal. Die Skandinavierinnen liegen punktgleich mit der Tschechischen Republik an der Tabellenspitze, haben aber die bessere Tordifferenz. Die Tschechinnen feierten am zweiten Spieltag einen überraschenden 1:0-Sieg gegen Island, das drei Zähler dahinter auf dem dritten Platz liegt. Bei der Partie der Schwedinnen in der Tschechischen Republik am 22. April könnte bereits eine Vorentscheidung auf den Gruppensieg fallen. "Wir haben zwar sehr talentierte Spielerinnen in Schweden, aber uns fehlt einfach eine neue Victoria Svensson oder Hanna Ljungberg", meinte Trainer Thomas Dennerby.
Gruppe 3
Während Belgien ohne einen einzigen Zähler aus vier Partien abgeschlagen am Tabellenende liegt, sind die vier Top-Teams nur durch einen Punkt getrennt. Dänemark ist nach zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen und dem Unentschieden in Spanien Spitzenreiter. Die Spanierinnen haben zwar ebenfalls sieben Punkte auf ihrem Konto, aber bereits eine Partie mehr absolviert. Die Favoriten dieser Gruppe waren Dänemark und der EURO 2005™-Halbfinalist Finnland, doch nach der Heimniederlage der Finninnen gegen Spanien am dritten Spieltag ist die Gruppe noch absolut offen. Die Entscheidung fällt aller Voraussicht nach im kommenden Sommer, wenn Dänemark zwei Mal kurz hintereinander auf Finnland trifft.
Gruppe 4
Vier der fünf Teams dürften laut geseufzt haben, nachdem sie in eine Gruppe mit dem amtierenden Welt- und Europameister Deutschland gelost worden waren. Tina Theune-Meyer hat das Traineramt an Silvia Neid übergeben, aber dennoch ist alles beim alten geblieben: Deutschland ist im europäischen Frauenfußball das Maß aller Dinge. Der Titelverteidiger erzielte in den ersten drei Partien 13 Treffer, und nur der Russin Galina Komarova ist es gelungen, die deutsche Torfrau Silke Rottenberg zu bezwingen. Die Russinnen haben ihre ersten drei Begegnungen gewonnen, doch dann mit 1:5 gegen Deutschland verloren. Dennoch liegen sie souverän vor Irland und Schottland, die beide erst einen Zähler haben, auf dem zweiten Rang.
Gruppe 5
In dieser Gruppe fällt die Entscheidung wahrscheinlich erst am 30. September 2006, dem letzten Spieltag. Dann gastiert England in Frankreich. Die Französinnen hatten einen miserablen Start und verloren zu Hause gegen die Niederlande mit 0:1. Danach folgten jedoch klare Siege gegen Österreich und Ungarn. Die Engländerinnen erzielten gegen Ungarn rekordverdächtige 13 Tore und gewannen danach noch gegen Österreich mit 4:1 sowie in den Niederlanden mit 1:0. Sollten die Holländerinnen am nächsten Spieltag (25. März) gegen Ungarn gewinnen und Frankreich am Tag darauf in England triumphieren, hätten alle drei Nationen nach vier Spieltagen neun Punkte auf ihrem Konto - eine interessante Konstellation.