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Acht Tore vor der Auslosung

Kapitänin Birgit Prinz und Trainerin Silvia Neid haben hohe Erwartungen für FIFA-Frauen-WM-Gastgeber Deutschland, nachdem Nigeria im letzten Testspiel vor der Auslosung mit 8:0 geschlagen wurde.

Inka Grings und Birgit Prinz feiern das erste Tor gegen Nigeria
Inka Grings und Birgit Prinz feiern das erste Tor gegen Nigeria ©Getty Images

Gastgeber Deutschland blickt gespannt auf die Gruppenauslosung der FIFA-Frauen-WM am kommenden Montag. Vermutlich wird jeder der DFB-Elf gern aus dem Wege gehen, nachdem sie ihre Form am Donnerstag in Leverkusen beim 8:0 gegen Afrikameister Nigeria eindrucksvoll untermauert hat.

Vor 8 100 Fans lag Deutschland dank Toren von Inka Grings, Kerstin Garefrekes und Birgit Prinz bereits nach 19 Minuten mit 4:0 in Front, Prinz schlug kurz vor der Halbzeit zum 5:0-Pausenstand zu. Nach der Unterbrechung war weiter nur die Elf von Silvia Neid am Drücker, so dass Alexandra Popp in der 62. Minute das nächste Tor feiern durfte, bevor Garefrekes ihren Hattrick mit zwei weiteren Treffern komplettierte. Es war Deutschlands höchster Sieg seit dem 11:0 gegen Argentinien bei der WM 2007.

Neid, die ihre stärkste Elf aufbot und auch in der Halbzeit nur zwei Mal tauschte, sagte: "Wir haben von Anfang an sehr konzentriert gespielt, dann hatte Nigeria keine Lust mehr. In der Defensive haben wir hervorragend zusammengespielt und schön nach vorn gespielt. Das Spiel stimmt mich optimistisch." Prinz, die nun auf 128 Tore in 208 Länderspielen kommt - beides ist Europarekord - fügte hinzu: "Das war ein schöner Jahresabschluss."

Abgesehen von einer seltenen Niederlage gegen die USA (0:4) im Mai, war Deutschland dieses Jahr gut in Form, so gab es im September ein 5:0 gegen Kanada in Dresden und in Wolfsburg im letzten Monat ein 2:1 gegen Australien. "Wir haben die Spiele gegen Kanada und Australien so ernst genommen wie Qualifikationsspiele", so Neid.

Kapitänin Prinz und ihre Vereinskollegin Ariane Hingst hatten kürzlich erst angedeutet, dass sie ihre Länderspielkarrieren nach der WM im Juni/Juli des kommenden Jahres wohl beenden würden, nachdem sie bei den Titelgewinnen 2003 und 2007 ebenso mit dabei waren den Seriensiegen bei UEFA-Europameisterschaften. Nun aber liegt der Fokus erst mal auf der Gruppenauslosung am Montag und Deutschlands Eröffnungsspiel am 26. Juni im Berliner Olympiastadion.

"Man spürt ja schon die Vorfreude auf die WM", sagte die 33-jährige Prinz. "Also, ich freue mich darauf, in vollen Stadien bei der WM spielen zu dürfen. Wir wollen Weltmeister werden. Die Öffentlichkeit erwartet das sowieso, davon unabhängig haben wir das aber auch als unser Ziel definiert. Wir sind selbstbewusst genug, um uns mit Überzeugung ein solches Ziel zu stecken."

Trainerin Neid, die seit 2005 verantwortlich zeichnet, kann es kaum abwarten, am Montag bei der Auslosung in Frankfurt endlich die Gegner kennenzulernen. Der letzte Teilnehmer wird am Samstag ermittelt, wenn Italien versucht, in den Play-offs zwischen der UEFA und CONCACAF einen 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel in Italien in den USA nun noch zu drehen.

"Ich bin gespannt, und ich freue mich darauf. Weil die Auslosung ganz konkrete Hinweise für unsere Arbeit liefern wird. Wir werden wissen, gegen wen wir in der Gruppenphase spielen werden und welche möglichen Konstellationen es im weiteren Turnierverlauf geben könnte", sagte Neid. "Wir werden uns nach der Auslosung über unsere Gegner informieren und ihre Spielerinnen und Spielweise analysieren. Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Vorbereitung."

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