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2015: Blackstenius macht Schwedens goldenen Sommer perfekt

Stürmerin Stina Blackstenius schrieb die Rekordbücher um, als sie Schweden in Israel zum Titel bei der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen führte.
2015: Blackstenius macht Schwedens goldenen Sommer perfekt
Schweden feiert seinen Triumph ©Sportsfile

2015: Blackstenius macht Schwedens goldenen Sommer perfekt

Stürmerin Stina Blackstenius schrieb die Rekordbücher um, als sie Schweden in Israel zum Titel bei der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen führte.

"Wir kamen mit ihrer Nummer 9 nicht klar", sagte Maren Meinert, nachdem Deutschland im Halbfinale der UEFA-19-Europameisterschaft für Frauen 2015 gegen Schweden verloren hatte. Diesen Satz hat man in Israel öfters gehört.

Vor zwölf Monaten hatte Vivianne Miedema die Niederlande zum ersten Titel geführt, dieses Jahr wurde Schweden von einer ähnlich dominanten Spielerin angeführt. Stina Blackstenius hatte den Torrekord schon geknackt, und im Finale präsentierte sie ihr unglaubliches Talent ein weiteres Mal – Spanien hatte nicht den Hauch einer Chance.

Die Stürmerin von Linköping war nicht aufzuhalten, sie war das "Tier", wie ihre Spielführerin Nathalie Björn sie bezeichnet hatte. Die spanischen Spielerinnen konnten ihr nur verdutzt zusehen, als sie zwei Tore in der ersten Halbzeit erzielte. Insgesamt kam sie so 2014/15 auf 20 Tore – in nur 10 Einsätzen.

"Gegen eine Spielerin wie sie ist es schwer", gab Spaniens Trainer Jorge Vilda zu. "Es ist so, als ob man gegen ein Team mit Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi spielt – wenn sie so viel besser sind als der Rest, ist es schwer, sie in Schach zu halten."

Highlights: Spanien - Schweden 1:3

Dies gelang Vildas Mannschaft einige Zeit lang – sie konnten zehn Minuten vor Schluss sogar das Anschlusstor schießen – doch Blackstenius, die abschließend noch das 3:1 von Filippa Angeldal vorbereitete, konnten sie nicht mehr stoppen.

Beide Halbfinalspiele gingen ins Elfmeterschießen, Spanien besiegte Frankreich und Schweden bezwang Deutschland nach einem 3:3, das Trainer Calle Barrling als das beste Jugendspiel, das er jemals gesehen hat, bezeichnete. Schweden war gegen Deutschland nur zwei Minuten vom Ausscheiden entfernt, und in der Qualifikation erzielten sie in den letzten 60 Sekunden einen Treffer, der zulasten von Italien zum Weiterkommen reichte.

Englands Weiterkommen war sogar noch dramatischer, da ein Elfmeter nach einem Fehler der Schiedsrichterin, fünf Tage nachdem er in der 94. Minute gegen Norwegen gegeben worden war, nochmals ausgeführt werden musste. Leah Williamson behielt die Nerven und schoss ihre Mannschaft in die nächste Runde. Beide Teams spielten in Gruppe B erneut gegeneinander und blieben dort hinter Spanien und Deutschland zurück, auch wenn Norwegen überraschenderweise Deutschland mit 2:0 schlagen konnte.

Nach zwei Spielen der Gruppe A stand fest, dass Frankreich und Schweden weiterkommen würden; Israel, das die Erwartungen bei der ersten Endrundenteilnahme übertraf, erzielte sein erstes Tor. Doch die wichtigsten Tore schoss Blackstenius, und nach der U21-EURO der Männer vor einem Monat gewann Schweden auch die U19-EURO der Frauen.

Ergebnisse der Endrunde
Gruppe A: Frankreich - Dänemark 1:0, Israel - Schweden 0:3; Schweden - Dänemark 1:0, Israel - Frankreich 0:4; Dänemark - Israel 2:1, Schweden - Frankreich 0:1
Gruppe B: England - Deutschland 1:2, Spanien - Norwegen 4:0; England - Spanien 1:3, Deutschland - Norwegen 0:2; Norwegen - England 0:0, Deutschland - Spanien 1:0
Halbfinale: Frankreich - Spanien 1:1 n.V. (4:5 i.E.), Deutschland - Schweden 3:3 n.V. (2:4 i.E.)
Finale: Spanien - Schweden 1:3

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