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2014: Niederlande glänzen in Norwegen

Diese Endrunde war so ausgeglichen wie noch keine zuvor. Dank Vivianne Miedema setzten sich die Niederlande letztendlich durch und holten zum ersten Mal den Titel.

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2014: Niederlande glänzen in Norwegen

Diese Endrunde war so ausgeglichen wie noch keine zuvor. Dank Vivianne Miedema setzten sich die Niederlande letztendlich durch und holten zum ersten Mal den Titel.

Der Sommer 2014 war ein goldener für Norwegen, die UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen fand unter strahlendem Sonnenschein und bei Rekordtemperaturen statt. Besonders stach dabei eine Angreiferin mit Eiswürfeln in ihren Adern hervor.

Vivianne Miedema wäre beinahe gar nicht nach Oslo mitgefahren. Sie hatte zwar gerade erst ihren 18. Geburtstag gefeiert, dennoch war sie schon eine gestandene A-Nationalspielerin mit elf Toren bei zehn Einsätzen. Nach intensiven Gesprächen mit den niederländischen Trainern und ihrem neuen Arbeitgeber FC Bayern München trat sie die Reise dann aber doch an – und sie drückte dem Turnier ihren Stempel auf.

Das Unentschieden gegen die Gastgeber am ersten Spieltag verpasste sie noch wegen einer Leistenverletzung, ehe sie gegen Schottland erstmals glänzte. In den ersten 24 Minuten erzielte sie zwei Treffer selbst und erzwang zudem ein Eigentor. In der Pause wurde sie dann vorsichtshalber ausgewechselt - ohne sie mussten die Niederlande noch einmal zittern, Schottland kam noch auf 2:3 heran.

Schottland hatte zuvor mit 2:0 gegen Belgien gewonnen, das in der Qualifikation Deutschland ausgeschaltet hatte. An diese Leistung konnten die Belgierinnen aber nicht anknüpfen, sie verloren alle drei Partien. Schottland kassierte zum Abschluss der Gruppe A noch ein deutliches 0:5 gegen Norwegen.

©Sportsfile

Miedema machte sechs Tore

Im Halbfinale rückte Miedema wieder in den Mittelpunkt, als sie gegen die Republik Irland dreimal traf - Andre Koolhof nannte sie anschließend ein "Phänomen". Für Irland war das 0:4 eine bittere Pille, schließlich hatte die Mannschaft von der grünen Insel bis dahin ein beeindruckendes Debütturnier gespielt.

Mit Siegen gegen den späteren Finalisten Spanien, England und Schweden ist Irland mit der maximalen Punktzahl ins Halbfinale eingezogen. Die Spanierinnen schafften es ebenfalls dorthin, nach ihrer Auftaktniederlage ließen sie zwei 2:0-Siege folgen.

©UEFA.com

Die Tabellen nach der Vorrunde

Jorge Vildas Team beendete in der Vorschlussrunde die norwegischen Träume von einem Triumph im eigenen Land, für Trainer Jarl Torske endete seine 14-jährige Amtszeit mit einer bitteren Enttäuschung. Beim Finale im Ullevaal Stadion war es neben der Sonne dann wieder Miedema, die alles überstrahlte.

Spanien war über weite Strecken die dominierende Mannschaft - "die bessere Mannschaft", wie beide Trainer nach Schlusspfiff zu Protokoll gaben. Als Miedema in der 21. Minute aber ihre Chance bekam, nutzte sie diese eiskalt aus. Mit einem herrlichen Heber über die zu weit vor ihrem Tor postierte Sara Serrat erzielte sie ihren sechsten Turniertreffer und sorgte so dafür, dass die Niederlande als erster Name auf dem neuen Pokal eingraviert wurden.

Ergebnisse der Endrunde
Gruppe A:
NOR - NED 0:0, BEL - SCO 0:2; NOR - BEL 2:1, NED - SCO 3:2; SCO - NOR 0:5, NED - BEL 1:0
Gruppe B: ENG - SWE 0:2, IRE - ESP 1:0; ENG - IRE 1:2, SWE - ESP 0:2; ESP - ENG 2:0, SWE - IRE 1:2 
Halbfinale: NOR - ESP 0:2, IRE - NED 0:4
Finale: ESP - NED 0:1

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http://de.uefa.com/womensunder19/history/season=2014/index.html#ruckblick+2014