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2014: Vivianne Miedema

Vivianne Miedema hätte es beinahe nicht zur Endrunde 2014 geschafft, letztendlich aber war sie es, die die Niederlande zum Triumph trieb.
2014: Vivianne Miedema
Vivianne Miedema (Niederlande) ©Sportsfile

2014: Vivianne Miedema

Vivianne Miedema hätte es beinahe nicht zur Endrunde 2014 geschafft, letztendlich aber war sie es, die die Niederlande zum Triumph trieb.

"Sie haben mich hierher gebracht, damit ich Tore schieße. Und wenn ich nicht treffe, dann höre ich davon. Ich denke, dass sie nun glücklich mit mir sind."

Vivianne Miedema, eine Meisterin des Understatements. Ihre sechs Tore bei der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen 2014 wurden von ihren Kolleginnen mit zunehmender Begeisterung gefeiert, während die Nummer 9 dies mit einem Lächeln und hoch erhobenem Arm tat. Bei ihrem sechsten Tor, dem einzigen Treffer im Endspiel, sprang sie sogar ein wenig in die Höhe.

Miedema hätte beinahe nicht in Norwegen gespielt. Am ersten Spieltag wurde sie erst 18, war aber bereits A-Nationalspielerin, hatte in zehn Länderspielen elf Tore geschossen. Und gerade erst war sie zum FC Bayern München gewechselt. Klub- und Nationalmannschaftstrainer waren sich einig, dass Miedema zu den Titelkämpfen anreisen sollte, obwohl sie an einer Leistenverletzung litt, wegen der sie an ihrem Geburtstag nicht spielen konnte.

©Sportsfile

Miedema (rechts) nach ihrem letzten Tor

Die verlorene Zeit holte sie augenblicklich auf, als sie in ihrem ersten Spiel - gegen Schottland - innerhalb von 24 Minuten gleich zweimal traf und ein Eigentor erzwang. Gegen Belgien ging sie zwar leer aus, aber beim 4:0 gegen die Republik Irland schlug sie wieder zu – und das gleich dreimal.

Und auch im Finale zeigte sie ihre Klasse. Die Niederlande standen lange Zeit mit dem Rücken zur Wand, sodass beide Trainer nach der Partie sagten, dass Spanien die bessere Mannschaft gewesen sei. Aber Oranje hatte Miedema. 21 Minuten waren noch zu spielen, da schlug die Stürmerin abermals zu, mit einem herrlichen Heber über Sara Serrat. Es war ihr sechstes Tor bei dieser Endrunde, keine andere Spielerin hatte mehr als zweimal getroffen.

"Rechter Fuß, linker Fuß – für mich ist das alles das Gleiche. Ich schieße mit dem Fuß, der gerade am nächsten ist." Und warum kann sie ihre Tore nicht richtig feiern? "Natürlich bin ich glücklich, aber ich zelebriere meine Treffer etwas weniger enthusiastisch als die anderen. So bin ich halt." So ist Vivianne Miedema.

Letzte Aktualisierung: 01.08.14 13.01MEZ

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