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2002: Viola Odebrecht

Viola Odebrecht war der Kopf hinter Deutschlands Triumph in Schweden, wo der zweimalige UEFA-U18-Europameister für Frauen auch die erste Ausgabe der U19-Endrunde gewinnen konnte.
2002: Viola Odebrecht
Viola Odebrecht im Trikot von Deutschland ©Bongarts

2002: Viola Odebrecht

Viola Odebrecht war der Kopf hinter Deutschlands Triumph in Schweden, wo der zweimalige UEFA-U18-Europameister für Frauen auch die erste Ausgabe der U19-Endrunde gewinnen konnte.

Deutschland hatte 2000 und 2001 die letzten beiden Ausgaben der UEFA-U18-Europameisterschaft für Frauen gewonnen und war fest entschlossen, bei der ersten U19-Endrunde in Schweden den dritten Streich zu landen. Und genau das ist der DFB-Auswahl auch gelungen, maßgeblichen Anteil daran hatte Viola Odebrecht.

Die Mittelfeldspielerin ist ein Produkt der hervorragenden Jugendarbeit des 1. FFC Turbine Potsdam. Odebrecht war gerade einmal 15 Jahre alt, als sie 1998 ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga gab, und kurze Zeit später stieß sie bereits zur Juniorinnen-Nationalmannschaft. In der Qualifikation zur U18-Endrunde 2001 absolvierte sie ihr erstes Pflichtspiel. Deutschland sollte jedes Spiel bei europäischen Juniorinnen-Turnieren gewinnen, wenn sie auf dem Platz stand.

Beim Finalsieg 2001 war Odebrecht unter den Torschützen, 2002 war sie das Herz und der Kopf der DFB-Elf. Beim 3:2-Auftaktsieg gegen Les Bleuettes zeigte sie eine überragende Leistung und wurde zur Spielerin des Spiels gewählt. Die gleiche Ehrung erfuhr sie beim 2:0-Erfolg über Spanien, wo sie das erste Tor vorbereitete und das zweite selbst erzielte. Nach dem 1:0-Sieg gegen den Gastgeber stand Deutschland im Halbfinale gegen England, doch dort konnte Odebrecht wegen einer Knöchelverletzung nicht von Beginn an auflaufen.

Deutschland lag zur Pause zwar mit 1:0 in Führung, doch das Mittelfeld war nicht so dominant wie gewohnt, und so wurde Odebrecht eingewechselt. Danach wurde Deutschland besser und brachte den Sieg über die Zeit. Im Finale wartete dann erneut Frankreich. Sandrine Rouquet brachte die Französinnen in Führung, doch Deutschland schlug durch Isabelle Bachor und Barbara Müller zurück. 20 Minuten vor Schluss traf dann auch Odebrecht, was die Technische Studiengruppe der UEFA mit der neuerlichen Wahl zur Spielerin des Spiels belohnte.

Dieser Erfolg war nur der Beginn für Odebrecht, die im folgenden Jahr ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte und 2003 bei der FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen triumphierte. 2004 gewann sie das deutsche Double mit Potsdam und eine olympische Bronzemedaille, ehe der Triumph im UEFA-Frauenpokal folgte. Anschließend ging sie in die USA, wo sie bei Florida State University Senimoles zu einem Star wurde und vom Magazin Soccer Buzz in die Mannschaft des Jahres gewählt wurde.

Letzte Aktualisierung: 15.08.11 9.33MEZ

http://de.uefa.com/womensunder19/history/season=2002/goldenplayer/index.html#2002+viola+odebrecht