Dänemark holt ersten Titel

Dänemark hat vor allem durch seine Auswärtsstärke die erste UEFA-U18-Europameisterschaft für Frauen gewonnen.

Denmark fans
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Vor der ersten UEFA-U18-Europameisterschaft für Frauen hatte es in der Vergangenheit zwar bereits einige Juniorinnen-Turniere gegeben, doch das erste offizielle Pflichtspiel in dieser Altersgruppe fand am 23. September 1997 statt, als Schweden in der Vorrunde mit 26 Teams auf die Ukraine traf.

Schweden gewann diese Partie in Sandviken mit 8:0, Petra Johnsson traf bereits nach sieben Minuten und Therese Lundin erzielte einen Dreierpack. Gegen Litauen gab es einen 19:0-Erfolg, dabei machte Lundin sogar fünf Tore und führte ihr Team damit zum Gruppensieg. In den nächsten beiden Monaten wurden die restlichen sieben Viertelfinalisten ermittelt: Norwegen, Russland, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Italien und Frankreich.

Frankreich war die einzige Nation, die nicht mit der maximalen Punktzahl in die nächste Runde einzog, nach dem Unentschieden gegen England kam man nur wegen der besseren Tordifferenz weiter. Im April und Mai 1998 fanden die Hin- und Rückspiele der Viertelfinals statt. Deutschland unter Silvia Neid setzte sich als erste Mannschaft durch, nach einem 2:1-Sieg in Norwegen folgte drei Tage später ein 3:2-Heimerfolg.

Vier Tage danach standen auch die drei anderen Halbfinalisten fest. Schweden gewann zu Hause mit 1:0 und in Perugia mit 4:0 gegen Italien, während Frankreich gegen Russland auf ein 1:0 zu Hause ein 2:0 in Selyatino folgen ließ. Die Niederlande und Dänemark lieferten sich ein enges Duell, nach einer 0:1-Heimniederlage triumphierte Dänemark auswärts mit 2:1 und setzte sich damit aufgrund der Auswärtstorregel durch.

Gegen Deutschland holte Dänemark im Halbfinal-Hinspiel zu Hause ein 0:0. Im Rückspiel in Flensburg erzielte Signe Højen Andersen in der 57. Minute das goldene Tor zu Gunsten der Gäste. Mit einem rein skandinavischen Finale sollte es allerdings nichts werden, denn Schweden scheiterte mit 3:5 nach Elfmeterschießen an Frankreich.

Im Unterschied zu den nächsten Jahren wurde auch das Finale in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Diesmal war Dänemark auch zu Hause stark, Majbritt Knudsen traf in Åbenrå nach sechs und 86 Minuten. Eine Woche später in Niederbronn-les-Bains besorgte Lydie Devaud nach zehn Minuten das 1:0 für Frankreich, doch Gitte Pedersen gelang kurz vor der Pause das wichtige Auswärtstor zum Ausgleich.

Karina Pedersen machte in der 73. Minute schließlich alles klar. Isabelle Le Denmat und Ellen Pogeat trafen zwar noch für Frankreich, doch die Gastgeber hätten noch zwei weitere Tore benötigt. So stand es beim Schlusspfiff insgesamt 5:4 für Dänemark, das damit erster Europameister war.