Die offizielle Website des europäischen Fußballs

Turnier-Geschichte der U19-EURO für Frauen

Wie bei den A-Nationalmannschaften der Frauen ist auch bei den UEFA-U19-Europameisterschaften für Frauen Deutschland die dominierende Nation, doch andere Teams kommen immer näher.
Turnier-Geschichte der U19-EURO für Frauen
Deutschland jubelt über den Titelgewinn 2011 ©Sportsfile

Turnier-Geschichte der U19-EURO für Frauen

Wie bei den A-Nationalmannschaften der Frauen ist auch bei den UEFA-U19-Europameisterschaften für Frauen Deutschland die dominierende Nation, doch andere Teams kommen immer näher.

Wie bei den A-Nationalmannschaften der Frauen ist auch bei den UEFA-U19-Europameisterschaften für Frauen Deutschland die Nation, die es zu schlagen gilt, auch wenn die Konkurrenz in letzter Zeit gewaltig aufholen konnte. Zwischen 2000 und 2007 holte die DFB-Elf fünf Titel, ehe 2011 der sechste folgte, doch zweimal verpasste man auch die Qualifikation für die Endrunde.

U18-Anfänge
Deutschland kam beim ersten Turnier 1997/98, welches noch als U18-Turnier ausgetragen wurde, nicht über das Halbfinale hinaus, wo der spätere Sieger Dänemark Endstation war. Auch in der folgenden Saison blieb die Trophäe in Skandinavien, genauer in Schweden, bevor die deutsche Elf einen Vorgeschmack auf das gab, was in den kommenden Jahren folgen sollte, als sie hintereinander gegen Spanien und Norwegen den Titel holte.

Zur Saison 2001/02 wurde das Format dann auf U19 gewechselt, was Deutschland nicht davon abhielt, sich nach einem 3:1-Finalsieg gegen Frankreich im Finale in Helsingborg zum dritten Mal in Folge den Titel zu sichern. Damit war Frankreich schon zum zweiten Mal in einem Finale geschlagen worden, nachdem sie auch beim ersten Turnier unterlegen waren, aber beim dritten Mal – 2003 – machten sie es besser.

Gastgeber Deutschland schied schon nach der Gruppenphase aus und öffnete den Französinnen dadurch den Weg zum Titelgewinn, der durch das 2:0 im Finale gegen Norwegen Realität wurde. Doch die Rückkehr der deutschen Mannschaft war beeindruckend. Im Folgejahr erzielten sie 23 Tore, unter anderem sieben beim 7:0-Sieg gegen Spanien im letzten Gruppenspiel. Aber im Finale sah alles ganz anders aus: Spanien besiegte die DFB-Elf völlig überraschend mit 2:1 und sicherte sich den Titel.

Spanien verpasste im folgenden Jahr die Qualifikation für das Turnier in Ungarn 2005. Russland gewann das Finale nach Elfmeterschießen mit 6:5 gegen Frankreich, Elena Danilova war mit neun Toren der Star des Turniers und auch 2005/06 die Führende in der Torjägerliste.

Im Halbfinale verlor Russland jedoch mit 0:4 gegen Deutschland, bevor die Mannschaft von Maren Meinert durch ein 3:0 im Finale gegen Frankreich den vierten Turniersieg feierte. Die Zwillingsschwestern Isabel und Monique Kerschowski trafen dabei beide in beiden Spielen. Das Duo war auch 2007 in Island mit von der Partie und Monique traf beim 2:0-Finalsieg nach Verlängerung gegen England.

Neue Gewinner
In der darauffolgenden Saison verlor die deutsche Mannschaft im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Norwegen, das anschließend das Finale in Frankreich mit 0:1 gegen Italien verlor, als Alice Parisi in der 71. Minute einen Elfmeter verwandelte. 2009 sollte das Jahr von England werden. Das Team von Mo Marley war im Finale in Belarus zu stark für Schweden, doch zwölf Monate später wendete sich das Blatt, als Frankreich durch einen 2:1-Sieg gegen England zum zweiten Mal den Titel holte.

2011 setzte sich Deutschland in beeindruckender Manier wieder die Krone auf, gegen eine junge norwegische Mannschaft feierte die DFB-Auswahl einen 8:1-Rekordsieg im Endspiel. Doch im folgenden Jahr schaffte das DFB-Team nicht einmal die Qualifikation zur Endrunde und konnte seinen Titel so nicht verteidigen. Schuld daran war Schweden, das sich später auch den Titel durch ein 1:0 gegen Spanien holte. Malin Diaz sorgte mit ihrem goldenen Tor dafür, dass es bei zwölf Turnieren damit sieben verschiedene Sieger gab.

2013 war wieder Frankreich an der Reihe und holte gegen England seinen dritten Titel. Bei der Endrunde 2014 war keine der dominanten Nationen vertreten, auch Deutschland nicht, und die Niederlande konnten sich erstmals die Krone aufsetzen. Vivianne Miedema führte ihr Team zum Sieg, genauso wie zwölf Monate später Stina Blackstenius, als es Schweden als erst drittes Team schaffte, den Titel öfter als einmal zu gewinnen. Frankreich triumphierte 2016 gegen die Spanierinnen, die ihr drittes Endspiel in Folge verloren.

Sieger (Gastgeber)
2002: Deutschland (Schweden)
2003: Frankreich (Deutschland)
2004: Spanien (Finnland)
2005: Russland (Ungarn)
2006: Deutschland (Schweiz)
2007: Deutschland (Island)
2008: Italien (Frankreich)
2009: England (Belarus)
2010: Frankreich (EJRM)
2011: Deutschland (Italien)
2012: Schweden (Türkei)
2013: Frankreich (Wales)
2014: Niederlande (Norwegen)
2015: Schweden (Israel)
2016: Frankreich (Slowakei)
2017: ??? (Nordirland)
2018: ??? (Schweiz)

http://de.uefa.comhttp://de.uefa.com/womensunder19/history/index.html