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Einleitung

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Technischer Bericht

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Die Endrunde der UEFA-U17-Europameisterschaft der Frauen war die vierte mit einer Teilnehmerzahl von acht Mannschaften - und die zehnte Endrunde insgesamt. Erstmals wurde ein Juniorinnen-Turnier in der Tschechischen Republik durchgeführt, doch angesichts des Erfolgs und hoher Zuschauerzahlen (es wurden neue nationale Rekorde und Wettbewerbs-Bestwerte aufgestellt) war es wohl nicht die letzte Endrunde in diesem Land.

Die Gastgeber waren zum zweiten Mal in Folge bei einer Endrunde dabei, nachdem man sich bereits 2016 in Belarus qualifiziert hatte. Auch die Niederlande nahmen zum zweiten Mal teil. Der Rest des Teilnehmerfeldes hatte deutlich mehr Erfahrung: Deutschland (9 Teilnahmen), Spanien (8), Frankreich (7) und England (5) gehören zu den Stammgästen, außerdem war Norwegen zum vierten Mal dabei und die Republik Irland durfte sich über die dritte Teilnahme freuen.

Das Turnierformat sah erneut zwei Vierergruppen vor. Titelverteidiger Deutschland traf dabei auf Spanien (Endspielgegner von 2016), Frankreich und Gastgeber Tschechische Republik. In der zweiten Gruppe kämpften England, die Republik Irland, Norwegen und die Niederlande um die zwei Halbfinaltickets. Insgesamt 15 Partien wurden in Pilsen, Domažlice, Přeštice und Příbram bestritten. In Příbram wurde zum Start des Turniers ein brandneues Stadion eingeweiht, welches in Zukunft möglicherweise als zweites Frauenfußball-Leistungszentrum des Landes dienen soll.

©Sportsfile

Die Teams wurden auf zwei Hotels in der Brauerei-Stadt Pilsen aufgeteilt. Die längste Anreise für eine Mannschaft betrug weniger als 90 Minuten. Vier Partien fanden im Stadion von Pilsen statt, dort wo sonst der dreimalige tschechische Meister Viktoria Plzeň seine Heimspiele austrägt. Eine Partie davon musste wegen Regens verschoben werden, außerdem fand hier das denkwürdige Finale statt. Domažlice und Příbram trugen je drei Gruppenspiele und ein Halbfinale aus.

An den ersten beiden Spieltagen gab es bereits Anstoßzeiten um 11 Uhr MEZ. Der Fotbalová asociace České republiky (FAČR, Tschechischer Fußballverband) lud Schulklassen ein, die abseits des Geschehens außerdem an Breitenfußball-Events teilnehmen konnten. Das tschechische Fernsehen und Eurosport übertrugen mehrere Partien live.

Julia-Stephanie Baier aus Österreich wurde aus einer Gruppe von 16 Unparteiischen ausgewählt, um ihr erstes Finale zu leiten. Die 28-Jährige, die wie alle Kolleginnen Schulungen und Training von UEFA-Schiedsrichter-Beobachtern erhielt, hofft darauf, bei vielen weiteren Großevents die Teams auf den Rasen führen zu dürfen. Auf jeden Fall wird sie das Turnier aufgrund des hohen Ausbildungswertes in guter Erinnerung behalten.

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Stichwort Ausbildung: Alle Spieler und Betreuer der acht Teilnehmer nahmen an Seminaren teil, wo es um Anti-Doping und die Bekämpfung von Spielmanipulation ging. Dies ist bei Nachwuchsturnieren mittlerweile Standard.

Das Team der Technischen Beobachter der UEFA bestand aus Monika Staab aus Deutschland sowie Anna Signeul aus Schweden. Ihre Beobachtungen bilden die Basis dieses Technischen Berichts, der neben seiner protokollarischen Funktion auch als nützliche Informationsquelle für alle Trainer von Nachwuchsmannschaften gedacht ist.

https://de.uefa.com/womensunder17/season=2017/technical-report/index.html#einleitung