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2016: Caroline Siems

Der entscheidende Elfmeter der nervenstarken Caroline Siems im Finale der U17-EURO der Frauen gegen Spanien symbolisierte die herausragende Turnierleistung der deutschen Linksverteidigerin in Belarus.
von Patrick Hart
2016: Caroline Siems
Deutschlands Caroline Siems feiert ihren entscheidenden Treffer vom Punkt gegen Spanien ©Sportsfile

2016: Caroline Siems

Der entscheidende Elfmeter der nervenstarken Caroline Siems im Finale der U17-EURO der Frauen gegen Spanien symbolisierte die herausragende Turnierleistung der deutschen Linksverteidigerin in Belarus.

Sinnbildlich für ihre herausragende Leistung im gesamten Turnier war es Caroline Siems, die im Finale der UEFA-U17-Europameisterschaft der Frauen in Borisov den entscheidenden Elfmeter für Deutschland verwandelte und ihrer Mannschaft dadurch den Titel bescherte.

Die dynamische Linksverteidigerin hatte bis dahin ein ausgezeichnetes Turnier gespielt, das am 16. Mai 2016 in diesem Moment den Höhepunkt erreichte. Siems schritt selbstbewusst in Richtung Punkt und setzte die Kugel sicher unter den Querbalken zum 3:2-Endstand für Deutschland. Ihr Treffer machte den Unterschied zwischen den beiden besten Mannschaften der Turniers, Spanien und Deutschland.

Die Offensivqualitäten der beidfüßigen Nr. 3 kamen bereits beim 0:0 gegen Italien am zweiten Spieltag zum Vorschein, als Siems mit mehreren guten Distanzschüssen die gefährlichste Offensivspielerin des Nachmittags war, die zudem des Öfteren bei schnellen Kontern nach innen zog.

Sowohl bei den Deutschen als auch im Team der Spanierinnen nahmen die Außenverteidiger eine wichtige Rolle im Aufbauspiel ein und wurden auch in der Offensive fest eingebunden. Bei Deutschland entlastete eine tiefer stehende Mittelfeldspielerin Caroline Siems oder Sarai Linder auf dem anderen Flügel.

Das Elfmeterschießen im Finale

Während der Gruppenphase in Belarus feierte Siems ihren 17. Geburtstag und war im überwiegend körperlich großen und robusten deutschen Kader eher eine der kleineren und zierlicheren Spielerinnen, die ihre Gegner in allen Situationen überrannte. Vanessa Ziegler, Klara Bühl, Marie Müller und Tanja Pawollek erzielten die insgesamt zehn Tore der deutschen Mannschaft in diesem Turnier, doch die Leistung von Siems wurde davon trotzdem nie überschattet. Sie war mehr als nur eine ebenbürtige Leistungsträgerin in einem Kader voller Talente.

Giulia Gwinn und Janina Minge konnten ihre Elfmeter nach dem torlosen Remis gegen Titelverteidiger Spanien in der Borisov-Arena ebenfalls verwandeln. Am Ende war es jedoch Siems, die den ultimativen Nerventest bestand und Deutschland bei der fünften Finalteilnahme den fünften Titelgewinn bescherte.

Letzte Aktualisierung: 08.08.16 11.44MEZ

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