Deutschland als Gruppensieger ins Viertelfinale

Deutschland hat mit einem ungefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Russland als Erster der Gruppe B das Viertelfinale erreicht, wo es am Samstag in Rotterdam gegen Dänemark gehen wird.

Die DFB-Elf gewann vor 6.458 Zuschauern im Galgenwaard-Stadion von Utrecht durch verwandelte Foulelfmeter von Babett Peter (10.) und Dzsenifer Marozsán (56.) mit 2:0 (1:0).

Bundestrainerin Steffi Jones nahm gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Italien vier Veränderungen vor: In der Außenverteidigung durften wie schon im Auftaktspiel gegen Schweden wieder Carolin Simon und Anna Blässe ran, die gegen Italien noch durch Isabel Kerschowski und Leonie Maier ersetzt worden waren. Lena Goeßling gab ihr Turnierdebüt, dafür nahm die gelbvorbelastete Josephine Henning auf der Bank Platz. Im Mittelfeld nahm Sara Doorsoun den Platz von Linda Dallmann ein. Im russischen Team gab es gegenüber der 0:2-Niederlage gegen Schweden keine Veränderungen.

Die DFB-Elf begann druckvoll und hatte nach nicht einmal 90 Sekunden den Torschrei auf den Lippen, als Mandy Islacker nach einem Pass von Anja Mittag den Ball im Netz versenkte, doch Schiedsrichterin Monika Mularczyk entschied auf Abseits. Dann ging es aber ganz schnell.

Erst wehrte Russlands Torhüterin Tatyana Shcherbak noch einen Schuss von Doorsoun ab, doch in der Folge ging Islacker nach einem Gerangel mit Anna Koschnikowa zu Boden, Babett Peter verwandelte den Foulelfmeter sicher (10.). Doch wie angekündigt versteckte sich Russland nicht, Elena Danilova prüfte mit einem abgefälschten Schuss erstmals DFB-Keeperin Almuth Schult (13.).

In der intensiv geführten Partie war es dann noch einmal Doorsoun, die aus der Distanz Shcherbak zu einer Parade zwang (18.). Distanzschüsse waren auf dem noch feuchten Rasen ein probates Mittel und so versuchte es auch Sara Däbritz mit einem Fernschuss (26.). Deutschland blieb überlegen, fand aber keine Lücke in der russischen Abwehr. Deutschland kam einem zweiten Treffer nah, als Peter nach einer Marozsán-Ecke aufs Tor köpfte, Shcherbak den Ball aber mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenkte (30.).

Nach Zuckerpass von Kristin Demann hatte Däbritz den zweiten deutschen Treffer auf dem Fuß, doch sie schob den Ball am langen Pfosten vorbei (40.). Kurz vor der Pause wurde der DFB-Elf ein erneuter Treffer wegen Abseits verweigert, Anja Mittag hatte nach Flanke von Marozsán per Kopf getroffen (45.).

Mit Hasret Kayikci für Mandy Islacker ging es in die zweite Halbzeit, die DFB-Elf war weiter spielbestimmend, aber etwas fahrig in den Aktionen. Doch dann hielt Margarita Chernomyrdina Däbritz im Strafraum am Trikot fest, Marozsán verwandelte flach und sicher zum 2:0 (56.). Und fast hätte Doorsoun nach Pass von Marozsán einen dritten Treffer nachgelegt, doch die Latte stand im Weg (57.).

Deutschland erspielte sich nun Chance um Chance, Mittag schob den Ball aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei (61.). Aus dem Spiel wollte der DFB-Elf einfach kein Treffer gelingen, Kayikci scheiterte mit einem Drehschuss (68.), Mittags abgefälschter Linksschuss ging ebenfalls am Tor vorbei (71.). Und die eingewechselte Lina Magull jagte den Ball über das Tor (73.). In der Schlussphase plätscherte die Partie dann dem Ende entgegen, ohne dass weitere Treffer fielen.