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Oranje trotz bitterem Aus stolz

Die niederländische Mittelfeldspielerin Annemieke Kiesel-Griffioen fühlte nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus gegen England eine "Mischung aus Enttäuschung und Stolz."

Shanice van de Sanden (links) und Kirsten van de Ven nach der Niederlage
Shanice van de Sanden (links) und Kirsten van de Ven nach der Niederlage ©Getty Images

Für die Niederlande ist die UEFA WOMEN'S EURO 2009™ nach der Halbfinal-Niederlage gegen England zwar vorbei, doch trotz des bitteren Ausscheidens mit einem Gegentreffer vier Minuten vor dem Schlusspfiff haben die Oranje bei ihrer ersten Teilnahme an einem großen Turnier alle Erwartungen übertroffen.

England im Endspiel
Die Truppe von Vera Pauw, die in der Gruppenphase die Ukraine und Dänemark geschlagen hatte und Frankreich im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kegelte, hatte sich am Sonntagabend in Tampere wohl schon auf ein weiteres Elfmeterschießen eingestellt. Doch dann köpfte Jill Scott die englische Nationalmannschaft nach einer Ecke doch noch zum Sieg. Annemieke Kiesel-Griffioen war bei der EM in Finnland die überragende Regisseurin der Niederländerinnen. Sie stand ganz nah vor ihrem zweiten großen europäischen Finale in diesem Sommer, nachdem sie schon mit dem FCR 2001 Duisburg im Mai den UEFA-Frauenpokal gewonnen hatte.

Gemischte Gefühle
"Es ist eine Mischung aus einer großen, großen Enttäuschung, weil wir so nah davor standen, und auf der anderen Seite großem Stolz über unsere Leistung heute und während des ganzen Turniers", sagte die 29-Jährige gegenüber uefa.com. Kiesel-Griffioen findet aber dennoch, dass England ein würdiger Finalist ist. "Sie haben eine gute Mannschaft, eine wirklich gute Mannschaft", sagte sie. "Wir wussten, dass wir defensiv gut stehen mussten und ich denke, dass wir das gut gemacht haben. Am Ende hatten wir einfach Pech, weil das Tor vier Minuten vor dem Ende gefallen ist."

Blick nach vorne
Pauw fand, dass ihre Mannschaft in dieser Saison reifer aufgetreten ist als zuvor. Währenddessen träumt Kiesel-Griffioen von weiteren Turnieren, denn schon bald geht es in die Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen 2011. Auftaktgegner wird am 24. Oktober Norwegen sein, das heute im anderen Halbfinale gegen Deutschland spielt. "Ich denke, dass wir uns als Mannschaft bei dieser EM richtig gut verkauft haben", sagte sie. "Ich glaube, dass man jetzt weiß, wer wir sind. Ich hoffe, dass dies keine Eintagsfliege war, sondern wir uns in der WM-Qualifikation sogar noch verbessern können - das werden wir als nächstes angehen."