Die Endrundenteilnehmer der Frauen-EURO: Topf 3

Neben dem früheren Halbfinalisten Dänemark und Italien befinden sich Island und Debütant Schottland in Topf 3 bei der Auslosung der UEFA Women's EURO 2017 am Dienstag.

Dänemark gewann in der Qualifikation gegen Schweden
Dänemark gewann in der Qualifikation gegen Schweden ©Anders Kjærbye/dbufoto.dk

Neben dem früheren Halbfinalisten Dänemark und Italien befinden sich Island und Debütant Schottland in Topf 3 bei der Auslosung der UEFA Women's EURO 2017 am Dienstag. Wir stellen das Quartett vor.

  • Die vier Töpfe (Livestream von der Auslosung am Dienstag um 17:30 Uhr MEZ in Rotterdam)

Topf 1: Niederlande (Gastgeber, Gruppe A), Deutschland (Titelverteidiger), Frankreich, England
Topf 2:
Norwegen, Schweden, Spanien, Schweiz
Topf 3:
Italien, Island, Schottland, Dänemark
Topf 4:
Österreich, Belgien, Russland, Portugal

  • Topf 3 Profile
©Getty Images

Italien
2013: Viertelfinale
Bestes Euro-Abschneiden: Finalist (1993, 1997)
Qualifiziert als: Zweiter der Gruppe 6, S6 U0 N2, Tore: 26:8, Punkte: 18
Trainer: Antonio Cabrini
Aufgepasst auf: Melania Gabbiadini (Sturm, Verona)

Rückspiegel: Lediglich Norwegen bringt es wie Italien auf elf erfolgreiche Qualifikationsphasen und die Azzurre haben bisher immer das Viertelfinale erreicht. Trotzdem fährt man nicht als Favorit in die Niederlanden. In der Qualifikation verlor Italien zuhause und auswärts gegen die Schweiz und nach dem Rücktritt von Angreiferin Patrizia Panico (aktuell Trainerin der U16-Junioren) fehlt vorne die Durchschlagskraft.

Seit der UEFA Women's EURO 2013 konnte man nur einen Teilnehmer der kommenden Endrunde bezwingen (Schottland im Jahr 2015), dennoch darf eine Mannschaft um Sara Gama, Alice Parisi und Gabbiadini (Schwester von Napolis Manolo) nicht unterschätzt werden.

©ABFF

Island
2013:
Viertelfinale
Bestes Euro-Abschneiden: Viertelfinale (2013)
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 1, S7 U0 N1, Tore: 34:2, Punkte: 21
Trainer: Feryr Alexandersson
Aufgepasst auf: Sara Björk Gunnarsdóttir (Mittelfeld, Wolfsburg)

Rückspiegel: Lange vor dem beeindruckenden Auftritt der Männer bei der UEFA EURO 2016 konnten sich die Frauen in der Elite etablieren. Schon 2009 war Island für die Endrunde qualifiziert und zog vier Jahre später als Gruppenerster in die K.-o.-Runde ein. In der Qualifikation hatte Island keine Mühe und ließ nur am letzten Spieltag bei der Niederlage gegen Schottland Punkte liegen.

Island lebt vor allem von den Toren von Margrét Lára Vidarsdóttir sowie den langjährigen Leistungsträgerinnen Hólmfrídur Magnúsdóttir, Harpa Thorsteinsdóttir und Gunnarsdóttir sowie Dagný Brynjarsdóttir und Fanndís Fridriksdóttir. In der Vergangenheit war es aber oft so, dass Island vor allem in den wichtigen Spielen zu viele Gegentore kassierte.

©FFM

Schottland
2013: Play-offs
Bestes Euro-Abschneiden: Erstmals dabei
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 1, S7 U0 N1, Tore: 30:7, Punkte: 21
Trainer:
Anna Signeul
Aufgepasst auf: Kim Little (Sturm, Arsenal)

Rückspiegel: Im Jahr 2009 unterlag man in den Play-offs nur aufgrund der weniger geschossenen Auswärtstore gegen Russland und vier Jahre später kassierte Schottland zwei späte Gegentore in der Verlängerung gegen Spanien. Oft waren die Schottinnen also ganz dicht dran, nun hat man die Qualifikation souverän gemeistert.

Die Schwedin Signeul ist die dienstälteste Trainerin bei der Endrunde, sie ist bereits seit 2005 im Amt. Sie kann auf mehrere Spielerinnen zählen, die die Marke von 100 Länderspielen bereits erreicht haben oder kurz davor stehen: Torhüterin Gemma Fay, die Abwehrspielerinnen Rachel Corsie, Ifeoma Dieke und Jennifer Beattie, die Mittelfeldspielerinnen Jo Love und Leanne Ross sowie die Stürmerinnen Kim Little und Jane Ross. Schottland hat allerdings in den letzten Testspielen gegen Norwegen, Schweden und die Niederlande hohe Niederlagen kassiert, es bleibt also noch eine Menge Arbeit für Signeul, um ihre Spielerinnen bis zum Sommer fit zu bekommen.

©Anders Kjærbye/dbufoto.dk

Dänemark
2013: Halbfinale
Bestes Euro-Abschneiden: Halbfinale (1984, 1991, 1993, 2001, 2013)
Qualifiziert als: Zweiter der Gruppe 4, S6 U1 N1, Tore: 22:1, Punkte: 10
Trainer:
Nils Nielsen
Aufgepasst auf: Pernille Harder (Sturm, Linköping)

Rückspiegel: Dänemark hat bei großen Turnieren viele Jahre auf einen guten Lauf warten müssen, 2013 war es dann mal wieder soweit (auch wenn man von fünf Spielen keines in der regulären Spielzeit gewinnen konnte und das Los über den Einzug ins Viertelfinale entscheiden musste). Die Qualifikation zur Endrunde 2017 begann schleppend, dann steigerte man sich und feierte am Ende einen beeindruckenden Sieg gegen Schweden.

Dänemark verfügt über eine Reihe an talentierten Angreiferinnen wie Harder, Nadia Nadim, Sanne Troelsgaard, Johanna Rasmussen und Katrine Veje. Torhüterin Stina Petersen schaffte bei der Endrunde 2013 den Durchbruch, als sie für die verletzte Heidi Johansen in die Mannschaft rückte. Ihre Abwehr hat in der Qualifikation nur ein Gegentor kassiert.

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