Die Endrundenteilnehmer der Frauen-EURO: Topf 2

Neben den früheren Europameistern Norwegen und Schweden befinden sich Spanien und Debütant Schweiz bei der Auslosung der UEFA Women's EURO 2017 am Dienstag in Topf 2.

Schweden feiert nach seinem Triumph bei einem Olympischen Qualifikationsturnier im März mit den Niederlanden, der Schweiz und Norwegen
Schweden feiert nach seinem Triumph bei einem Olympischen Qualifikationsturnier im März mit den Niederlanden, der Schweiz und Norwegen ©Getty Images

Neben den früheren Europameistern Norwegen und Schweden befinden sich Spanien und Debütant Schweiz bei der Auslosung der UEFA Women's EURO 2017 am Dienstag in Topf 2. Wir stellen das Quartett vor.

  • Die vier Töpfe (Livestream von der Auslosung um 17:30 Uhr MEZ in Rotterdam)

Topf 1: Niederlande (Gastgeber, Gruppe A), Deutschland (Titelverteidiger), Frankreich, England
Topf 2: Norwegen, Schweden, Spanien, Schweiz
Topf 3: Italien, Island, Schottland, Dänemark
Topf 4: Österreich, Belgien, Russland, Portugal

  • Topf 2 Profile
©FFK Press/Sergey Nadtochey

Norwegen
2013: Zweiter
Bestes EURO-Abschneiden: Sieger (1987, 1993)
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 8, 7S 1U 0N Tore: 29:2 Punkte: 22
Trainer/in: Vakant
Aufgepasst auf: Ada Hegerberg (Sturm, Lyon)

Rückspiegel: Im Männerfußball spricht man von Deutschland als "Turniermannschaft". Bei den Frauen ist Norwegen dieser Titel vorbehalten. Bei den letzten drei EUROs standen sie zweimal im Endspiel und 2009 im Halbfinale, womit sie die Erwartungen deutlich übertrafen. Schließlich waren ihre jeweiligen Mannschaften nicht mit den Teams vergleichbar, die 1995 den Weltmeistertitel oder 2000 den Olympiasieg holten. 

Wie bereits vor vier Jahren haben die Norwegerinnen nach der Qualifikation ihren Trainer ausgetauscht. Diesmal war es Roger Finjord, der das Team verließ. Sein Nachfolger wird auf eine durchschlagskräftige Offensive zurückgreifen können, in der unter anderem Hegerberg, "Beste Spielerin in Europa 2015/16 der UEFA", die wieder genesene Caroline Graham Hansen und Isabell Herlovsen spielen.

©Boris Kharchenko

Schweden
2013:
Halbfinale
Bestes EURO-Abschneiden: Sieger (1984)
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 4, S7 U0 N1 Tore: 22:3 Punkte: 21
Trainerin: Pia Sundhage
Aufgepasst auf: Lotta Schelin (Sturm, Rosengård)

Rückspiegel: Schweden wurde vor vielen Turnieren hoch gehandelt, konnte die Erwartungen dann aber nicht erfüllen. (2005 verloren sie im Halbfinale und 2009 im Viertelfinale gegen ihre Nachbarn aus Norwegen). Doch nachdem sie 2011 bei der Weltmeisterschaft Bronze holten, sind sie nach der Rückkehr von Sudhage erstarkt.

Beim Endrunden-Turnier 2013 konnte nur Deutschland durch ein 1:0 das Traumfinale gegen Norwegen verhindern. Bei Olympia in Rio stand zwar wieder Deutschland im Weg, doch Schweden hatte nach Siegen über die USA und Brasilien bewiesen, dass sie sich auch in K.-o.-Spielen gut verkaufen können. Allerdings kostete sie eine Niederlage gegen Dänemark im letzten Qualifikationsspiel eine Top-Setzposition für die EURO-Auslosung.

©Getty Images

Spanien
2013: Viertelfinale
Bestes EURO-Abschneiden: Halbfinale (1997)
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 2, S8 U0 N0 Tore: 39:2 Punkte: 24
Trainer:
Jorge Vilda
Aufgepasst auf: Verónica Boquete (Sturm, Paris Saint-Germain)

Rückspiegel: 2013 schafften sie nach 16 Jahren wieder die Qualifikation für die Endrunde. Zuvor hatten die Jugendmannschaften der Spanierinnen bereits immer wieder vielversprechende Ergebnisse abgeliefert. So kam es auch, dass mit Vilda ein ehemaliger Jugendtrainer das Nationalteam nach einem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft übernahm.

Ihr Herzstück besteht aus Spielerinnen von Barcelona und Atlético Madrid und dem Pariser Duo Boquete und Irene Paredes. Sie alle haben das Zeug dazu, den absoluten Durchbruch zu schaffen. Leistungen wie der 3:2-Sieg gegen England bei der Endrunde 2013 haben gezeigt, wozu sie in der Lage sind.

©Getty Images

Schweiz
2013: Vierter der Qualifikationsgruppe
Bestes EURO-Abschneiden: Erste Qualifikation
Qualifiziert als: Sieger der Gruppe 6, S8 U9 N0 Tore: 34:3 Punkte: 25
Trainerin: Martina Voss-Tecklenburg
Aufgepasst auf: Ramona Bachmann (Sturm, Wolfsburg)

Rückspiegel: Wie auch Spanien konnte die Schweiz jetzt auch mit ihrer A-Nationalmannschaft an die Erfolge aus dem Juniorinnenbereich anknüpfen. Der Durchbruch war das Erreichen der letzten Weltmeisterschaft. Dort gelangten sie durch einen 10:1-Sieg gegen Ecuador ins Achtelfinale.

In der Qualfikation zu ihrer ersten EURO-Endrunde lief es noch vielversprechender. Sie konnten dabei unter anderem Italien zweimal bezwingen. Die frühere deutsche Nationalspielerin Voss-Tecklenburg hat es geschafft, das Potenzial des Teams um Bachmann, Lara Dickenmann und Ana-Maria Crnogorčević zu entfalten.

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