
Nach dem heutigen torlosen Remis gegen Weltmeister Japan in Coventry haben die Schwedinnen weiter berechtigte Hoffnungen auf die erste Olympia-Medaille im Frauenfußball - aber möglicherweise sind die Gedanken schon ein Jahr voraus.
Denn in genau einem Jahr steigt das Endspiel der UEFA Women's EURO 2013 in der neuen Solna Arena in der Nähe von Stockholm. Schweden, 1984 allererster Titelträger, ist eine Weltmacht im Frauenfußball, konnte aber seitdem keine große Trophäe mehr gewinnen, doch nach der Bronzemedaille bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2011 sind die Hoffnungen groß, beim Turnier nächsten Juli triumphieren zu können. Die Gastgeber haben große Pläne, wie Trainer Thomas Dennerby gegenüber UEFA.com erklärte.
UEFA.com: Dank der WM-Leistungen haben Sie sich für Olympia qualifizieren können. Wie wichtig ist es, Pflichtspiele bestreiten zu können, angesichts der Tatsache, dass sich Schweden als Gastgeber nicht für die EURO qualifizieren muss?
Thomas Dennerby: Es ist wirklich schön, in dieser Situation zu sein. In Schweden gibt es hohe Erwartungen an das Frauenteam, damit müssen wir umgehen können. Bei der EURO 2009 waren wir einer der großen Favoriten und sind damit nicht klargekommen [Pleite im Viertelfinale gegen Norwegen]. Letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft gab es keine allzu großen Erwartungen, weshalb das Team befreiter aufspielen konnte. Ich hoffe darauf, dass wir es schaffen, dass die Spielerinnen mit der Situation umgehen können, auch wenn wir zum Favoritenkreis zählen.
UEFA.com: Sind die Olympischen Spiele eine wichtige Vorbereitung für 2013?
Dennerby: Ja, natürlich - ein Turnier zu Hause, das ist ein Traum für jede Spielerin. Es wird ein wirklich schönes Turnier in Schweden werden, und natürlich wird Schweden dank des Heimvorteils einer der Favoriten sein.
UEFA.com: Spielerinnen wie Marta und Anja Mittag sind dieses Jahr nach Schweden gewechselt. Wie werten Sie das?
Dennerby: Ich sehe das sehr positiv, denn Spielerinnen von diesem Niveau heben das Niveau der gesamten Liga an. Aber für den Trainer der Nationalmannschaft ist es auch eine schwierige Situation, denn in Schweden spielen etwa 60 Ausländerinnen - das ist sehr viel. Das bedeutet, dass unsere U19- und U23-Spielerinnen richtig darum kämpfen müssen, in der Liga zum Einsatz zu kommen. Das ist eine harte Situation, aber für die Liga und die Öffentlichkeit ist es sehr positiv.
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