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Technische Diskussionsthemen

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Frankfurts Bianca Schmidt war eine effektive Flügelspielerin ©Sportsfile

Technische Diskussionsthemen

"Die interessante Frage für Trainer ist, ob Frankfurts Sieg einen Trend auslösen wird, mit einer Dreierabwehr zu spielen", kommentierte Anna Signeul aus dem technischen Team der UEFA am Morgen nach dem Finale in Berlin. "Das System wurde auch vom FC Bayern beim Gewinn der Frauen-Bundesliga eingesetzt; ich denke, Potsdam spielte in der vorherigen Saison mit der gleichen Anordnung; und ich kann mir vorstellen, dass viele Trainer über diese Option für die nächste Saison genau nachdenken werden."

Tatsächlich war der Wechsel zu einer Dreierabwehr beim 1. FFC Frankfurt eine Antwort auf einen 0:2-Halbzeit-Rückstand im Bundesliga-Spiel gegen die Bayern. Colin Bell wechselte zu einer Formation, die die Anordnung des Münchner Teams widerspiegelte und wurde mit einer weitaus eindrucksvolleren Leistung im zweiten Durchgang belohnt. Obwohl VfL Wolfsburgs Standardaufstellung ein klassisches 1-4-4-2 war, hatte Ralf Kellermann immer die Dreierabwehr als Joker in Petto, wie im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain, als sein Team eine 0:2-Pleite aus dem Hinspiel in Deutschland wettmachen musste. "Oft haben sie sogar nur mit zwei Spielerinnen in der Abwehr gespielt", berichtete Hope Powell, die technische Beobachterin der UEFA beim Rückspiel in Paris, "da Noelle Maritz, eine aus der Dreierabwehr, oft über die rechte Seite nach vorne stürmte. Sie waren dazu in der Lage, dies zu tun, da sich Paris, um seinen Vorsprung zu schützen, weit zurückzog und die Wolfsburger Abwehr mit nur einer Spielerin attackierte."

Brøndby IF experimentierte während des Auswärtsspiels im anderen Halbfinale ebenfalls mit einer Dreierabwehr, Per Nielsen entschied sich dabei anfangs, Frankfurts 1-3-5-2-Formation widerzuspiegeln. Das Urteil über die Effektivität dieses Systems wird natürlich durch das eindeutige Ergebnis von 7:0 für Frankfurt beeinflusst. Für das Rückspiel in Dänemark kehrte Nielsen zu einer 1-4-2-3-1-Formation mit schnellen Umstellungen zu einer 4-5-1-Verteidigung zurück.

©Getty Images

Kerstin Garefrekes bekleidete nach dem Weggang von Jessica Fischlock eine andere Rolle

Nachdem sie Frankfurt verfolgt hatte, skizzierte Anne Noë prägnant das Grundgerüst ihrer Anordnung: "Drei Verteidigerinnen immer am rechten Platz; zwei Flügelspielerinnen, die angreifen und verteidigen; eine defensive Mittelfeldspielerin; zwei weitere kreative Mittelfeldspielerinnen; und zwei Angreiferinnen, die vorne blieben." So war es im Viertelfinale, als Jessica Fishlock, die vor dem Ende ihrer Ausleihe von Seattle Reign FC noch das Frankfurter Trikot mit der 28 trug, das Spiel im Mittelfeld kontrollierte. "Sie spielte eine entscheidende Rolle", erklärte Bell, "und das mussten wir ausgleichen, als sie uns verließ. Wir mussten unser System ein wenig optimieren. Im Endspiel interpretierte Kerstin Garefrekes den Job ein wenig anders, aber wie Anja Palusevic äußerte, "die Vielseitigkeit der Spielerinnen war ein zentrales Element. Fünf Spielerinnen, die im Angriffsdrittel rotierten. Frankfurt hat bis vor kurzem noch nicht so gespielt, und es liegt an der guten Arbeit des Trainers, dass das System so gut funktioniert."

"Die Dreierabwehr ist als Einheit sehr gut organisiert", fügte Vanessa Martínez hinzu. "Sie wussten genau, wann sie maximalen Druck auf den Ball ausüben mussten, und ihre Bewegungsabläufe kamen direkt aus einem Trainerhandbuch."

"Ich denke, so wie sie das Dreierabwehr-System interpretieren, ist es sehr effektiv", pflichtete Anna Signeul bei, "Peggy Kuznik war immer sehr aufmerksam, ihre beiden Kolleginnen abzusichern, und agierte als … na ja, nicht so sehr als Libero, aber sicherlich als Organisatorin. Ein weiterer wichtiger Faktor des Systems ist natürlich die Art und Weise, wie die beiden Flügelspielerinnen Bianca Schmidt und Simone Laudehr ihre Aufgaben anpackten." Bell war sich der hohen Anforderungen bewusst, und als Paris in der Schlussphase des Endspiels drauf und dran war, die Kontrolle zu übernehmen, schickte er auf den wichtigen Außenpositionen frische Spielerinnen auf das Spielfeld.

Abgesehen von den bereits erwähnten Abwandlungen, um sich auf den jeweiligen Gegner oder veränderte Spielsituationen einzustellen, waren die Standardformationen der Viertelfinalisten 1-4-2-3-1 (Brøndby IF, Glasgow City FC, Linköpings FC), 1-4-3-3 (Paris, FC Rosengård) oder 1-4-4-2 (Bristol Academy WFC, Wolfsburg). Die Frage ist, ob die 1-3-5-2-Anordnung angesichts des Frankfurter Erfolgs an Beliebtheit gewinnen wird.

Gefragte Torhüterinnen

Elisabeth Loisel über die Saison 2014/15

Eine der Schlüsselkomponenten in den K.-o.-Runden war das Niveau der Torhüterinnen, das sich in letzter Zeit fundamental verbessert hat (auf Nationalmannschafts- und auf Klubebene), was auch an den zur Verfügung stehenden Torhütertrainern, deren Einbringung deutlich sichtbar ist, liegt. Den Kreis der möglichen Kandidatinnen einzuengen, als es darum ging, die Mannschaft der Saison zu benennen, war eine Herausforderung für die technischen Beobachter, die beispielweise besonders lobend Lee Alexander (Glasgow), Mary Earps (Bristol) oder Katrine Abel (Brøndby) hervorhoben – vor allem Alexander für ihre heldenhaften Taten, die in den beiden Partien gegen Paris heftigere Niederlagen verhinderten. Deutliche Pleiten für ihre Teams mögen ihre Anspr��che sabotiert haben, ihre Leistungen wurden dadurch aber nicht geschmälert. Frankfurts Torhüterinnen konnten dagegen nicht so glänzen, da sie nur selten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen mussten.

Das Endspiel in Berlin verdeutlichte den Trend in Richtung Torhüterinnen, die nicht auf der Torlinie klebten, wenn ihre Teams in Ballbesitz waren, effektiv den Bereich hinter der Abwehrreihe absicherten und bei Kontern, die über lange Bälle eingeleitet wurden, zur Stelle waren. Die Torhüterinnen waren gefordert, bei Rückpässen zur Verfügung zu stehen und den Ball vernünftig zu verarbeiten. Aber es gab auch Spiele, in denen die Torhüterinnen wegen des hohen Pressings des Gegners dazu genötigt wurden, das Leder weit nach vorne zu befördern. Die Verbesserung in den Gesamtstandards wurde von Rosengårds Zecira Musovic untermalt, die in den Worten von Anja Palusevic, "die jüngste Spielerin auf dem Feld war, und doch Selbstvertrauen sowie Ruhe ausstrahlte und sehr gut auf der Linie war".

Aufbau über die Flügel

©Getty Images

Aurélie Kaci in Aktion für Paris

Ein unverzichtbarer Bestandteil bei den Topteams waren Anna Signeul zufolge "Außenverteidigerinnen mit hohem Niveau sowohl im Angriff als auch in der Abwehr". Wie zuvor erwähnt, schaffte Frankfurts 1-3-5-2-Anordnung eine Grundlage für schnelle Kombinationen über die Flügel. Die Offensive von Paris baute schwer auf hinterlaufende Außenverteidigerinnen – vor allem die Verbindung von Laure Boulleau und Aurélie Kaci auf der linken Seite stellte Wolfsburg im Halbfinale vor ernste Probleme. In der Wolfsburger Aufstellung entwickelte sich Luisa Wensing zu einer schnellen hinterlaufenden Rechtsverteidigerin, die ihre Offensivvorstöße mit guten Vorlagen abrundete, aber auch ihre defensiven Pflichten mit knackigen Zweikämpfen und der Fähigkeit, das Spiel lesen zu können, nicht vernachlässigte. Rosengårds Offensive verließ sich zumeist auf Martas Tricks, unterstützt von Ali Rileys Beteiligung als hinterlaufende Linksverteidigerin. Rechtsverteidigerin Theresa Nielsen spielte eine wichtige Rolle in der Formation von Brøndby, wo Katrine Veje und Chirine Lamti, die Mittelfeldspielerinnen auf den Außenbahnen, sehr hoch operierten. Frankfurts Außenspielerinnen dienten als perfektes Beispiel für die Qualitäten von modernen Außenverteidigerinnen.

Verteilt auf mehrere Schultern

Die beiden Finalisten verdeutlichten den Trend in Richtung auf ein Aufbauspiel, das auf Ballbesitz ausgelegt ist und von hinten heraus über Passstafetten aufgezogen wird. Aber die meisten Teams, wenn sie den Ball im Defensivdrittel erobert hatten, operierten auf der Basis von Innenverteidigerinnen, die sich auf dem Feld verteilten, und Außenverteidigerinnen, die ins Mittelfeld vorrückten, um den Ball zugespielt zu bekommen. Für Innenverteidigerinnen war es erforderlich, mehr als nur Zweikampf- und Kopfball-Fähigkeiten beizusteuern. Babett Peter, neben Nilla Fischer im Herzen der Wolfsburger Viererabwehrreihe, war, wie Anja Palusevic beobachtete, "eine beständige und zuverlässige Innenverteidigerin, die das Spiel gut lesen kann und beim Spielaufbau mit guten Pässen glänzt". Charlotte Rohlin war in der gleichen Rolle wichtig beim Aufbau von Linköpings Angriffen. Die Topteams hatten Innenverteidigerinnen, die mit dem Ball umgehen konnten, selbst unter Druck. Ohne diese Qualitäten hatten einige Teams Probleme beim Spielaufbau von hinten heraus und waren dazu gezwungen, mit langen Bällen zu operieren, die generell leicht vom Gegner abgefangen wurden, so dass die nächste Angriffswelle aufgebaut werden konnte.

©Getty Images

Frankfurts Verónica Boquete

Im modernen Spiel hat sich auch die Definition für die Spielmacher-Rolle weiterentwickelt. Die klassische Nr. 10 ist heutzutage eine seltene Spezies, Angriffe werden inzwischen von den defensiven Mittelfeldspielerinnen initiiert, die wie die Innenverteidigerinnen in der Lage sind, die Bälle vernünftig auf die Außenpositionen zu verteilen. Im Endspiel veranschaulichten Frankfurts Verónica Boquete und Dzenifer Marozsán die neue Art von Mittelfeldmotoren, die dank ihrer Technik und Ballsicherheit bei hohem Tempo immer wieder Torchancen kreierten. Marozsan war in dieser Funktion herausragend und steuerte acht Assists bei. In der Pariser Aufstellung spielte Shirley Cruz Traña eine ähnliche Rolle, wobei sie jedoch in Berlin in zwei unterschiedlichen Rollen agierte; zunächst als zurückgezogene Organisatorin und während des zweiten Durchgangs sollte sie in der Frankfurter Abwehr für Chaos sorgen, indem sie weiter nach vorne rückte und den Gegner immer wieder unter Druck setzte.

Bei Wolfsburg spielte Alexandra Popp zwei verschiedene Rollen: als Stürmerin oder als bewegliche offensive Mittelfeldspielerin, die ihre offensiven und defensiven Aufgaben mit großer Ausdauer erledigte. Mit vier Toren und zwei Assists war sie im Angriffsspiel ihres Teams ein Schlüsselelement. Bei Rosengård agierte Marta von einer tieferen Mittelfeldposition heraus und hatte dabei Stürmerin Ramona Bachmann an ihrer Seite, die sich immer wieder fallen ließ, um den Ball zu erhalten und dank ihrer Dribblings sowie Passqualitäten gemeinsame Angriffe zu starten. Die Topteams hatten somit mehrere Spielerinnen, die in der Lage waren, gemeinsame Angriffe, die sie vom Mittelfeld schnell ins Angriffsdrittel führten, aufzubauen.

Tore, Tore und nochmals Tore

©AFP/Getty Images

Célia Šašić schoss Tor um Tor

Colin Bell beharrt darauf, dass "die Leute Tore sehen wollen", und mit 42 Treffern erzielte Frankfurt fast 20 Prozent aller in den K.-o.-Runden gefallenen Tore. Célia Šašić war mit 14 Treffern, darunter sieben im Halbfinale und der Führungstreffer im Finale, eine der entscheidenden Spielerinnen des Wettbewerbs. 34 von insgesamt 52 Abschlüssen gingen direkt auf das gegnerische Gehäuse – in anderen Worten waren zwei Drittel ihrer Abschlüsse präzise. Hinter ihr in der Torschützenliste waren ihre Teamkolleginnen Boquete und Marozsán zwei von drei Spielerinnen, die sechs Mal trafen. Wolfsburg und Frankfurt demonstrierten mit zehn bzw. neun verschiedenen Torschützinnen ihre Unberechenbarkeit und Flexibilität beim Verwerten von Torchancen.

Die Sturmpartnerin von Šašić im Endspiel, Ana Maria Crnogorčevič, zählte dagegen nicht zu den Frankfurter Torschützinnen. Der Champion war eines von drei Teams im Viertelfinale, die regelmäßig mit zwei Angreiferinnen aufliefen. Die anderen Mannschaften setzten auf eine einzelne Stürmerin.

Insgesamt wurden in den K.-o.-Runden 219 Treffer erzielt, was einem Durchschnitt von 3,59 pro Spiel entspricht. In der kompletten UEFA Women's Champions League 2014/15 landete der Ball 437 Mal in Netz, das sind im Schnitt vier Tore pro Spiel.

Wie die Tore erzielt wurden

©Getty Images

Emma Madsen war die einzige Spielerin, die ab dem Viertelfinale nach einer Ecke per Kopf traf

Von den 51 Toren, die in den Spielen, die von den technischen Beobachtern der UEFA verfolgt wurden, erzielt wurden, entstanden knapp 30 Prozent nach Standardsituationen. Fünf Tore waren jedoch Elfmeter, und direkte Freistoßtore gab es überhaupt nicht zu bewundern. Die Frage ist, ob im Training oder bei der Spielentwicklung direkte Freistöße vernachlässigt werden. Etwa 15 Prozent der Treffer rührten von Ecken her, obwohl nur ein Tor (Emma Madsens Führungstreffer für Brøndby beim 1:1-Remis gegen Linköping) dem klassischen Muster Ecke + Kopfball entsprach. Drei Tore wurden erzielt, als die Ecke nicht ausreichend geklärt wurde, während ein Klärungsversuch den Weg für einen Distanztreffer ebnete.

Von den 36 Toren, die gegen Ende des Wettbewerbs aus dem Spiel heraus erzielt wurden, waren 28 Prozent die Folge von Passstafetten. Ein gleicher Prozentsatz findet sich bei Toren nach Vorlagen von den Außenpositionen in Form von Flanken oder von Bällen, die von der Torauslinie zurückgelegt wurden.

Obwohl die Topteams auf ein schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff eingestellt sind, konnten nur zwei Tore Kontern direkt zugeordnet werden – Frankfurt erzielte beide in den Spielen bei Bristol und Brøndby. Im Großen und Ganzen waren die Innenverteidigerinnen aufmerksam bei langen Zuspielen Richtung Stürmerinnen, nachdem der Gegner den Ball im Defensivdrittel erobert hatte. Auch die Torhüterinnen waren bei langen Bällen bei Konterversuchen generell auf der Hut. Wolfsburg versuchte häufig, kollektive Gegenangriffe nach der erfolgreichen Abwehr von gegnerischen Ecken und Freistößen einzuleiten, aber keiner dieser Konter resultierte in einem Treffer.

Knapp unter 14 Prozent der Tore fielen nach Kopfbällen – fünf der sieben Tore teilten sich die beiden deutschen Klubs. Die anderen beiden waren Madsens Kopfball nach einer Ecke und Marie-Laure Delies Tor zum 1:1 im Berliner Endspiel.

KATEGORIE

AKTION

ERKLÄRUNGEN

Tore

Standards

Ecken

Direkt von / nach einer Ecke

7

Standards

Freistöße (direkt)

Direkt von einem Freistoß

0

Standards

Freistöße (indirekt)

Nach einem Freistoß

3

Standards

Elfmeter

Vom Elfmeterpunkt (oder Nachschuss bei einem Elfmeter)

5

Standards

Einwürfe

Nach einem Einwurf

0

Aus dem Spiel heraus

Kombinationen

Doppelpass / gelungenes Zusammenspiel

10

Aus dem Spiel heraus

Flanken

Flanken von den Flügeln

4

Aus dem Spiel heraus

Zurückgelegte Bälle

Pässe, die von der Torauslinie zurückgelegt werden

6

Aus dem Spiel heraus

Diagonalbälle

Diagonalpass in den Strafraum

3

Aus dem Spiel heraus

Sololäufe

Dribbling & Schuss aus kurzer Entfernung oder Pass

1

Aus dem Spiel heraus

Distanzschüsse

Direkter Schuss / Schuss und Abpraller

5

Aus dem Spiel heraus

Pässe in die Tiefe

Tödlicher Pass oder Pass über die Abwehr hinweg

4

Aus dem Spiel heraus

Abwehrfehler

Schlechter Rückpass / Patzer der Torhüterin

0

Aus dem Spiel heraus

Eigentore

Tor des Gegners ins eigene Netz

3

GESAMT

      51

Wann die Tore gefallen sind

Die technischen Beobachter der UEFA wiesen auf die athletischen Qualitäten und Fitnessniveaus, die man am Ende des Wettbewerbs bestaunen konnte, hin. Eine Torschwemme in den Schlussminuten wurde traditionell als Müdigkeitssymptom interpretiert, aber die Statistiken für die K.-o.-Runden des Wettbewerbs widerlegen diese Theorie, auch wenn, die fünf in der Verlängerung erzielten Treffer ausgenommen, fast 57 Prozent der Tore im zweiten Durchgang der Spiele fielen. Vom Viertelfinale bis zum Endspiel wurden allerdings 26 Tore im ersten Durchgang und 25 nach der Pause erzielt.

Minuten

Tore

%

1.-15.

 27

12

16.-30.

28

13

31.-45.

34

16

45.+

  4

  2

46.-60.

37

17

61.-75.

40

18

76.-90.

33

15

90.+

11

  5

91.-105.

  3

  1

106.-120.

  2

  1

Auffallende Unterschiede

Das Angriffstalent der beiden deutschen Klubs wird durch einen statistischen Rückblick auf die Torabschlüsse während der K.-o.-Runden veranschaulicht. Dabei verzeichnete Frankfurt in etwa doppelt so viele Abschlüsse wie der Finalgegner in Berlin. Colin Bells Team gab durchschnittlich 11,89 Abschlüsse pro Spiel ab, die direkt auf das gegnerische Tor gingen, während Farid Benstitis Paris auf mittelmäßige 5,67 kommt. Olympique Lyonnais, das im Achtelfinale an Paris gescheitert war, folgt auf Platz zwei mit 10,75 Abschlüssen vor Wolfsburgs 8,75. Von den acht Topteams belegt Bristol Academy WFC mit 3,83 Abschlüssen den letzten Platz.

Bristol Academy WFC

Gegner

   Aufs Tor

   Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Raheny (a)

10

13

  4

  1

27

Raheny (h)

  8

  8

  2

  0

18

Barcelona (a)

  1

  1

  1

  0

  3

Barcelona (h)

  3

  2

  1

  1

  6

Frankfurt (h)

  0 

  1

  2

  0

  3

Frankfurt (a)

  1

  2

  0

  0

  3

Gesamt

23

27

10

  2

60

Brøndby IF

Gegner

   Aufs Tor

    Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Apollon (a)

  1

  9

  1

  0

11

Apollon (h)

10

  4

  4

  0

18

Gintra (h)

12

  6

  4

  2

22

Gintra (a)

  4

  4

  4

  0

12

Linköping (a)

  6

  6

  1

  0

13

Linköping (h)

  3

�� 2

  2

  0

  7

Frankfurt (a)

  0

  1

  1

  0

  2

Frankfurt (h)

  5

  4

  1

  0

10

Gesamt

41

36

18

  2

95

1. FFC Frankfurt

Gegner

   Aufs Tor

    Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

BIIK (a)

12

14

 11

  1

37

BIIK (h)

12

  9

  8

  2

29

Torres (h)

  8

  3

  9

  0

20

Torres (a)

10

  7

  3

  1

20

Bristol (a)

17

14

  6

  0

37

Bristol (h)

15

  9

  6

  4

30

Brøndby (h)

13

  4

  2

  2

19

Brøndby (a)

10

  1

  5

  2

16

Paris (n)

10

  7

  4

  0

21

Gesamt

107

68

54

12

229

Glasgow City FC

Gegner

   Aufs Tor

    Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Medyk Konin (a)

  6

  7

  2

  0

15

Medyk Konin (h)

11

  9

  2

  1

22

Zürich (a)

  3

  5

  3

  0

11

Zürich (h)

10

  2

  1

  0

13

Paris (h)

  1

  0

  0

  0

  1

Paris (a)

  0

  1

  1

  0

  2

Gesamt

31

24

 9

  1

64

Linköpings FC

Gegner

   Aufs Tor

   Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Liverpool (a)

  8

  1

  4

  0

13

Liverpool (h)

  9

  2

  2

  0

13

Zvezda (h)

  8

  6

  2

  1

16

Zvezda (a)

  2

  3

  4

  1

  9

Brøndby (h)

  8

14

  5

  2

27

Brøndby (a)

  5

  8

  8

  0

21

Gesamt

40

34

25

 4

99

Paris Saint-Germain

Gegner

   Aufs Tor

   Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium 

  Gesamt

Twente (a)

  5

  2

  3

  0

10

Twente (h)

  7

12

  5

  0

24

Lyon (h)

  5

  3

  3

  0

11

Lyon (a)

  1

  1

  0

  0

  2

Glasgow (a)

  7

  3

  8

  0

18

Glasgow (h)

12

  6

  7

  0

25

Wolfsburg (a)

  6

  1

  0

  0

  7

Wolfsburg (h)

  4

  3

  1

  0

  8

Frankfurt (n)

  4

  3

  1

  0

  8

Gesamt

51

34

28

  0

113

FC Rosengård

Gegner

   Aufs Tor

    Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Ryazan (a)

  6

  7

  4

 0

17

Ryazan (h)

  5

  5

  0

 0

10

Fortuna (h)

10

  7

  1

 0

18

Fortuna (a)

12

10

  2

 0

24

Wolfsburg (a)

  3

  1

  0

 0

  4

Wolfsburg (h)

  5

  4

  0

 0

  9

Gesamt

41

34

  7

 0

82

VfL Wolfsburg

Gegner

   Aufs Tor

    Daneben

 Abgeblockt

    Aluminium

  Gesamt

Stabæk (a)

  6

15

  0

  1

21

Stabæk (h)

10

21

  3

  1

34

Neulengbach (a)

12

10

  2

  0

24

Neulengbach (h)

14

  9

  3

  1

26

Rosengård (h)

11

  4

  1

  0

16

Rosengård (a)

10

  4

  0

  0

14

Paris (h)

  4

  2

  0

  0

  6

Paris (a)

  4

  8

  3

  1

15

Gesamt

71

73

12

 4

156

Anmerkung: Abschlüsse, die am Aluminium landen, zählen zu den Versuchen aufs Tor, insofern sie von der Torhüterin oder einer Verteidigerin abgelenkt wurden, und zu den Versuchen, die das Tor verfehlt haben, wenn sie direkt am Aluminium gelandet sind

https://de.uefa.com/womenschampionsleague/season=2015/technical-report/technical-topics/index.html#technische+themen