"Trauer und Stolz" bei Wolfsburg

VfL-Coach Stephan Lerch verspürte zugleich Trauer und Stolz über die gezeigte Leistung seines Teams, das sich Lyon deutlich geschlagen geben musste. Reynald Pedros sprach von einem "fantastischen Szenario".

Wolfsburg musste sich mit Platz zwei zufrieden geben
Wolfsburg musste sich mit Platz zwei zufrieden geben ©Getty Images

Stephan Lerch, Trainer Wolfsburg
Wir gingen 1:0 in Führung, das war für uns ein großer Moment, aber dann unmittelbar danach der Platzverweis. Und mit der Qualität, über die Lyon verfügt, haben sie das genutzt. In den letzten beiden Wochen hatten wir harte Spiele, das war einfach zu viel Druck. Ja, ich bin traurig, aber stolz auf die Entschlossenheit, die meine Mannschaft auf dem Platz gezeigt hat. Aber ich möchte Lyon zu ihrem großen Sieg gratulieren.

Unmittelbar nach dem Spiel fühle ich Leere in mir. Wir haben 120 Minuten alles gegeben und gut gekämpft, aber es hinterlässt ein bitteres Gefühl, wenn man merkt, dass das nicht genug war.

Natürlich hängen die Verletzungen mit unserem strammen Programm zusammen. Caroline Graham Hansen konnte nach der Halbzeit nicht weitermachen, und Sara Bjork Gunnarsdóttir musste verletzt vom Platz. Das sind wichtige Spielerinnen. Aber die Mannschaft ist weiter marschiert und hat die abwesenden Spielerinnen kompensiert.

Wenn die Saison vorbei ist, müssen wir schauen, welches die nächsten Schritte sein werden. Es ist schwer, jetzt die richtigen Worte zu finden, um auszudrücken, welche Schritte gemacht werden müssen, aber wir werden den positiven Weg, den wir in den letzten Monaten gegangen sind, fortsetzen. Im Zentrum wird stehen, dass die Mannschaft in der nächsten Saison die gleiche ist. Wir werden individuelle Verstärkungen holen, aber wir werden unsere Arbeit mit der gleichen Konzentration fortsetzen.

Alexandra Popp, erhielt Gelb-Rot bei Wolfsburg
Es ist eine Katastrophe. Es tut mir unheimlich leid für die Mannschaft, dass ich sie mit dieser Aktion im Stich gelassen habe und wir dadurch wahrscheinlich dieses Spiel verloren haben.

Almuth Schult, Torhüterin Wolfsburg
Es ist bitter. Wir haben uns das ganz anders vorgestellt. Über 90 Minuten war es ausgeglichen. Aber am Ende waren wir einfach stehend k.o., es zeigt einfach die Klasse von Lyon.

Reynald Pedros,Trainer Olympique Lyon
Das war ein Finale, mit all seinen Pannen und Wendungen. Ich fühle auch mit Wolfsburg. Unser Sieg ist aber nicht unverdient. Uns wurde vor der Verlängerung ein reguläres Tor verwehrt. Dann haben wir eine Reaktion des Stolzes gezeigt. Es ist ein fantastisches Szenario. Ich freue mich sehr für meine Spielerinnen. Ihnen gehört dieser Sieg.

Sarah Bouhaddi, Torhüterin Lyon
Ich denke, dass mein Handgelenk gebrochen ist. Wir wussten, dass mein Zustand ein wichtiger Faktor sein würde. Wir haben nie nachgelassen und haben für den Unterschied gesorgt. Wir ziehen mit Stolz in die Geschichte ein. Das ist mein fünfter Titel. An uns wird man sich erinnern.

Amel Majri, Mittelfeldspielerin Lyon
Das ist außergewöhnlich. Ich war gestern ein wenig angeschlagen, aber noch immer in der Lage zu spielen. Wir haben dioe Partie dominiert. Wir haben sie kontrolliert und sind wieder zurückgekommen. Wir sind glücklich, das ist wunderbar.

Amandine Henry, Torschützing Lyon
Ich habe noch nie in einem Spiel wie diesem gestanden mit so vielen Wendungen und Überraschungen. Natürlich bin ich glücklich und ich werde die Erinnerungen wie einen Schatz hüten. Ich habe den Ball rechts von meinem Fuß erhalten und habe alles in den Schuss reingetan, was ich hatte. Das Tor hat uns zurück ins Spiel gebracht. Ein Traum ist wahr geworden.

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