Duisburg gewinnt letzte Ausgabe

Vor der Einführung der UEFA Women's Champions League endete der achte und letzte UEFA-Frauenpokal mit einem deutschen Sieger. Der FCR 2001 Duisburg hatte keine Mühe gegen Zvezda-2005.

Vor der Einführung der UEFA Women's Champions League endete der achte und letzte UEFA-Frauenpokal so, wie er begann und auch drei Mal dazwischen endete - mit einem deutschen Sieger: Im Rückspiel des Finals und damit dem letzten Spiel des Wettbewerbs gab es für den FCR 2001 Duisburg einen neuen Zuschauerrekord. 28 112 Besucher verfolgten das 1:1-Remis, nachdem Duisburg das Hinspiel in Russland mit 6:0 gegen Zvezda-2005 gewonnen hatte.

Zvezda, das sein Debüt in diesem Wettbewerb feierte, war das erste und einzige Team der 35 teilnehmenden Mannschaften, das es über die erste Qualifikationsrunde und die beiden Gruppenphasen bis ins Viertelfinale schaffte. Valur Reykjavík aus Island scheiterte in der zweiten Qualifikationsrunde, womit Stürmerin Margrét Lára Vidarsdóttir ihren Torrekord von 14 Treffern nicht weiter ausbauen konnte. Sie zog mit Conny Pohlers gleich, die in der Saison 2004/05 für den 1. FFC Turbine Potsdam ebenfalls 14 Tore erzielte.

In der zweiten Qualifikationsrunde setzte Zvezda ein erstes Ausrufezeichen, als sie gegen den Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt mit 1:0 gewannen. Das Tor erzielte die 41-jährige Assistenztrainerin Hanna Kostraba, die nur aufgrund einer Verletzungsmisere ins Team gerückt war. Zvezdas Siegeszug setzte sich auch gegen Brøndby IF fort, das sie mit 7:3 im Gesamtergebnis bezwangen. Duisburg setzte sich gegen die stark dezimierten Frankfurterinnen mit einem 5:1-Gesamtergebnis durch, Olympique Lyonnais warf ASD CF Bardolino Verona (Verlierer des Halbfinales 2007/08) mit 5:0 und 4:1 aus dem Wettbewerb, und auch wenn Arsenal LFC im Hinspiel gegen Umeå IK mit 3:2 siegte, im Rückspiel rächten sich die Schwedinnen und gewannen 6:0. Marta erzielte bei ihrem letzten Auftritt für den Verein vier Tore.

Umeå hatte vor dem Halbfinale in Kazan in der Saison 2009 erst ein Spiel in der heimischen Liga absolviert, und für Zvezda hatte die Saison noch gar nicht begonnen. Trotzdem gewannen die Russinnen das Hinspiel mit 2:0 und erkämpften in Schweden ein 2:2. Duisburg zog gegen bei Olympique Lyon durch ein 1:1 und einen 3:1-Heimsieg ins Finale ein.

Weder Duisburg noch Zvezda hatten bis zum ersten Aufeinandertreffen im Finale eine Partie im laufenden Wettbewerb verloren, aber dies sollte sich für Kazan auf beeindruckende Art und Weise ändern. Fünf Tore in der zweiten Halbzeit, darunter ein Dreierpack von Inka Grings, sowie zwei Tore von Femke Maes und eines von Fatmire Bajramaj besiegelten die erste Niederlage Zvezdas. Duisburgs Mannschaftsführerin Grings fehlten anschließend nur noch zwei Tore, um den Rekord von Vidarsdóttir einzuholen, aber im Rückspiel in Duisburgs Arena blieb Grings ohne Treffer. Vor der Rekordkulisse in Duisburg war es Darina Apanaschenko, die Zvezda in Führung schoss, ehe Annike Krahn mit dem Halbzeitpfiff der Ausgleich und damit der 1:1-Endstand gelang.