Neue Gesichter im Finale

Der schwedische Klub Umeå IK konnte bereits zweimal das Finale für sich entscheiden, der 1. FFC Frankfurt einmal. Diesmal setzte sich im Finale der 1. FFC Potsdam gegen Djurgården/Älvsjö durch.

Potsdam celebrate
©UEFA.com

Es war die Saison der Wachablösung: Bislang hatten Umeå IK und der 1. FFC Frankfurt die Szene dominiert, nun war die Zeit für ihre größten Rivalen gekommen: Djurgården/Älvsjö und der 1. FFC Turbine Potsdam konnten bei ihrer ersten Teilnahme am UEFA-Frauen-Pokal auf Anhieb ins Finale einziehen. Zuvor hatte der schwedische Klub Umeå zweimal das Endspiel gewonnen, Frankfurt einmal. Potsdam konnte mit dem 5:1-Gesamtsieg im Finale gegen Djurgården/Älvsjö die "Länderwertung ausgleichen".

Die Bedeutung des Frauenfußballs nahm rapide zu, sodass nun 43 Mannschaften für das Turnier gemeldet hatten; es musste umstrukturiert werden. Titelverteidiger Umeå sowie sechs Teams mit dem besten Koeffizienten aus den bisher drei ausgetragenen Turnieren, brauchten in der ersten Qualifikationsrunde nicht antreten. 36 Vereine kämpften um die restlichen neun Plätze in der nächsten Runde, wo die verbliebenen Mannschaften dann in vier Gruppen aufgeteilt wurden. Die beiden Erstplatzierten aus jeder Gruppe qualifizierten sich für das Viertelfinale.

Die Mannschaft von Alma KTZH aus Kasachstan sorgte in der ersten Qualifikationsrunde für das größte Aufsehen. Sie konnte als erstes Team aus dem neuesten UEFA-Mitgliedsverband das Miniturnier eines europäischen Wettbewerbs gewinnen. Der weißrussische Meister FC Bobruichanka zog ebenfalls sensationell in die Runde der letzten Acht ein, bevor man sich mit 1:6 im Gesamtergebnis dem SK Trondheims-Ørn aus Norwegen geschlagen geben musste. Arsenal LFC und Potsdam erreichten gleichfalls das Halbfinale. Auch Djurgården/Alvsjö kam durch einen 3:1-Erfolg gegen den schwedischen Mitstreiter aus Umeå in die Vorschlussrunde. Somit war die stolze Serie von Umeå, jedes Finale dieses Wettbewerbes erreicht zu haben, beendet.

Djurgården/Älvsjö wurde dann im Halbfinale von Arsenal stark gefordert. Im Hinspiel kamen die Schweden nicht über ein 1:1 hinaus, ehe Victoria Svensson im Rückspiel in London das einzige Tor der Partie erzielte. Potsdam hatte gegen Trondheim keine Probleme, nachdem Conny Pohlers im Hinspiel einen Dreierpack schoss und somit den Weg für den 7:1-Gesamtsieg ebnete. Die deutsche Nationalspielerin traf auch in den beiden Endspielen, als Potsdam mit Leichtigkeit die schwedischen Kontrahenten mit 2:0 und 3:1 bezwang. Spielführerin Ariane Hingst sagte: "Wir haben selbst nie von diesem Erfolg geträumt. Das ist einfach das schönste Gefühl, das man auf Vereinsebene in unserem Sport bekommen kann. Ich werde diesen Moment nie vergessen."