Trends der Frauen-EURO
Montag, 30. November 2009
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Die erste UEFA-Konferenz für Frauen-Nationaltrainer begann am Montag in Nyon mit dem Themenschwerpunkt UEFA WOMEN'S EURO 2009™ und ihren Folgen.
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Die erste UEFA-Konferenz für Frauen-Nationaltrainer begann am Montag mit dem Themenschwerpunkt der Konferenz, der UEFA WOMEN'S EURO 2009™ und ihren Folgen, so auch der offizielle Titel der Veranstaltung.
Ausdehnung
Frauen-Nationaltrainer aus 51 UEFA-Mitgliedsnationen, dazu nationale Technische Direktoren und Vertreter der FIFA und anderer Verbände diskutieren in der UEFA-Zentrale in Nyon bis nächsten Mittwoch. Begrüßt wurden sie von Andy Roxburgh, dem Technischen Direktor der UEFA, sowie von Susanne Erlandsson, der zweiten Vorsitzenden der UEFA-Kommission für Frauenfußball. Sie lobte vor allem Finnland, den Gastgeber der Endrunde vom letzten August/September, und erklärte, die Ausdehnung des Turniers von acht auf zwölf Teams habe "mehr Ländern die Möglichkeit gegeben, erstklassigen Fußball miterleben zu dürfen".
Technischer Bericht
Andy Roxburgh präsentierte dann die wichtigsten Ergebnisse des Technischen Berichts der UEFA von der Endrunde, der vom Technischen Team der UEFA zusammengestellt worden war. Mitglieder dieser Kommission in Finnland waren die Nationaltrainer Anna Noë (Belgien), Béatrice von Siebenthal (Schweiz), Anna Signeul (Schottland) und Ignacio Quereda (Spanien). Themen der Präsentation waren die zunehmende Bedeutung des flüssigen Spiels, schneller Konter und von defensiven Gegenmaßnahmen gegen schnelle Konter.
Trends
Zudem wurde den Delegierten ein Zusammenschnitt der besten Standardsituationen des Turniers gezeigt, und der Technische Direktor der UEFA nahm die verschiedenen Taktiken der Teams unter die Lupe. Eine 4-2-3-1-Formation wurde von acht der zwölf Trainer bevorzugt, doch stand stets auch eine disziplinierte Defensivarbeit im Vordergrund. Technische Trends waren die zunehmende Bedeutung von Ballbesitz sowie der vermehrte Einsatz von "Abfangjägern" im Mittelfeld und Stoßstürmern. Dafür hätten die Mannschaften weit weniger Platz im Mittelfeld sowie weniger Zeit zur Ballannahme als in früheren Jahren, auch die Zahl der schweren Torhüterfehler sei eklatant zurückgegangen.
Neids Erfolgsgeheimnis
Anschließend gab es noch eine Podiumsdiskussion der vier Halbfinal-Trainer Silvia Neid (Deutschland), Hope Powell (England), Bjarne Berntsen (Norwegen) und Vera Pauw (Niederlande). Pauw erläuterte die Wirkung des Halbfinaleinzugs für eine Nation, die sich erstmals für eine Endrunde qualifiziert hatte. Neid, die die DFB-Elf zum fünften Titel in Folge geführt hatte, erklärte, wie sie eine Mannschaft mit so großem Siegeswillen aufgebaut hat. "Ich habe zuerst herausfinden wollen, welche Spielerinnen noch erfolgshungrig waren", sagte sie. "Mann muss ständig motiviert sein und Spaß an dem haben, was man tut, und natürlich alles geben."
Deutsche Stärke
Die deutsche Dominanz wurde gebührend herausgestrichen. Powell, deren Mannschaft im Finale gegen Deutschland mit 2:6 den Kürzeren gezogen hatte, sagte: "Eine ihrer größten Stärken ist der feste Glaube, immer noch ein Tor erzielen zu können. Meistens passiert dies nach Kontern, wenn man sich darauf nicht einstellen kann, hat man ein Problem. Wir haben versucht, sie in ihrer Hälfte festzunageln, das ist auch ein Weilchen gut gegangen, aber sie haben Spielerinnen auf der Bank, die in fast allen Teams Stammspielerinnen wären. Die Stärke, Energie und Zielstrebigkeit ihres Spiels sind einfach überwältigend." Berntsen, dessen Mannschaft im Halbfinale gegen Deutschland mit 1:3 verloren hatte, sagte: "Wir führten mit 1:0, dann haben sie dreimal gewechselt und alle drei haben ein Tor erzielt. Sie haben eine gute Trainerin und viele Spielerinnen, die eine Partie drehen können."