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Frauenfußball und Marketing

Veröffentlicht: Dienstag, 29. Januar 2013, 9.14MEZ
Die UEFA-Initiative, den Mitgliedsverbänden bei der Entwicklung des Frauenfußballs unter die Arme zu greifen, gewinnt immer mehr Zustimmung. Bei einem Workshop in Den Haag stand jetzt das Marketing für den Frauenfußball auf der Agenda.
von Mark Chaplin
Frauenfußball und Marketing
Schottland hat sich einiges einfallen lassen, um Werbung für den Frauenfußball zu machen ©SFA
Veröffentlicht: Dienstag, 29. Januar 2013, 9.14MEZ

Frauenfußball und Marketing

Die UEFA-Initiative, den Mitgliedsverbänden bei der Entwicklung des Frauenfußballs unter die Arme zu greifen, gewinnt immer mehr Zustimmung. Bei einem Workshop in Den Haag stand jetzt das Marketing für den Frauenfußball auf der Agenda.

Die Initiative der UEFA, ihren Mitgliedsverbänden bei der Entwicklung des Frauenfußballs unter die Arme zu greifen, gewinnt immer mehr Zustimmung. Bei einem Workshop in Den Haag stand jetzt das Marketing für den Frauenfußball auf der Agenda.

Mit seinem UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramm (WFDP) hat der europäische Fußballdachverband bereits vielen Anfragen seiner Nationalverbände entsprochen, die um Unterstützung bei der Vermarktung des Frauenfußballs gebeten hatten. Mit Hilfe der UEFA haben nun sechs Verbände – Schottland, Island, Norwegen, Dänemark, Russland und Österreich – einen Marketingplan für den Frauenfußball entworfen.

Die UEFA riet den Verbänden, sich auf ihre nationalen Topligen zu konzentrieren und eine Markenidentität zu schaffen, wie zum Beispiel ein Logo für die Liga, das dann sowohl auf den Spielfeldbanden wie auch in sozialen Netzwerken aktiv beworben werden soll. Die Klubs wurden aufgefordert, in diesem Prozess eine aktive Rolle zu übernehmen.

Ziel ist es, den Frauenfußball auch in Verbänden noch intensiver zu fördern, die schon über solide Entwicklungsstrukturen verfügen. Konsequenterweise möchte man die Zuschauerzahlen bei Frauenfußballspielen steigern, die nationale Liga noch attraktiver gestalten und – mittel- bis langfristig – neue Einnahmequellen generieren.

Die Marketingpläne der Verbände sollen auch dafür sorgen, das generelle Bild des Frauenfußballs vom Breitenfußball bis hin zum Elitefußball ins rechte Licht zu rücken. Dabei kann man beispielsweise auch das positive Image einer erfolgreichen Nationalmannschaft nutzen, um den nationalen Ligenbetrieb für potenzielle Sponsoren oder Zuschauer attraktiver zu gestalten.

In Den Haag wurde untersucht, was die Verbände in den letzten neun Monaten seit Vorstellung des Marketingprojekts auf die Beine gestellt haben. Zahlreiche Verbände haben ihre Pläne schon fertiggestellt und planen, ihre Marketingaktivitäten in Kürze zu starten. Die Vertreter der Verbände bedankten sich ausdrücklich bei der UEFA für ihre Initiative zur Förderung des Frauenfußballs.

Auch Verbände mit erfolgreichen und längst etablierten Marketing-Abteilungen waren bei dem Workshop in den Niederlanden vor Ort. Die UEFA lud den französischen Verband (FFF) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein, ihre Erfahrungen und Ratschläge den Workshop-Teilnehmern zu präsentieren.

Außerdem stellten der Belgische (KBVB/URBSFA) und der Niederländische Fußballverband (KNVB) gemeinsam ihr Vorgehen bei der Gründung der BeNe-Liga vor. Im letzten Jahr entschlossen sich beide Verbände, ihre nationalen Frauen-Topligen zusammenzulegen, auch das UEFA-Exekutivkomitee gab zu einer dreijährigen Testphase grünes Licht. Ziel dieser Fusion ist es, durch eine Konzentration der Kräfte das sportliche Niveau zu steigern, gleichzeitig aber auch das “Produkt“ für Fans und mögliche Sponsoren attraktiver zu gestalten.

Michael van Praag , Präsident des KNVB, eröffnete den Workshop, indem er die Anstrengungen beider Verbände im Bereich des Frauenfußballs hervorhob und die potenziellen Chancen des BeNe-Ligaprojekts unterstrich.

Karen Espelund, wie Van Praag Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, unterstützt die Hilfestellung der UEFA ebenfalls uneingeschränkt. "Dieses Projekt eines Marketingplans ist für die Verbände ein ganz wichtiger Schritt in Richtung weiterer Professionalisierung des Frauenfußballs in ihren Ländern", sagte sie.

Viele Marketing-Manager der Verbände trafen beim Workshop in Den Haag erstmals mit ihren Kollegen und anderen hochrangigen Vertretern des Frauenfußballs zusammen und diskutierten angeregt über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten ihres Sports. Nutznießer dürfte in jedem Fall der europäische Frauenfußball sein.

Letzte Aktualisierung: 13.02.14 8.28MEZ

http://de.uefa.comhttp://de.uefa.org/football-development/womens-football/programme/news/newsid=1914762.html#frauenfußball+marketing

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