
Die UEFA hat die Entschlossenheit, die Entwicklung des Frauenfußballs weiterhin voranzutreiben, im Rahmen eines Seminars im Haus des Europäischen Fußballs in Nyon erneut untermauert.
Das Seminar - "Warum unterstützen wir den Frauensport und Frauenfußball in Europa?" - beleuchtete neben vielen anderen Dingen auch, wie ein größeres Medien- und Öffentlichkeitsinteresse für den Frauenfußball generiert werden kann und wie mehr Frauen am Fußball teilnehmen können.
Die Versammlung wurde von Sport and Citizenship, der europäischen Denkfabrik, die dem Studium der gesellschaftlichen Auswirkungen des Sports gewidmet ist, organisiert. Sport and Citizenship zielt auf die Verbreitung der Grundwerte des Sports in der Gesellschaft, in der Sphäre der Politik, in der Wirtschaft und in den Medien ab.
Unter den Hauptrednern des Seminars waren auch Emine Bozkurt, Mitglied des Europäischen Parlaments und Schirmherrin der Informationsgruppe "Friends and football", sowie William Gaillard, Berater des UEFA-Präsidenten.
Die UEFA hat dem Frauenfußball nach weitsichtigen Entscheidungen des UEFA-Exekutivkomitees in der letzten Zeit erhebliche zusätzliche Impulse verliehen. Die angesehene norwegische Fußballfunktionärin Karen Espelund ist mittlerweile ein Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, während das UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramm (WFDP) dank einer Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees im Dezember 2010, als man auf die große Entwicklung dieser Sportart sowohl bezüglich registrierter Spielerinnen als auch Neueinsteigerinnen einging und dem WFDP mit dem HatTrick-Programm seine Unterstützung zusagte, nun seit diesem Jahr so richtig ins Rollen kommt.
In der Zwischenzeit haben sich die UEFA und ihre 53 Mitgliedsverbände - in Zusammenarbeit mit den Topklubs, die bereits Erfahrung in europäischen und nationalen Wettbewerben für Frauen gesammelt haben - auf einen Weg für die Zukunft geeinigt, der sowohl auf die Verbesserung der Infrastrukturen im Frauenfußball auf diesem Kontinent als auch auf Anwerbung von mehr Frauen - seien es Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen, Offizielle oder einfach nur enthusiastische Zuschauerinnen - für diese Sportart abzielt.
Im letzten Herbst stellte die UEFA die deutsche Frauenfußballlegende Steffi Jones als Botschafterin des WFDP vor. Jones hilft dem europäischen Fußballdachverband, die Entwicklung des Frauenfußballs auf diesem Kontinent weiter voranzutreiben, indem sie auf wichtigen Veranstaltungen auftritt und ihre Visionen und Botschaften an die Öffentlichkeit trägt.
"Wir haben in den letzten Jahren einige mutige Entscheidungen getroffen, die der UEFA sehr geholfen haben", so Gaillard. "Die Tür steht nun offen. Für manche ist sie zwar nur angelehnt, aber es ist ein großer Fortschritt. Wir haben zum Beispiel in der UEFA Champions League das Finale der Männer und das der Frauen zusammengeführt. Das Finale der UEFA Women's Champions League findet nun zwei Tage vor dem Finale der UEFA Champions League in der gleichen Stadt statt."
"Das unterstreicht die Botschaft, dass Fußball auch ein Spiel für Frauen ist", so der Franzose weiter. "Die UEFA trägt ihren Teil dazu bei, den Frauenfußball auf ein Level mit den Männern zu bringen."
"Ich denke, die UEFA erweist der Fußballwelt mit ihren Bemühungen einen großen Dienst", so Bozkurt, die insbesondere den Ansatz der UEFA begrüßt, dass auch Frauen in Entscheidungspositionen eingesetzt werden sollen. "Die UEFA geht mit einem tollen Beispiel voran. Die Tür ist offen, die Frauen und Mädchen müssen nun nur noch durchgehen."
©UEFA.com 1998-2013. All rights reserved.
http://de.uefa.com/women/womens-football-development/programme/news/newsid=1798207.html#frauenfußball+weiter+vormarsch