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1980: Anatoli Demianenko

Veröffentlicht: Dienstag, 26. August 1980, 13.56MEZ
Sowjetunion
1980: Anatoli Demianenko
Anatoli Demianenko durfte sich über zahlreiche Erfolge freuen ©Getty Images
SSI Err
Veröffentlicht: Dienstag, 26. August 1980, 13.56MEZ

1980: Anatoli Demianenko

Sowjetunion

Trotz seiner späteren Erfolge war die UEFA-U21-Europameisterschaft 1980 für Anatoli Demianenko eine herausragende und denkwürdige Angelegenheit. Er startete seine Karriere beim FC Dnipro Dnipropetrovsk, bevor er 1979 zum FC Dynamo Kyiv wechselte und große Erfolge feiern konnte. Gleich in seinem ersten Jahr wurde der Abwehrspieler sowjetischer Meister und auch auf der U21-Bühne hinterließ er einen starken Eindruck.

Bereits in der Qualifikationsphase spielte er eine tragende Rolle, doch vom Viertelfinale an war er dann eine nahezu unüberwindbare Mauer in der Innenverteidigung. In den sechs Partien gegen Italien, Jugoslawien und die DDR kassierte die Sowjetunion auf dem Weg zum Titel nur einen einzigen Treffer. "Der Sieg 1980 war unvergesslich", sagte Demianenko vor kurzem. "Wir haben super zueinander gepasst und deshalb konnten wir später weitere internationale Erfolge einfahren."

Im darauf folgenden Jahr wurde Demianenko A-Nationalspieler. Insgesamt absolvierte er 80 Länderspiele, war bei drei FIFA-Weltmeisterschaften im Einsatz und erreichte 1988 bei der UEFA-Europameisterschaft das Finale. Auch auf Klubebene lief für den Innenverteidiger alles nach Plan. Er holte vier weitere Meisterschaften, außerdem wurde er vier Mal sowjetischer Pokalsieger. 1986 gewann er mit Dynamo Kiew den Europapokal der Pokalsieger. Demianenko, der auch für den 1. FC Magdeburg und RTS Widzew Lodz spielte, krönte seine Spielerkarriere, als er nach seiner Rückkehr mit Dynamo die erste Meisterschaft seit der Unabhängigkeit der Ukraine einfahren konnte. Danach wechselte er ins Traineramt.

Letzte Aktualisierung: 01.10.08 16.20MEZ

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