Warum Paris Stürmer Kylian Mbappé holt

Nachdem Paris Monaco-Stürmer Kylian Mbappé ausgeliehen hat, nimmt UEFA.com die hochkarätige Neuverpflichtung, die in der letzten Saison Europa im Sturm eroberte, unter die Lupe.

©AFP/Getty Images

Einer der faszinierendsten Wechsel dieses Sommers ist endlich über die Bühne gegangen. Paris Saint-Germain hat sich für ein Jahr Stürmer Kylian Mbappé aus Monaco ausgeliehen. Dabei wurde die Option ausgehandelt, den 18-Jährigen langfristig an den Klub aus der französischen Hauptstadt zu binden. UEFA.com erklärt, was Mbappé so wertvoll macht.

Name: Kylian Mbappé
Klub: Paris Saint-Germain (auf Leihbasis aus Monaco)
Debüt: 2. Dezember 2015 gegen Caen (Ligue 1)
Position: Stürmer
Nationalität: Franzose
Geburtstag: 20. Dezember 1998
Bevorzugter Fuß: rechts
Größe: 1,78 Meter

Aktuelle Zahlen

Nationalmannschaft: 4 Spiele, kein Tor
UEFA-Vereinswettbewerb: 10 Spiele, 6 Tore
Heimische Meisterschaft: 41 Spiele, 16 Tore

Mbappé verlässt Monaco
Mbappé verlässt Monaco©Getty Images

 Was andere sagen ...

"Mein Wort drauf: Er ist gut. Ooh la la. Ich habe ihn getroffen und er hat mir einen Eindruck davon gegeben, dass auf seinen Schultern ein guter Kopf sitzt. Ich mag es wirklich, ihm zuzusehen. Er denkt nach. Ja, er ist schnell, aber er denkt nach und das ist ein Hinweis für einen Jungen, dass er in diesem Spiel einen langen Weg zurücklegen kann."
Thierry Henry, ehemaliger französischer Nationalstürmer

"Mbappé ist ein sehr guter Spieler. Er ist ein 18-jähriges Talent, das über das richtige Temperament verfügt. Er ist ein großartiger Spieler. Das hat er während des Jahres gezeigt."
Zinédine Zidane, Trainer von Real Madrid

"Das ist mehr als nur Leidenschaft - er ist verrückt. In Sachen Fußball befindet er sich stets im 24/7-Modus. Er schaut alles, er kann vier bis fünf Spiele hintereinander sehen."
Wilfried Mbappé, Kylians Vater

Weg zum Erfolg ...

Mbappé wurde in eine sportliche Familie hineingeboren. Sein Vater war Trainer bei seinem ersten Verein, bei Bondy. Sein Bruder spielte bei Rennes, und seine Mutter war eine erstklassige Handballspielerin. Von Bondy ging er nach Paris, um sich in der Jugendakademie Clairefontaine ausbilden zu lassen. 2013 wechselte er nach Monaco.

Highlights: Mbappé ist im Abschluss eiskalt
Highlights: Mbappé ist im Abschluss eiskalt

Er war dabei, als Frankreich bei der UEFA-U19-Europameisterschaft in Deutschland den Titel holte, 2016/17 wurde er zu einem der Stars in der UEFA Champions League. Als Monaco das Halbfinale erreichte, avancierte er zum ersten Spieler, der in seinen ersten vier K.-o-Spielen immer traf. Am Ende hatte er in zehn Spielen der Königsklasse sechs Treffer erzielt.

Spielstil ...

Sein ehemaliger Trainer in Clairefontaine, Jean-Claude Lafargue, hat ihn so beschrieben: "Er ist ein Außenstürmer. Er kann gut dribbeln und sorgt im letzten Drittel für Panik. Er ist ein explosiver Spieler. Er kann mit beiden Füßen sehr gut passen. Er kann Pässe spielen, die andere nicht unbedingt sehen." Auch wenn er körperlich nicht sehr mächtig wirkt, so zeichnet er sich doch durch seine Schnelligkeit aus. Er ist einer, der mit Ball am Fuß immer Gefahr ausstrahlt.

Highlights: Die zehn jüngsten französischen Torschützen
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 Erinnert an ...

Thierry Henry, ebenfalls einst bei Monaco und ebenfalls in Clairefontaine ausgebildet, lässt sich mit ihm am besten vergleichen: Mbappé war der jüngste Debütant, als er mit 16 Jahren und 347 Tagen den Rekord von Henry brach, der bei seinem ersten Einsatz für Monaco 17 Jahre und 14 Tage alt war.

Ludovic Batelli, Mbappés Trainer bei der französischen U19-Mannschaft, sagt, dass der 18-Jährige seine eigene Marke ist: "Kylian möchte nicht mit Thierry Henry verglichen werden. Bald wird er dafür sorgen, dass er mit keinem mehr verglichen werden kann."

Was er sagt ...

"Ich bin kein Phänomen. Messi, Ronaldo und Neymar sind Phänomene. Ich bin noch weit weg davon. Wenn ich höre, dass mich die Leute so nennen, kann ich nur lachen. Ich beobachte diese Spieler, ich arbeite, ich lerne von Spielern wie Falcao und Bernardo Silva."

Radamel Falcao ist ein großes Vorbild für Mbappé
Radamel Falcao ist ein großes Vorbild für Mbappé©AFP/Getty Images

"Ich habe immer für meine Chance, gegen die besten Spieler spielen zu dürfen, gearbeitet. Wenn man in der UEFA Champions League spielt, trifft man auf solche Spieler und lernt schnell."

"Am Morgen zum Training zu kommen, ist ein totales Vergnügen. Die Zeit zwischen der U19 EURO und jetzt ist nur so verflogen. Das war wirklich eine brillante Saison."

"Im Fußball ist alles möglich, solange man an sich selbst und seine Fähigkeiten glaubt. Ich habe immer an mich geglaubt, aber das war nicht genug. Ich wusste, dass ich hart arbeiten musste, um meine Ziele zu erreichen. Ich bin nicht überrascht von dem, was mir gerade passiert. Ich wusste, dass ich das schaffen kann." 

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