#GERDEN: Thomas Schaaf sieht DFB-Elf im Vorteil

Drei Punkte, kein Gegentor, Selbstvertrauen getankt: Deutschland hat einen guten Einstand ins Turnier gefeiert. Jetzt geht es gegen Dänemark.

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Die deutsche U21-Auswahl ist mit einem 2:0 gegen die Tschechische Republik gut ins Turnier gestartet. Nach Wochen der Vorbereitung ohne jegliche Testspiele war es auch eine wichtige Standortbestimmung für eine Mannschaft, die in dieser Form noch nie zusammengespielt hat.

Positiv fiel nicht zuletzt eine spielstarke Innenverteidigung auf. Thomas Schaaf, der bei der U21-Endrunde als Technischer Beobachter der UEFA die Spiele analysiert, zeigte sich beeindruckt: "Niklas Stark und Marc-Oliver Kempf waren unheimlich aktiv und haben das sehr interessant gemacht. Wenn man so offen steht, dann bedingt das auch einer klaren Passfolge. Mo Dahoud und Maxi Arnold waren immer als Anspielstation da."

In der Kuntz-Elf griffen viele Rädchen ineinander und auch wenn das Team noch Luft nach oben hat, kann man schon ins Staunen kommen: Viele der eigentlichen Leistungsträger der Mannschaft sind zu Joachim Löw befördert worden und weilen beim FIFA Confed Cup, doch verstecken muss sich diese deutsche Auswahl vor niemandem.

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Natürlich steht noch eine Menge Detailarbeit ins Haus. "Wir müssen uns im Lauf des Turniers steigern", meinte Stark selbstkritisch und Max Meyer ergänzte: "Man kann sich auf die nächsten Spiele freuen, denn wir werden noch besser spielen."

Schaaf sah in der zweiten Halbzeit eine Phase, die man sich mit etwas mehr Effizienz gut hätte sparen können: "Zwischen der 50. und 60. Minute haben sie die Tschechen aufgeweckt. Vorher haben sie das Spiel kontrolliert und dann haben sie vergessen, das dritte Tor nachzulegen. Aber die Tschechen haben nochmals Mut gefunden und Patrick Schick hatte zwei oder drei Möglichkeiten für einen Anschlusstreffer. Wenn er eine davon gemacht hätte, wäre das Spiel vielleicht noch gekippt."

Mit drei Punkten im Gepäck geht es jetzt gegen Dänemark. "Das ist ein Gegner, der mit zwei kompakten Viererreihen sehr gut verschiebt. Sie sehr dicht gestaffelt und es ist schwer, da durchzukommen", analysierte Schaaf, der die DFB-Truppe aber im Vorteil sieht: "Deutschland hat mit Gnabry und Weiser zwei sehr bewegliche Außen, die gerne in die Mitte gehen und den Abschluss suchen. Sie können Eins-gegen-Eins-Situationen auflösen und auch Max Meyer ist sehr beweglich. Ich glaube, dass Deutschland die Voraussetzungen hat, um sich gegen Dänemark durchzusetzen."

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