U21-EURO: Star-Auflauf bei der Endrunde?

Bis zur Endrunde der U21-EURO ist es noch einige Monate hin. Die Trainer feilen noch an ihren Kadern, aber es ist absehbar, dass in Polen eine Menge große Namen dabei sein werden.

©Getty Images

Gruppe A

England: Marcus Rashford (Manchester United)
Unter José Mourinho kam Rashford diese Saison meist von der Bank. Unvergessen ist dennoch sein beeindruckendes Debüt für die Profimannschaft in der letzten Saison. Nachdem ihm bei seinem ersten Einsatz in der UEFA Europa League in der Runde der letzten 32 prompt zwei Tore gelangen, wiederholte er dieses Kunststück nur drei Tage später bei seinem Ligadebüt gegen Arsenal. Noch ist unklar, wer die englische Mannschaft bei dem Turnier betreuen wird, doch an Marcus Rashford wird der Trainer nur schwer vorbei kommen.

Polen: Piotr Zieliński (Napoli)
Bereits im Alter von 16 Jahren wechselte Zieliński nach Italien zu Udinese Calcio. Er gilt als eines der größten polnischen Talente der letzten Jahre und agiert auf dem Platz als klassischer Spielmacher. Durch seinen Wechsel zu Napoli letzten Sommer für 14 Millionen Euro avancierte er zum drittteuersten polnischen Spieler aller Zeiten. Lediglich sein Teamkollge Arkadiusz Milik und Grzegorz Krychowiak von Paris waren bei ihren Wechseln noch teurer. Zieliński stand bei der UEFA EURO 2016 im Kader der polnischen Nationalmannschaft und bestritt für diese bislang 21 Länderspiele.

Slowakei: Martin Chrien (Viktoria Plzeň)
Der torgefährliche Mittelfeldspieler wurde zu Beginn der Saison von Viktoria Plzeň verpflichtet, jedoch im Anschluss direkt an Ružomberok weiter verliehen. Dort erregte er unter anderem mit drei Toren in seinen ersten drei Spielen solch eine Aufmerksamkeit, dass ihn Viktoria Plzeň nach nur einem halben Jahr direkt wieder zurück beorderte. Zurück bei seinem eigentlichen Arbeitgeber konnte er auch seinen Trainer Roman Pivarník mit starken Leistungen in der Vorbereitung bislang überzeugen.

Schweden: Alexander Isak (AIK)
Im März 2016 war Alexander Isak noch ein komplett unbeschriebenes Blatt im internationalen Fußball. Nur einen Monat später traf der damals 16-jährige direkt bei seinem Ligadebüt für AIK Solna bei einem 2:0-Sieg gegen Östersund. Am 12. Januar wurde Isak mit 17 Jahren und 114 Tagen zudem zum jüngsten Torschützen aller Zeiten im schwedischen Nationalteam. Beim 6:0-Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen die Slowakei erzielte er das zwischenzeitliche 1:0.

Grpppe B

Mazedonien: Enis Bardi (Újpest)
Bardi kann diese Saison in 18 Ligaeinsätzen in Ungarn als Mittelfeldspieler bereits acht Tore und fünf Vorlagen vorweisen und ist damit einer der Topscorer der Liga. Als Herzstück der Offensive konnte er auch für die U21-Auswahl seines Landes zwei Tore zur erfolgreichen EURO-Qualifikation beisteuern.

Portugal: Gelson Martins (Sporting CP)
Quirlig, handlungsschnell und mit einem fantastisch Antritt gesegnet. Gelson, einer von vielen Rohdiamanten aus der Sporting-Schmiede, zeigte in der letzten Saison gute Ansätze und machte in den letzten Monaten den nächsten Schritt. Er ist auf jeden Fall bei der Endrunde dabei, vielleicht beruft ihn Fernando Santos aber auch in den Kader für den FIFA-Konföderationen-Pokal.

Serbien: Andrija Živković (Benfica)
Der Außenstürmer ist der jüngste Nationalspieler Serbiens aller Zeiten und war einer der Leistungsträger bei dem Gewinn der FIFA-U20-Weltmeisterschaft. Živković absolvierte in drei Jahren 63 Ligaspiele für Partizan Belgrad und erzielte dabei 17 Treffer, ehe ihn Benfica vergangenen Sommer ablösefrei verpflichtete. Obwohl Živković in Portugal noch auf seinen großen Durchbruch wartet, ist Siniša Mihajlović, fest von seinem ehemaligen Schützling überzeugt. "Dieser kleine Junge wird ein großer Spieler."

Spanien: Marco Asensio (Real Madrid)
Erst kürzlich stellte Asensio sein riesiges Potenzial wieder unter Beweis, als er beim Achtelfinal-Rückspiel der Copa del Rey in Sevilla ein 70-Meter-Solo mit dem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich krönte. Der Offensivspieler von Real avancierte bereits bei der UEFA-U19-Europmeisterschaft 2015 zu einem der Stars im spanischen Team und dürfte auch bei dem Turnier im kommenden Sommer wieder für Aufsehen sorgen.

Gruppe C

Tschechische Republik: Patrik Schick (Sampdoria)
Er war mit zehn Treffern der Top-Torjäger der Qualifikation, dazu steuerte er noch vier Vorlagen bei. Schick hat sich damit ins Rampenlicht gespielt und kam schon in zwei European Qualifiers der A-Nationalelf zum Einsatz. Der 20-jährige Linksfuß wechselte im Sommer von Sparta Prag zu Sampdoria und erzielte gleich in seinem ersten Spiel gegen Juventus ein Tor.

Dänemark: Kasper Dolberg (Ajax)
Der Däne wurde vom selben Scout entdeckt, der einst für die Verpflichtung von Zlatan Ibrahimović und Christian Eriksen verantwortlich zeichnete. Der 19-jährige Stürmer traf direkt bei seinem Ajax-Debüt, als er in der Qualifikation zur UEFA Champions League für den Ausgleich zum 1:1 gegen PAOK sorgte. Auch in der Gruppenphase der UEFA Europa League war Dolberg bislang zweimal erfolgreich.

Deutschland: Matthias Ginter (Borussia Dortmund)
Der Dortmunder könnte seine dritte U21-Endrunde hintereinander spielen (ebenso wie Emre Can). Als FIFA-Weltmeister und Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen bringt er also eine enorme Erfahrung bei großen Turnieren mit. Zudem ist er defensiv vielseitig einsetzbar: Als Innen- und Rechtsverteidiger ist er absolut zuverlässig, und auch im zentralen Mittelfeld macht er eine gute Figur.

Italien: Domenico Berardi (Sassuolo)
Wegen einer Knieverletzung verpasste Berardi bislang einen Großteil der ersten Saisonhälfte. Nichtsdestotrotz gilt er zurzeit als eines der größten Versprechen im italienischen Fußball. Mit 22 Jahren kann der Offensivspieler bereits über 50 Ligatore in seiner Bilanz aufweisen. Auch international trat Berardi diese Saison bereits in Erscheinung und konnte in vier Qualifikationsspielen der UEFA Europa League fünf Tore erzielen.