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Einleitung

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Technischer Bericht

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Die erste Endrunde einer UEFA-U17-Europameisterschaft mit Spielern, die ausschließlich im 21. Jahrhundert geboren wurden, war zugleich die erste, die in Kroatien ausgetragen wurde.

Seit der Aufstockung der Endrunde auf 16 Mannschaften im Jahr 2015 wurde sie immer an einem Zentrum abgehalten. In Kroatien wurden die Teilnehmer dagegen in zwei Zentren aufgeteilt, die Delegationen haben ihr Lager entweder in Zagreb oder der Küstenstadt Opatija aufgeschlagen. Bei letzterem wurden die Partien als Doppelspieltage in Rijeka oder Kostrena ausgetragen, während die Begegnungen der Gruppen B und D in den vier Stadien von Lucko, Velika Gorica, Sesvete und Zapresic stattfanden.

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Das Finale wurde in Varazdin ausgetragen, 80 Kilometer nördlich von Zagreb

Nach dem Abschluss der Gruppenphase kamen die Viertelfinalisten in Zagreb zusammen und das Stadion von Varazdin kam für drei der acht Spiele - unter anderem das Finale - der K.-o.-Phase hinzu. Die Kapazitäten stiegen von etwas unter 1 000 in Sesvete auf knapp unter 9 000 in Varazdin.

Das zusätzliche K.-o.-Spiel brachte die Entscheidung über den fünften Vertreter der UEFA bei der FIFA-U17-Weltmeisterschaft im Oktober 2017 in Indien. Die beiden unterlegenen Viertelfinalisten mit der besten Bilanz in der Gruppenphase bestritten dieses Entscheidungsspiel in Sesvete, dabei konnte sich Frankreich knapp gegen Ungarn durchsetzen und fährt nun mit den Halbfinalisten England, Deutschland, Spanien und Türkei zur WM.

Zudem wurde das Turnier in Kroatien als Testlauf für einen Innovationsvorschlag des International Football Association Board (IFAB) im Hinblick auf die Reihenfolge der Schützen bei einem Elfmeterschießen genutzt. Das neue Format wurde erst beim torlosen Remis zwischen Deutschland und Spanien im Halbfinale nötig - die Spanier gewannen mit 4:2, nachdem sie beim Elfmeterschießen den ersten Schuss abgaben. Das Finale gewann Spanien auf die gleiche Art und Weise, doch diesmal gab England den ersten Schuss ab.

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Turnier-Botschafter Niko Kranjčar mit dem Pokal

Niko Kranjčar, der zwischen 2004 und 2013 insgesamt 81 Länderspiele für Kroatien bestritt, fungierte an der Seite von Eni Jurišić, der Sängerin des offiziellen Turnier-Songs, als UEFA-Botschafter für die Endrunde.

Acht Schiedsrichter und zwölf Assistenten aus Ländern, die beim Turnier nicht vertreten waren, wurden ausgewählt, Erfahrungen bei der Endrunde eines UEFA-Wettbewerbs zu sammeln. Dazu kam ein Quartett von vierten Offiziellen aus dem Gastgeberverband. Darunter war einer, Fran Jović, der bereits bei der Endrunde in Aserbaidschan im Jahr zuvor zum Schiedsrichterteam gehört hatte.

Wie es in den letzten Jahren zum Brauch geworden ist, standen auf der Turnier-Agenda auch Aufklärungseinheiten zu Dopingkontrollen und den Gefahren von Spielmanipulationen. Diese richteten sich zum Großteil an Spieler, die ihre ersten Erfahrungen bei Endrunden eines UEFA-Wettbewerbs sammelten.

Das Technische Team der UEFA in Kroatien bestand aus Dušan Fitzel (Tschechische Republik), Dany Ryser (Schweiz) und Patricia González (Spanien). Letztere schrieb Geschichte, weil sie als erste Trainerin als UEFA-Beobachterin bei einem Männer-Turnier fungierte. Zum Finale stieß auch noch Ioan Lupescu (Rumänien) hinzu, der leitende technische Offizier der UEFA.

Ihre Beobachtungen wurden in einem Technischen Bericht zusammengefasst, der nicht nur eine bleibende Aufzeichnung des Turniers ist, sondern auch wertvolle Informationen für Trainer liefert, die an der Entwicklung des Spiels arbeiten.

http://de.uefa.com/under17/season=2017/technical-report/index.html#einleitung