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Edouards acht Tore lassen Frankreich strahlen

Odsonne Edouard traf bei der UEFA-U17-Europameisterschaft insgesamt acht Mal. Durch seine Tore konnte Frankreich in Bulgarien zum zweiten Mal den Titel einfahren.
Edouards acht Tore lassen Frankreich strahlen
Frankreich feiert seinen Triumph in Burgas ©Sportsfile

Edouards acht Tore lassen Frankreich strahlen

Odsonne Edouard traf bei der UEFA-U17-Europameisterschaft insgesamt acht Mal. Durch seine Tore konnte Frankreich in Bulgarien zum zweiten Mal den Titel einfahren.

Die erste UEFA-U17-Europameisterschaft mit 16 Mannschaften in 13 Jahren wurde zu Frankreichs Turnier, als sie in beeindruckender Manier alle Gegner in Bulgarien wegfegen konnten.

Seit 2004, als Karim Benzema, Kevin Constant, Hatem Benarfa, Jérémy Menez und Samir Nasri für die Mannschaft spielten, hatten Les Petits Bleus keinen Erfolg mehr in der U17 verbuchen können. Dies sollte sich schließlich in Burgas ändern, als Jean-Claude Giuntinis Mannschaft die DFB-Elf, die ebenfalls zum vierten Mal im Endspiel stand, mit 4:1 besiegte und so den zweiten Titel in dieser Altersklasse für Frankreich gewann. Wie auch im Rest des Wettbewerbs war Odsonnne Edouard der entscheidende Akteur für Frankreich, er konnte den ersten Dreierpack in einem U17-Finale erzielen.

Giuntinis Team setzte den Maßstab schon am ersten Spieltag, als sie in Gruppe C fünf Tore im Spiel gegen Schottland markierten. Edouard steuerte das dritte Tor bei – das erste von acht Toren, die er in Bulgarien erzielen sollte, Rekord in der Endrunde –, als Frankreich schon nach 35 Minuten mit 4:0 führte. Deutschland begann das Turnier in der Gruppe B mit einem 2:0-Sieg gegen Belgien, die in der ersten Hälfte verschwenderisch mit ihren Chancen umgingen und dies teuer bezahlen mussten. 

Die zweitgrößte Zuschauerzahl des Turniers kam im Eröffnungsspiel der Gastgeber in der Gruppe A zustande. Der Großteil der 10 640 Fans im Beroe-Stadion in Stara Zagora musste enttäuscht nach Hause gehen, da Kroatien mit 2:0 gewinnen konnte. Titelverteidiger England siegte in der Gruppe D mit 1:0 gegen Italien.

Die nächsten Erfolge von Deutschland und Frankreich fielen schmäler aus, sie gewannen jeweils mit 1:0 gegen Slowenien und Russland. Belgien konnte die Hoffnungen mit einem 3:0-Sieg gegen die Tschechische Republik in Sozopol wieder aufleben lassen – ein Spiel, das seine Wendung erfuhr, als Jens Teunckens einen Elfmeter halten konnte. Früher am gleichen Tag im gleichen Stadion avancierte Kroatien mit einem 1:0-Sieg gegen Österreich zur ersten Mannschaft, die sich für das Viertelfinale qualifizieren konnte.

Frankreich und Deutschland spielten eine perfekte Gruppenphase, in der sie die maximale Punktezahl erreichten und kein Gegentor kassieren mussten. Frankreich schlug Griechenland, deren Niederlage die Tür für Russland öffnete, die ihrerseits 2:0 gegen Schottland gewannen und so den zweiten Platz in der Gruppe C erreichten. Kapitän Felix Passlack traf das Tor zwei Mal bei einem 4:0-Sieg, als Deutschland, denen ein Unentschieden gereicht hätte, die Tschechen abfertigte.

Die ersten zwei Viertelfinal-Spiele gingen ins Elfmeterschießen, Belgien besiegte Kroatien und Deutschland warf Spanien aus dem Turnier. Russland konnte seine Glückssträhne fortsetzten, als sie Englands Herrschaft beendeten – Aleksei Tataev traf vier Minuten, nachdem Aleksandr Maksimenko Nathan Hollands Strafstoß abwehrte, per Kopf das Tor. Edouards zwei Hackentreffer bei Frankreichs 3:0-Sieg gegen Italien waren absolute Glanzmomente. 

Die Halbfinal-Partien waren ebenfalls knappe Angelegenheiten, Frankreich musste schließlich das erste Gegentor in Kauf nehmen, ein Kopfball von Belgiens Rubin Seigers, aber ging siegreich aus einem Elfmeterschießen hervor, in dem sieben von zehn Versuchen entweder am Tor vorbeigingen oder vom Torhüter gehalten wurden. Luca Zidane, Sohn von Zinédine, hielt drei davon und Edouard verwandelte den Siegelfmeter. Janni Serras Kopfballtor in der 68. Minute gegen Russland brachte Deutschland mit einem fünften Spiel ohne Gegentor ins Finale.

Im Endspiel stahl Edouard allen anderen Akteuren vor über 13 000 Zuschauern im Lazur-Stadion – Rekord für ein U17-Spiel, in dem der Gastgeber nicht auf dem Platz stand – die Schau. Deutschlands zuvor undurchdringbare Verteidigung hatte keine Antwort auf Frankreichs Stürmer Topstürmer. Giuntini sagte, dass es sich der Spieler von Paris Saint-Germain "leisten kann, große Ambitionen zu haben".

http://de.uefa.com/under17/history/season=2015/index.html#edouard+fuhrt+frankreich+triumph