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2012: Max Meyer

Der Rummel um Max Meyer war groß vor der UEFA-U17-Europameisterschaft. Deutschlands Nummer 10 hat die großen Erwartungen jedoch zweifelsohne erfüllt, er war die treibende Kraft hinter dem Finaleinzug seiner Mannschaft.
von Dan Ross
2012: Max Meyer
Max Meyer aus Deutschland kontrolliert im Finale gegen die Niederlande den Ball ©Sportsfile

2012: Max Meyer

Der Rummel um Max Meyer war groß vor der UEFA-U17-Europameisterschaft. Deutschlands Nummer 10 hat die großen Erwartungen jedoch zweifelsohne erfüllt, er war die treibende Kraft hinter dem Finaleinzug seiner Mannschaft.

Max Meyer war ohne Zweifel der Star der deutschen Mannschaft, die bei der UEFA-17-Europameisterschaft das Endspiel erreichte. Eine Überraschung war das aber beileibe nicht.

Einige glanzvolle Auftritte in der Qualifikation, verbunden mit drei Treffern in sechs Vorrundenspielen haben dafür gesorgt, dass Meyer schon vor dem Turnier in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt war. In Slowenien bestätigte er seine starken Leistungen und führte sein Team zu vier Siegen am Stück, bevor Deutschland in einem dramatischen Endspiel gegen die Niederlande unterlag.

Der 16-jährige Spielmacher, der derzeit beim FC Schalke 04 spielt, wurde nach elf Toren in 17 Spielen für die U17 bereits vor einiger Zeit in die U19 seines Vereins versetzt. Der talentierte Mittelfeldspieler scheint dort jedoch keineswegs überfördert. In sieben Spielen hat er dort vier Tore erzielt. Zurück unter Gleichaltrigen knüpfte Meyer nahtlos an seine guten Leistungen an. Mit einem starken Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen Georgien sicherte er seiner schwächelnden Mannschaft drei Punkte. Meyer selbst erzielte mit einem Schuss ins kurze Eck nach exakt einer Stunde das spielentscheidende Tor.

Meyer und seine Teamkameraden schlugen anschließend Island mit 1:0 und standen damit schon einen Spieltag vor Ende der Vorrunde als Gruppensieger fest. Diese Tatsache schien den vor temperamentvollen Stürmer für das abschließende Spiel gegen Frankreich regelrecht zu befreien. Nachdem Torwart Oliver Schnitzler einen Elfmeter der Franzosen pariert hatte, entschied Meyer das Spiel mit seinen beiden Treffern fast im Alleingang.

In der 54. Minute schloss er eine Kombination nach Pass von Marian Sarr erfolgreich mit einem Schuss ins untere Eck ab. Kaum 60 Sekunden vergingen, da traf Meyer nach einer Flanke von Julian Brandt zum zweiten Mal. Deutschlands dritten Treffer bereitete der 16-Jährige nach einem Ballverlust der Franzosen im Mittelfeld mit einem traumhaften Pass auf Max Dittgen vor. Diese Leistung des Nachwuchstalents war zweifellos wegweisend für den weiteren Turnierverlauf.

Von dem Erfolg beflügelt zeigte Meyer im Halbfinale gegen Polen einen bärenstarken Auftritt. Der quirlige Schalker harmonierte exzellent mit Marc Stendera und spielte so viele Chancen für seine Stürmer heraus. Das Finale lief dann jedoch nicht nach Plan. Der starke niederländische Kapitän Nathan Ake nahm Meyer fast vollständig aus dem Spiel, so konnte dieser sein Talent nur sporadisch aufblitzen lassen und sich nur selten ins Spielgeschehen einschalten.

Nachdem sein Team im Elfmeterschießen verloren hatte, war der zutiefst enttäuschte Meyer zu keinem Interview mehr bereit. Das vielleicht aussagekräftigste Kompliment kam von seinem direkten Gegenspieler im Finale. "Meyer ist ihr unumstritten bester Spieler", sagte Ake nach dem Spiel. "Er ist schnell und sehr gefährlich. Mein Trainer hat mir gesagt, ich muss immer bei ihm bleiben, egal wo er auch hingeht, dann haben wir eine bessere Chance." Ein wirklich großes Lob.

Letzte Aktualisierung: 24.08.12 18.57MEZ

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