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2009: Mario Götze

Als Deutschland 2009 die UEFA-U17-Europameisterschaft gewann, war Mario Götze die bestimmende Figur - nur fünf Jahre danach erzielte er das Siegtor bei der FIFA-WM.
von Paul Saffer
2009: Mario Götze
Mario Götze im Halbfinale gegen Italien ©Sportsfile

2009: Mario Götze

Als Deutschland 2009 die UEFA-U17-Europameisterschaft gewann, war Mario Götze die bestimmende Figur - nur fünf Jahre danach erzielte er das Siegtor bei der FIFA-WM.

Bereits 2009 war es deutlich, als Deutschland eine besonders stark besetzte UEFA-U17-EM im eigenen Land gewann, dass der DFB über einen starken Jahrgang verfügt. Dass einer von ihnen fünf Jahre später den Siegtreffer bei der FIFA-WM erzielen würde, konnte man allerdings nicht vorhersehen.

Mario Götze, der bereits seit 2001 in der Jugendabteilung von Borussia Dortmund spielte, erhielt bei der U17-Endrunde das Trikot mit der Nummer 10 und war auch der Spielmacher jener Mannschaft. Der 16-Jährige brauchte nicht lange, um sich beim 4:0-Sieg gegen England, der das Weiterkommen in die K.-o.-Phase brachte, in Szene zu setzen. Im Spielbericht auf UEFA.com ist von einem "sehenswerten Solo von Mario Götze" die Rede.

Nachdem man die Türkei schon 3:1 geschlagen hatte, war Deutschland damit für das Halbfinale qualifiziert und Götze wurde beim Sieg gegen die Niederlande geschont. Gegen Italien im Halbfinale war er aber wieder dabei und bereitete den Azzurrini große Probleme. Nach dem 2:0-Sieg meinte er: "Ich bin erleichtert, an der Vorbereitung der Tore beteiligt gewesen zu sein, und jetzt stehen wir im Finale."

Im Endspiel (Götze: "Das war die letzten zwei Jahre unser Ziel, dafür haben wir gearbeitet") gab es in Magdeburg eine Rekordzuschauerzahl von 24 000 und dort führte Götze seine Elf in einem epischen Spiel zu einem 2:1-Sieg nach Verlängerung.

Götze war der Fokus im Offensivspiel der deutschen Mannschaft, Tempo und seine Kreativität gehörten ebenso zu seinen Stärken wie die Ballbehandlung. Kapitän Reinhold Yabo sagte über ihn: "Mario ist ein sehr kreativer Spieler. Solche Spieler nennen wir in Deutschland 'Schlitzohr', was bedeutet, dass er ein sehr trickreicher und kreativer Spieler ist, der immer einen Einfall hat – auf und neben dem Platz! Er ist ein lustiger Kerl, der ein Spiel alleine entscheiden kann."

Bezeichnenderweise musste Joachim Löw, der zum Endspiel ins Stadion gekommen war, nicht lange darüber nachdenken, wer für ihn der herausragende Spieler war: "Mario Götze war das ganze Turnier über in guter Form."

Sechs Monate nach dem U17-Endspiel lief Götze erstmals für die Bundesliga-Mannschaft der Dortmunder auf. In der folgenden Saison erzielte er acht Tore und elf Vorlagen und wurde mit den Schwarzgelben Deutscher Meister. Eine Hüftverletzung Anfang 2012 warf ihn kaum zurück und 2012/13 kam er auf 16 Tore sowie 13 Vorlagen und verpasste das Endspiel der UEFA Champions League nur aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Ein 37-Millionen-Euro-Transfer zum FC Bayern München machte ihn damals zum teuersten deutschen Spieler aller Zeiten.

Am 17. November 2010 feierte Götze gegen Schweden sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, er war der jüngste Nationalspieler seit Uwe Seeler und gemeinsam mit André Schürrle der erste, der im wiedervereinten Deutschland geboren wurde. Götzes erstes Tor für Deutschland gab es im August 2011 in einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien zu bewundern. Er stand im Kader für die UEFA EURO 2012 und die WM 2014, wo er nach Vorlage von Schürrle in der 113. Minute des Endspiels die DFB-Elf zum vierten WM-Titel schoss.

Letzte Aktualisierung: 20.08.14 15.44MEZ

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