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Frankreich nutzt den Heimvorteil

Im Endspiel der Saison 2003/04 konnte sich der Gastgeber in einer dramatischen Partie gegen Spanien durchsetzen.
Frankreich nutzt den Heimvorteil
France 2004 ©UEFA.com
SSI Err

Frankreich nutzt den Heimvorteil

Im Endspiel der Saison 2003/04 konnte sich der Gastgeber in einer dramatischen Partie gegen Spanien durchsetzen.

Im Endspiel der UEFA-U17-Europameisterschaft 2003/04 in Chateauroux konnte sich Frankreich in einer dramatischen Partie gegen Spanien durchsetzen. Damit blieb der Pokal zum zweiten Mal in Folge im Land des jeweiligen Gastgebers.

Die Mannschaft von Philippe Bergeroo hat sich bei diesem Turnier in der Loire-Region stetig gesteigert. Am ersten Spieltag schienen die Franzosen an der massiven Abwehr von Nordirland zu verzweifeln, doch in den letzten sieben Minuten trafen sie noch drei Mal und feierten so einen 3:0-Erfolg. In der anderen Partie der Gruppe A gewann Spanien mit 1:0 gegen die Türkei. In der Gruppe B kam England dank zweier später Tore zu einem 2:0-Sieg gegen die Ukraine, während sich Österreich und Titelverteidiger Portugal mit einem torlosen Remis trennten.

England machte zwei Tage später den Einzug ins Halbfinale bereits perfekt. Die Mannschaft von John Peacock musste zunächst zwar einen Rückstand hinnehmen, doch dann drehte Shane Paul die Partie mit einem Doppelpack. Am Ende stand ein 3:1-Sieg gegen die Portugiesen. Daniel Gramann sorgte währenddessen mit zwei Toren für den 2:1-Sieg der Österreicher gegen die Ukraine, die damit immer noch auf den ersten Punktegewinn warten musste. In der Gruppe A behielt Frankreich seine weiße Weste und gewann mit 1:0 gegen Spanien. Beim 5:0-Sieg der Türken gegen Nordirland traf Ergin Keles zwei Mal.

Spanien konnte sich nach dem 4:1-Triumph über Nordirland trotzdem noch für das Halbfinale qualifizieren. Pedraza erzielte in dieser Begegnung drei Treffer. Der Gruppensieg ging jedoch an die Franzosen, die nach Toren von Hatem Ben Arfa und Jérémy Menez in der zweiten Hälfte gegen die Türkei gewinnen konnten. England belegte nach dem 1:0-Sieg gegen Österreich den ersten Rang in der Gruppe B. Auf dem zweiten Platz landeten die Portugiesen, die deutlich mit 4:0 gegen die Ukraine gewinnen konnten. Kapitän Bruno Gama war dabei zwei Mal erfolgreich.

Im Halbfinale war für den Titelverteidiger dann aber Endstation. Bruno Moreira brachte Portugal in der ersten Halbzeit zwar in Führung, doch in der zweiten Hälfte drehten Samir Nasri, Menez und Ben Arfa die Partie mit ihren Toren noch zu Gunsten der Franzosen. Das zweite Halbfinale war eine ganz enge Kiste. Der Engländer Kyel Reid konnte die Führung der Spanier durch Marcos García noch ausgleichen, doch eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit verwandelte Cesc Fabregas einen Elfmeter und schoss seine Mannschaft damit ins Finale.

Die Titelhoffnungen von England und Portugal waren zwar beendet, doch im Spiel um den dritten Platz ging es für die beiden Teams noch um die Qualifikation für den UEFA/CAF-Meridian-Pokal. In dieser mit offenem Visier geführten Begegnung trafen João Silva und James Walker jeweils zwei Mal. Am Ende stand es schließlich 4:4-Unentschieden, die Entscheidung musste also im Elfmeterschießen fallen. Dabei zeigten die Engländer Nerven und unterlagen mit 2:3.

Zwei Stunden später hatte Frankreich vor 14.000 Zuschauern einen Start nach Maß. Kévin Constant brauchte nur wenige Sekunden, um den Gastgeber in Führung zu bringen. Mitte der zweiten Halbzeit konnte Spanien durch einen Kopfball von Gerard Piqué ausgleichen. Alles deutete auf eine Verlängerung hin, doch dann markierte Nasri mit einem strammen Schuss kurz vor dem Schlusspfiff den viel umjubelten Siegtreffer der Franzosen.

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