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Sousa schießt Portugal zum EM-Titel

Seit 1988 konnten die Gastgeber nicht mehr das Junioren-Turnier der UEFA gewinnen. Erst 2002/03 nutzten die Portugiesen ihren Heimvorteil bei der U17-EM und gewannen den Titel.
Sousa schießt Portugal zum EM-Titel
Portugal 2003 ©UEFA.com
SSI Err

Sousa schießt Portugal zum EM-Titel

Seit 1988 konnten die Gastgeber nicht mehr das Junioren-Turnier der UEFA gewinnen. Erst 2002/03 nutzten die Portugiesen ihren Heimvorteil bei der U17-EM und gewannen den Titel.

Seit 1988 konnten kein Gastgeber mehr das Junioren-Turnier der UEFA gewinnen. Erst 2002/03 nutzten die Portugiesen ihren Heimvorteil bei der UEFA-U17-Europameisterschaft und gewannen den Titel.

Wie schon beim 4:4 im Eröffnungsspiel der Endrunde im Jahr zuvor sahen die Zuschauer auch im ersten Spiel der Finalrunde 2003 jede Menge Tore. Die Portugiesen lagen gegen Dänemark acht Minuten vor Ende der ersten Halbzeit mit 0:1 zurück, ehe sie mit 2:1 in Führung gingen und dann den Ausgleich hinnehmen mussten. In der 53. Minute traf der eingewechselte Manuel Corto mit seiner ersten Ballberührung zum 3:2-Siegtreffer für die Gastgeber. Im anderen Spiel der Gruppe A gewann Österreich gegen Ungarn mit 1:0. In der Gruppe B schlug England Israel mit 2:1, und Spanien bezwang Italien mit 2:0. Portugal stand schon nach dem zweiten Spieltag als Gruppensieger fest, weil sie Österreich mit 1:0 bezwingen konnten, und Dänemark Ungarn mit 2:0 besiegte. Die Magyaren mussten daraufhin all ihre Hoffnungen begraben. In Gruppe B behielten die Spanier gegen Israel mit 3:0 die Oberhand und erreichten so das Halbfinale. England und Italien trennten sich torlos.

Mit einem 2:0-Erfolg über Ungarn bauten die Portugiesen ihre makellose Bilanz aus. Auch Österreich zog nach einem 2:0 über Dänemark ins Halbfinale ein. Patrick Mayer und Daniel Horvath schossen die Tore. England brauchte im abschließenden Gruppenspiel gegen Spanien ein Remis zum Weiterkommen. Nachdem sie zur Pause schon mit 0:2 zurücklagen, kämpfte sich John Peacocks Team wieder zurück ins Spiel und erreichte noch das Unentschieden. Der 4:0-Sieg der Italiener gegen Israel war also umsonst.

Die Spanier, die mit sechs U16-Titeln Rekordsieger in dieser Altersklasse sind, revanchierten sich gegen die Österreicher für die Halbfinal-Niederlage 2002 mit einem 5:2-Sieg. David schoss in dieser Partie vier Tore und war am Ende mit sechs Treffern Rekordtorschütze des Turniers. Das andere Halbfinale zwischen Portugal und England war spannender. Dean Bowditch brachte die Jungs von der Insel nach acht Minuten in Führung, doch Adelino Freitas glich umgehend aus. James Milner schoss die Engländer in der 21. Minute wieder in Front. Der eingewechselte Portugiese Saleiro köpfte in der Nachspielzeit das 2:2. Im Elfmeterschießen scheiterte dann Grant Leadbitter an seinen Nerven und sorgte damit für ein iberisches Duell im Finale.

Auch das Spiel um Platz drei verloren die Engländer. In der 53. Minute war es Daniel Pirker, der Österreich zum 1:0-Sieg schoss. Im Endspiel vor 9.000 Zuschauern in Viseu brachte Márcio Sousa die Portugiesen in der ersten Halbzeit in Führung. Nach Davids Ausgleich zwei Minuten nach der Pause war es wiederum Sousa, der fünf Minuten später für den viel umjubelten Siegtreffer der Portugiesen sorgte.

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