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Schweiz triumphiert in Dänemark

Nach der Umstellung von der U16- zur U17-Europameisterschaft wurde die Schweiz zum ersten Titelträger im neuen Format.
Schweiz triumphiert in Dänemark
Switzerland 2002 ©UEFA.com

Schweiz triumphiert in Dänemark

Nach der Umstellung von der U16- zur U17-Europameisterschaft wurde die Schweiz zum ersten Titelträger im neuen Format.

Nach einer Regeländerung wurde in der Saison 2001/02 aus der UEFA-U16- eine UEFA-U17-Europameisterschaft, der Modus mit 16 Teams blieb jedoch unverändert. Die Schweiz sorgte für eine weitere Neuerung, denn die Eidgenossen holten ihren ersten Titel auf UEFA-Ebene.

Das Auftaktspiel zwischen Gastgeber Dänemark und den Niederlanden war gleich ein absoluter Kracher. Collins John brachte die Oranjes gegen Ende der ersten Halbzeit in Führung, doch Dänemark gelang bald darauf der Ausgleich. Die zweite Hälfte lief noch nicht lange, da lagen die Dänen bereits mit 3:1 in Führung. Die Niederländer gaben jedoch nicht auf und lagen ihrerseits vier Minuten vor dem Schlusspfiff wieder vorne. In der Nachspielzeit markierte schließlich Kasper Lorentzen den Ausgleich. In der anderen Partie der Gruppe A gewann England mit 3:2 gegen Finnland. Zwei Tage später siegte die Mannschaft von der Insel mit 2:0 gegen die Niederlande und stand damit bereits vorzeitig in der nächsten Runde. Dänemark feierte unterdessen einen 6:0-Kantersieg gegen Finnland - die letzten fünf Tore fielen erst in den letzten 20 Minuten und gingen alle auf das Konto von Morten Rasmussen. Anschließend trennten sich die Dänen mit einem torlosen Remis von England, und damit waren sie ebenfalls eine Runde weiter. Der 6:1-Erfolg der Niederländer über Finnland, bei dem John drei Mal traf, war also letztlich wertlos.

In der Gruppe C fielen ebenfalls eine Menge Tore. Jugoslawien startete mit einem 6:3-Sieg gegen Moldawien, Simon Vukevic gelangen dabei drei Treffer. Spanien schlug zunächst die Tschechische Republik mit 4:1 und anschließend Moldawien mit 4:2, während die Jugoslawen mit 3:1 gegen die Tschechen gewinnen konnten. Damit standen die beiden Tabellenersten bereits fest. Spanien sicherte sich aber mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Jugoslawien noch den Gruppensieg. Die Tschechen gewannen schließlich noch mit 3:2 gegen Moldawien, damit waren in dieser Gruppe insgesamt 35 Tore gefallen. Der Spanier Jonathan Soriano wurde am Ende mit sieben Treffern Torschützenkönig.

In der Gruppe B machten es die Schweizer den Spaniern nach und behielten ebenfalls eine weiße Weste. Mit Phillipe Senderos in der Abwehr gewannen sie gegen die Ukraine (3:1), Portugal (1:0) und Frankreich (2:1). Die Franzosen folgten der Schweiz nach dem 2:0-Erfolg gegen Portugal und dem torlosen Remis gegen die Ukraine ins Viertelfinale. In der Gruppe D trennten sich Georgien und Deutschland mit einem 1:1-Unentschieden, während Polen mit 3:1 gegen Ungarn siegte. Danach folgte erneut ein 1:1 zwischen Georgien und Polen sowie ein 6:2-Sieg der Deutschen gegen Ungarn. Sebastian Westerhoff schoss dabei drei Tore. Nach dem 1:0-Sieg gegen Polen war Deutschland Gruppensieger. Dahinter folgte das Team aus Georgien, das am letzten Spieltag mit 2:1 gegen Ungarn gewinnen konnte.

Im Viertelfinale genügte den Engländern ein einziger Treffer von Wayne Rooney gegen Jugoslawien, während die Dänen nach einem 2:2 schließlich im Elfmeterschießen an Spanien scheiterten. Frankreich brauchte gegen Deutschland nach einem 1:1 ebenfalls das Elfmeterschießen, während die Schweiz beim 3:0 gegen Georgien keine Probleme hatte. Im Halbfinale siegten die Schweizer dann mit dem gleichen Ergebnis gegen England, während Frankreich nach einem 1:1 gegen Spanien im Elfmeterschießen die Oberhand behielt. Guillaume Plessis hatte Les Bleus kurz vor der Pause in Führung gebracht, doch in der Schlussphase konnten die Spanier dann doch nach das Elfmeterschießen erzwingen. Plessis scheiterte zwar mit seinem Schuss, aber dennoch gewann Frankreich mit 3:2.

Rooney führte England im Spiel um den dritten Platz mit einem Dreierpack zu einem 4:1-Erfolg gegen Spanien. Im Finale war das Elfmeter-Glück der Franzosen schließlich erschöpft. Nach einem torlosen Remis zeigten Plessis und Samy Houri Nerven, während Reto Ziegler die Schweizer schließlich zum 4:2-Sieg schoss.

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