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Salzburg folgt Chelsea auf den Youth-League-Thron

Manchester City, Paris Saint-Germain, Atlético Madrid, Barcelona und Benfica - Salzburg hatte seit dem vierjährigen Bestehen der UEFA Youth League wahrscheinlich den härtesten Weg zum Titel.
Salzburg folgt Chelsea auf den Youth-League-Thron
Salzburger Jubel im Colovray-Stadion ©Sportsfile

Salzburg folgt Chelsea auf den Youth-League-Thron

Manchester City, Paris Saint-Germain, Atlético Madrid, Barcelona und Benfica - Salzburg hatte seit dem vierjährigen Bestehen der UEFA Youth League wahrscheinlich den härtesten Weg zum Titel.

Als Salzburg am traditionellen Endrunden-Wochenende im Colovray-Stadion als großer Triumphator hervorging, wurde ein neuer Name in die noch kurze Siegerliste der UEFA Youth League eingetragen.

Die Mozartstädter sicherten sich nach dem zweimaligen Champion Chelsea und Barcelona, dem Sieger von 2014, den Lennart-Johansson-Pokal. Sie hatten auf dem Weg nach Nyon einen extrem steinigen Weg hinter sich, nach ersten Erfolgen im Meisterweg gegen Vardar und Kairat Almaty wurden anschließend Manchester City, Paris Saint-Germain und Atlético Madrid ausgeschaltet.

Die Kaliber, die Salzburg dann in der Schweiz bezwang, waren ebenfalls große Nummern. Gegen Barcelona lag die Mannschaft von Marco Rose nach einer Stunde mit 0:1 zurück, machte dann aber noch zwei Tore. Den Siegtreffer markierte der eingewechselte Daka Patson bei seinem Debüt in diesem Wettbewerb. Einen Monat zuvor hatte dieser noch Sambia zum Sieg beim Africa Cup der U20 geführt.

Das Finale gegen Benfica nahm einen ähnlichen Verlauf, nur lag Salzburg sogar bis zur 72. Minute zurück. Dann gelang Patson per Kopf der Ausgleich, ehe der ebenfalls eingewechselte Alexander Schmidt in seinem ersten Einsatz seit November die Wende perfekt machte.

Der Triumph war ein verspätetes Geburtstagsgeschenk für Salzburgs Kapitän Sandro Ingolitsch, der sechs Tage vor dem Finale 20 Jahre alt wurde. Die Truppe von Rose beendete die UEFA Youth League letztendlich mit neun Spielen ohne Niederlage und dem Bestwert von 29 erzielten Toren.

Hannes Wolf, der in Nyon drei Tore vorbereitete und eines selbst erzielte, brachte es im Verlauf der Saison wie Mergim Berisha auf sieben Treffer. Die beiden Stürmer waren zwei von drei Spielern im Endrunden-Kader von Rose, die bereits in der Profimannschaft zum Einsatz gekommen waren. Der Dritte, Amadou Haidara, hatte bei seinem Debüt im österreichischen Pokal knapp drei Wochen vor der Reise nach Nyon auf Anhieb getroffen.

Im zweiten Halbfinale setzte sich Benfica mit 4:2 gegen Real Madrid durch, für die Madrilenen bedeutete das die dritte Halbfinal-Pleite nach 2014 und 2016. Beide Mannschaften aus Spanien mussten damit enttäuscht die Heimreise antreten. Wenigstens durfte sich Barcelonas Jordi Mboula - er traf gegen Salzburg - über die Auszeichnung als bester Torschütze des Wettbewerbs freuen, er brachte es wie Kaj Sierhuis von Ajax auf acht Treffer.

Insgesamt waren 2016/17 Mannschaften aus 40 Ländern vertreten, drei mehr als in der Saison davor. Zum ersten Mal gingen Teams aus der EJR Mazedonien, der Republik Irland und Montenegro an den Start.

Der Wettbewerb war einst eingeführt worden, um die Lücke zwischen Jugend- und Profiteams etwas zu verkleinern, was in dieser Saison beispielhaft gelang. 16 Spieler kamen auch in der UEFA Champions League zum Einsatz, unter anderem Fedor Chalov von Viertelfinalist ZSKA Moskau, Benficas Endspiel-Torschütze José Gomes und Borussia Dortmunds Verteidiger Felix Passlack.

Passlack gab erst im September gegen Legia Warschau sein Debüt in der UEFA Youth League, beim Rückspiel zwei Monate später gehörte er bereits zum Kader von Thomas Tuchels Profimannschaft und avancierte dabei zum jüngsten deutschen Torschützen in der europäischen Königsklasse, als der BVB mit 8:4 gegen Legia gewann.

Youth-League-Finalisten zeigen ihr Können

http://de.uefa.com/uefayouthleague/history/season=2017/index.html#201617+salzburg+triumphiert