Wie Real Madrid sich den Titel sicherte

Dani Carvajal entschied das Spiel zwischen Real Madrid und Sevilla in Trondheim mit seinem Tor. Daniel Thacker hat noch mehr Gründe für den Sieg der Madrilenen gefunden.

Real Madrid bescherte den Fans beim 3:2-Sieg nach Verlängerung im UEFA-Superpokal eine weitere magische Europapokalnacht. Die Spanier wiesen ihren Ligarivalen Sevilla in Trondheim in die Schranken. UEFA.com erklärt, wie sie das schafften.

Carvajals Wille
Dani Carvajal verpasste die UEFA EURO 2016 aufgrund einer Verletzung, die er sich im Endspiel der UEFA Champions League gegen Atlético Madrid zuzog. Er musste das San Siro damals unter Tränen verlassen.

Durch seine Energieleistung gewann Real Madrid den UEFA-Superpokal. In der Nähe der Mittellinie schnappte sich der Spanier den Ball, in einem Moment, in dem Sevilla zu einem Konter ansetzte. Der Rechtsverteidiger schaltete schnell und legte einen Slalomlauf durch die Abwehr des Siegers der UEFA Europa League hin, ehe er den Ball unhaltbar für Sergio Rico versenkte.

Auch diesmal flossen wieder Tränen, doch es war die pure Freude, die Carvajal zum Weinen trieb.

Ramos' Führungsqualitäten
Ramos ist der wahrscheinlich optimale Spieler für solche Finals. Das stellte er im Lerkendal Stadion einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. Der 30-Jährige hat nun in drei der letzten vier UEFA-Finals für Real Madrid getroffen. Zwei dieser drei Treffer fielen in der 93. Minute.

"Es ist ein toller Tag für mich. Nicht nur, weil wir den Titel als Team gewonnen haben, sondern auch, weil ich in der 93. Minute genau am richtigen Ort stand", so Ramos nach der Partie zu UEFA.com. "Das ist eine unvergessliche Erinnerung."

Asensios glorreiches Debüt
Marco Asensios Treffer zum 1:0 zeigte, wie talentiert dieser junge Mann ist. Der 20-Jährige gilt als eines der größten spanischen Talente und er eröffnete den Torreigen mit einem platzierten Linksschuss aus 20 Metern.

Marco Asensio feiert sein Tor
Marco Asensio feiert sein Tor©Getty Images

Nicht nur bei seinem Treffer wusste Asensio zu überzeugen. Der Spanier zog von der linken Seite immer wieder nach innen und stellte Sevillas Abwehr vor große Probleme.

"Er hat ein komplettes Spiel hingelegt", so Zinédine Zidane nach dem Finale. "Sein Tor war bemerkenswert, was seine Gesamtleistung abrundet."

Reals Eigengewächse
Real Madrid ist vor allem für seine internationalen Stars bekannt, doch im Endspiel von Trondheim standen vier Spieler auf dem Rasen, die aus der eigenen Jugendabteilung stammen. 

Carvajal, Álvaro Morata, Kiko Casilla und Lucas Vázquez wurden allesamt im vereinseigenen Unterbau groß. Ramos verdiente sich seine ersten Meriten als Spieler bei Sevilla, sieht sich aber trotzdem als Urgestein der Königlichen.

"Ich bin schon so lange bei diesem Verein, dass ich mich selbst als Real-Gewächs bezeichnen würde", so Ramos. "Bei diesem Klub musst du immer alles geben. Das ist die DNA von Real Madrid, die mir seit meinem ersten Tag hier implementiert wurde. Spieler wie Raúl, Michel Salgado und Iker Casillas bringen dir diese Werte bei."

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