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1988: Mechelen-Wunder geht weiter

1988: Mechelen-Wunder geht weiter

KV Mechelen - PSV Eindhoven 3:0
PSV Eindhoven - KV Mechelen 1:0
(Mechelen gewinnt nach Hin- und Rückspiel mit 3:1)

Der KV Mechelen legte 1987/88 eine unglaubliche Saison im Europapokal hin. Anfang der 2000er Jahre musste der Verein zwar Insolvenz anmelden, doch kein Belgier wird ihn je vergessen.

Am 11. Mai 1988 in Straßburg köpfte der niederländische Stürmer Piet den Boer eine Flanke des israelischen Nationalspielers Eli Ohana an Torhüter Stanley Menzo vorbei ins Netz. Dies war das einzige Tor im Finale des Europapokals der Pokalsieger, und damit hatten die unbekannten Belgier gegen den niederländischen Spitzenklub AFC Ajax gewonnen.

Für die 10 000 mitgereisten Fans von Mechelen war es ein unglaubliches Erlebnis, denn ihre Mannschaft konnte bei der ersten Teilnahme an einem europäischen Vereinswettbewerb gleich den Titel holen. Auf dem Weg ins Finale haben die Belgier den FC Dinamo Bucuresti, Saint Mirren FC, den FC Dinamo Minsk und Atalanta BC ausgeschaltet.

Mit der Unterstützung des ortsansässigen Elektronik-Magnaten John Cordier und unter der Führung des holländischen Trainers Aad de Mos hatte Mechelen eine gesunde Mischung aus fleißigen Belgiern wie Michel Preud'homme und Lei Clijsters (dem Vater der belgischen Tennisspielerin Kim Clijsters) sowie selbstbewussten Niederländern wie Erwin Koeman, Den Boer und Graeme Rutjes zusammen.

Mechelen hatte gegen Ajax bereits einen Vorgeschmack bekommen, wie sich Siege gegen holländische Teams anfühlen. Im Finale des UEFA-Superpokals warteten nun erneut Niederländer, nämlich der PSV Eindhoven, der sich in Stuttgart im Elfmeterschießen gegen SL Benfica den Titel im Pokal der europäischen Meistervereine holen konnte. Nach 120 Minuten waren damals noch keine Tore gefallen.

Der PSV war klarer Favorit, doch das Mechelen-Wunder nahm bereits im Hinspiel am 1. Februar 1989 in Belgien seinen Lauf. Der Niederländer John Bosman und ein Eigentor von Stan Valckx sorgten gleich für klare Verhältnisse, und damit war der PSV praktisch schon geschlagen.

Im Rückspiel passierte nicht mehr viel, Mechelen blieb bis zur 78. Minute ohne Gegentor. Johann Gillhaus erzielte zwar das 1:0 für den PSV, zu mehr sollte es aber nicht mehr reichen. Der 3:1-Gesamtsieg von Mechelen war ein weiterer unglaublicher Erfolg in der Geschichte des Klubs, der 1988/89 die einzige belgische Meisterschaft gewinnen konnte.

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