1986: Hagi führt Steaua zum Sieg

FC Steaua Bucureşti - FC Dynamo Kyiv 1:0

In vielerlei Hinsicht war das Endspiel 1986 das erste moderne Finale des UEFA-Superpokals. Außerdem markierte es die späte Krönung einer höchst erfolgreichen Europapokalsaison für den FC Steaua Bucuresti. Gheorghi Hagi erzielte in der 44. Minute das erste Tor in diesem Wettbewerb seit mehr als zwei Jahren, nachdem die Auflage 1985 ausfiel. Dieser Treffer reichte den Rumänen, um ihre zweite Europapokal-Trophäe innerhalb von neun Monaten zu gewinnen.

Steaua sicherte sich in Sevilla mit einem Sieg im Elfmeterschießen über den FC Barcelona den Pokal der europäischen Meistervereine. Nun ging es gegen den FC Dynamo Kyiv, der sich im Endspiel des Pokals der Pokalsieger gegen einen weiteren Verein aus der spanischen Primera División durchsetzte. Im Stade de Gerland in Lyon gewannen die Ukrainer gegen Club Atlético de Madrid mit 3:0.

Steaua und Dynamo entschieden sich gegen das traditionelle Format mit Hin- und Rückspiel. Stattdessen wollten sie den Superpokal in nur einer Partie ausspielen. Die UEFA wählte als neutralen Austragungsort das Stade Louis II in Monaco. Das Spiel fand am 24. Februar 1987 statt. Im selben Stadion werden seit 1998 die jährlichen UEFA-Superpokal-Spiele ausgetragen.

Hagi schoss das Tor des Tages kurz vor der Halbzeit. Zuvor hatte Oleg Blokhin Alin Stoica 25 Meter vor dem eigenen Tor gefoult. Hagi legte sich den Ball zurecht und zirkelte ihn mit dem linken Fuß brillant ins Dynamo-Netz. Damit gab er einen Vorgeschmack auf das, was der spätere Goldjunge der rumänischen Nationalmannschaft zu leisten im Stande war.

Das französische Sportblatt L'Equipe beschrieb das Spiel als Triumph der "Beine, Muskeln und Nerven" der Rumänen über die "Köpfe" der Ukrainer. Der Sieg war verdient, weil Steaua ab der 25. Minute das Spiel dominierte. Dynamo ging zwar aufgrund der brillanten Spielweise als Favorit in die Partie, musste aber auf den verletzten Verteidiger Vladimir Bessonov verzichten und konnte am Ende froh sein, nicht deutlicher verloren zu haben. Denn Marius Lacatus vergab in der 66. Minute eine Großchance zum 2:0.