1983: Das Wunder von Aberdeen

Hamburger SV - Aberdeen FC 0:0
Aberdeen FC - Hamburger SV 2:0
(Aberdeen gewinnt nach Hin- und Rückspiel mit 2:0)

Sir Alex Ferguson ist als Trainer von Manchester United FC weltberühmt geworden. Der Höhepunkt war sicherlich der Gewinn der UEFA Champions League 1999. Viele Experten aber halten seinen Triumph als Coach von Aberdeen FC im Pokal der Pokalsieger 1983 für eine noch größere Leistung.

Im Endspiel wartete der eigentlich übermächtige Gegner Real Madrid CF, doch die Schotten gingen gegen die Königlichen durch Eric Black überraschend in Führung. Auch vom Ausgleich durch Juan Gómez González ließ sich Aberdeen nicht schocken und gewann das Finale durch einen Treffer von John Hewitt mit 2:1 nach Verlängerung.

Damit schaffte es das tapfere Team von der Nordostküste Schottlands ins UEFA-Superpokal-Finale gegen den Hamburger SV. Die Norddeutschen gewannen 1983 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Pokal der europäischen Meistervereine durch einen 1:0-Sieg im Finale von Athen gegen Juventus FC.

Wieder einmal war Fergusons Aberdeen nur krasser Außenseiter. Dennoch erkämpften sie sich am 22. November 1983 im Hamburger Volksparkstadion ein 0:0 im Hinspiel und verschafften sich damit einen kleinen Vorteil.

Das Rückspiel in Pittodrie endete am 20. Dezember 1983 für die Fans der Dons mit einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielte Neil Simpson in der 47. Minute die Führung für Aberdeen. Mark McGhee machte dann in der 65. Minute alles klar.

Diese beiden Europapokal-Triumphe ließen das Interesse von United an Ferguson noch größer werden, und die Red Devils lotsten ihn über die Grenze in Richtung Süden. Den gleichen Weg ging Mittelfeldspieler Gordon Strachan, einer der Hauptdarsteller des Wunders von Aberdeen. Ferguson gewann 1991 auch mit ManU den UEFA-Superpokal, scheiterte aber 1999.

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