1976: Anderlecht besiegt Bayern

Arie Haan (RSC Anderlecht)
©Getty Images

FC Bayern München - RSC Anderlecht 2:1
RSC Anderlecht - FC Bayern München 4:1
(Anderlecht gewinnt nach Hin- und Rückspiel mit 5:3)

Obwohl der FC Bayern München in der 1970er Jahren der beste Verein Europas war und gerade zum dritten Mal in Folge den Pokal der europäischen Meistervereine gewonnen hatte, konnten sie im UEFA-Superpokal zum zweiten Mal in Folge ihrem Ruhm nicht gerecht werden.

1974 fiel der Superpokal aus, da sich die Bayern mit dem 1.FC Magdeburg nicht auf Hin- und Rückspieltermin einigen konnten. 1975 spielten sie zwar, waren aber dem FC Dynamo Kyiv, dem Gewinner des Pokals der Pokalsieger, in zwei Spielen mit insgesamt 0:3 unterlegen. Alle drei Tore hatte Oleg Blokhin erzielt.

Die dritte Chance, diesen Titel endlich zu gewinnen, gab es 1976 gegen den Gewinner des Pokalsieger-Wettbewerbs, den RSC Anderlecht. Damals wurde das Spiel zum ersten Mal in der auch heute noch gängigen Form ausgetragen, nämlich im Sommer. Trotz des guten Starts sollte der FCB es aufgrund einer heftigen Niederlage im Rückspiel erneut nicht schaffen, den Pott in den Abendhimmel zu strecken.

Arie Haan, der im Finale von 1973 noch für AFC Ajax getroffen hatte, erzielte in der 16. Minute das 1:0 für Anderlecht, doch Gerd Müller sollte am 17. August 1976 wie so oft seinem Ruf als Bomber der Nation gerecht werden und bog das Spiel im Olympiastadion durch Treffer in der 58. und 88. Minute, so dass die Bayern das Hinspiel vor 40 000 Zuschauern noch mit 2:1 gewinnen konnten.

Müller war auch im Rückspiel erfolgreich, aber sein Treffer in der 63. Minute im Parc Astrid in Brüssel kam am 30. August zu spät, da Bayern bereits durch Tore von Rob Rensenbrink, François van der Elst und Haan deutlich zurückgelegen hatte.

In den Schlussminuten erzielte Rensenbrink auch noch das 4:1, womit jeder Zweifel am Sieger ausgeräumt war. Somit stand fest, auch zum dritten Mal in Folge konnte der FC Bayern nicht den UEFA-Superpokal gewinnen.

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