Kölns Aufholjagd bleibt unbelohnt

Die Kölner verpassen den dritten Sieg in Folge und scheiden nach der knappen Niederlage in Belgrad aus. Slavoljub Srnić besiegelt das Aus der Rheinländer beim Europa-Comeback.

Der 1. FC Köln hat seine Aufholjagd in der UEFA Europa League nicht krönen können und unterlag zum Abschluss der Gruppenphase bei Crvena zvedza mit 0:1. Der FC hatte die ersten drei Spiele verloren, gewann dann aber zwei Partien in Folge. Bei einem weiteren Erfolg wäre er das erste Team gewesen, das nach drei Auftaktniederlagen doch noch weiterkommt.

Beide Mannschaften gingen punktgleich ins letzte Spiel. Köln hätte aber gewinnen müssen, weil der direkte Vergleich bei einem Remis nach dem 1:0-Sieg den Ausschlag für Roter Stern gegeben hätte. Das Siegtor für die Hausherren erzielte Slavoljub Srnić in der 22. Minute. Damit ziehen die Serben in die Runde der letzten 32 ein.

Ticker: Das Spiel der Kölner zum Nachlesen

Bei den Kölnern stand nach der Entlassung von Peter Stöger am vergangenen Sonntag erstmals Interimscoach Stefan Ruthenbeck an der Seitenlinie. Er bot Christian Clemens in der Offensive neben Yuya Osako und Sehrou Guirassy auf. Auf der rechten Abwehrseite erhielt Paweł Olkowski den Vorzug vor Lukas Klünter. Die Rheinländer zeigten sich zunächst von der heißblütigen Atmosphäre im Belgrader Stadion Rajko Mitić wenig beeindruckt und fanden recht schnell ins Spiel.

Während die Angriffe des Bundesliga-Schlusslichts jedoch nicht sauber zu Ende gespielt wurden, ging Roter Stern mit der ersten ernstzunehmenden Chance in Führung. Nach einer Flanke von Milan Rodić von der linken Seite in den Rücken der Abwehr konnte Srnić freistehend zur Führung der Gastgeber einschieben. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit boten sich für die Kölner noch zwei Chancen. Miloš Jojić scheiterte aus spitzem Winkel am Außennetz, und Clemens' Heber war für Belgrads Torwart Milan Borjan eine leichte Beute.

Auch Yuya Osako hatte einen schweren Stand in Belgrad
Auch Yuya Osako hatte einen schweren Stand in Belgrad©Getty Images

Zwei Tore hätte Köln in der zweiten Halbzeit mindestens noch schießen müssen, um in die Zwischenrunde zu kommen. Und die Gäste kamen mit dem erkennbaren Vorsatz aus der Kabine, das Spiel zu drehen. Osako schoss nach 54 Minuten nur knapp am rechten Pfosten vorbei, kurze Zeit später fand Guirassy mit einem Schuss aus der Drehung seinen Meister in Borjan.

Je länger das Spiel aber dauerte, desto schwieriger wurde es für die Gäste. Roter Stern zog sich nun immer mehr zurück und machte die Räume noch enger, und den Kölnern fehlten die Ideen, die dicht gestaffelte Abwehr der Hausherren vor größere Probleme zu stellen. Durchs Mittelfeld wurde ab und an ganz ansehnlich kombiniert, doch spätestens in Strafraumnähe versandeten die Angriffsbemühungen der Kölner. Die können sich nach dem Aus nun voll auf die Mission konzentrieren, den Abstieg eventuell doch noch abzuwenden.

Oben